KUMMERKASTEN

Schulstress: Wie Eltern unterstützen können

Kein Blackout, sondern cool bleiben: Wie können Eltern ihre Kinder bei Schulstress unterstützen? Expertin Sabine Marx gibt euch hilfreiche Tipps.

Portrait Sabine Marx

Die Expertin

Sabine Marx

Sabine Marx ist die Beraterin des "KUMMERKASTEN"-Teams. Sie ist Leiterin der Diakonie E-Mail-Beratung für Kinder und Jugendliche und gibt auf unseren Elternseiten regelmäßig Tipps zu verschiedenen Themen.

Wie zeigt sich Stress bei Kindern? nach oben

Sabine Marx: Stress bei Kindern kann sich auf vielfältige Weise zeigen. Manchmal ändert sich das Verhalten. Das Kind wird stiller, zieht sich zurück und wirkt lustlos.

Auch körperliche Symptome können ein Hinweis auf Schulstress sein. Nehmt Kopf- oder Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen als Warnsignale für zu viel Stress ernst.

Es gibt vielfältige Auslöser für Schulstress:

  • das Gefühl, viel zu wenig Zeit zum Lernen zu haben
  • keine Zeit mehr für andere Aktivitäten zu haben
  • Überforderungsgefühle
  • Unterrichtsstoff wird nicht (sofort) verstanden
  • Angst vor schlechten Noten und vor den Reaktionen der Lehrer*innen, Klassenkamerad*innen und Eltern

Acht Tipps, wie Eltern bei Schulstress helfen können nach oben

Was beschäftigt euer Kind? Über was macht es sich Gedanken? Wovor hat es vielleicht Angst?

Strafen bei schlechten Noten bringen nichts. Sie erhöhen nur den Druck auf euer Kind. Lasst euer Kind spüren, dass eure Zuneigung nicht von guten Noten abhängt und ihr zuversichtlich seid, dass es seinen Weg gehen wird, auch wenn es zurzeit schwierig in der Schule ist. Zeigt Verständnis, spendet Trost und bietet eure Unterstützung an.

Zu viele Freizeitaktivitäten können auch Stress auslösen. Kinder brauchen Zeit, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen, sich mit Freunden zu treffen oder sich zu langweilen.

Wie verteilt und plant ihr eure Aufgaben? Was hilft euch, stressige Phasen auszuhalten und zu überstehen? Erzählt eurem Kind auf kindgerechte Art, was euch manchmal schwer fällt und was euch dabei hilft, damit klar zu kommen. Euer Kind orientiert sich unterbewusst an eurem Verhalten und lernt von euch als Vorbild.

In welchen Situationen und bei welchen Tätigkeiten spürt euer Kind Spaß und Freude, auch wenn sie anstrengend sind und viel Arbeit bedeuten? Ein Austausch darüber kann eurem Kind helfen zu erkennen, dass Stress nicht nur negativ erlebt werden muss.

Kinder müssen lernen, dass man nicht erst kurz vor Arbeiten mit dem Lernen und Wiederholen des Stoffes beginnen sollte.

Um sich im Alltag ausgeglichen zu fühlen, ist es wichtig, dass wir alle uns ausreichend genug bewegen, gesund ernähren und genügend schlafen.

Ihr seid mir der Situation nicht allein. Im Gespräch könnt ihr eue Erlebnisse schildern und von den Erfahrungen der anderen profitieren.

Stand: 24.10.2023, 19:31 Uhr