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FÜR ERWACHSENE

Tudor und die Kinder aus dem Krieg

Folge vom 10.04.2022 Untertitel: Für diese Sendung gibt es einen Untertitel. Mehr Infos

Tudor ist zwölf Jahre alt und lebt in Baia Mare in Rumänien, nur 60 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Dort, direkt über dem Fluss Theiß, herrscht Krieg. Die russische Armee hat das Land angegriffen und bombardiert die Großstädte. Die Menschen fliehen vor den Bomben auch nach Rumänien. An manchen Tagen kommen bis zu 1.500 Flüchtlinge über den Grenzübergang Sighetu. Vor allem Frauen und Kinder. Die Männer müssen als Soldaten ihr Land verteidigen.

Rumänische Freiwillige empfangen die Menschen aus der Ukraine an der Grenze mit Lebensmitteln und wichtigen Informationen. Auch Tudors Mutter arbeitet für eine Hilfsorganisation und manchmal hilft Tudor mit und verteilt Hilfspakete an die Flüchtenden. Die Hilfsgüter kommen in großen Lastwagen auch aus Deutschland mit Windeln, Kindernahrung und Decken.

Tudor fährt in einem LKW der Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen“ mit und hilft beim Ausladen in einem Lager. Er kann sich nur schwer vorstellen, was die Kinder im Krieg erlebt haben und will ihnen deshalb eine Freude machen. Dafür sammelt er Spielsachen von seiner Schwester und sich ein, um sie zu verschenken, damit die ukrainischen Kinder etwas zum Spielen haben.

Viele Flüchtlinge reisen weiter nach Deutschland oder andere europäische Länder. Viele wollen aber auch in der Nähe der Grenze bleiben, damit sie schnell wieder zurück in ihre Heimat können, wenn der Krieg vorbei. Sie wohnen in Hotels oder Privathäusern. So eine Familie besucht Tudor mit seiner Mutter. Sie bringen Lebensmittel und die Spielsachen mit. Tania ist mit ihrem neun Jahre alten Sohn Nikita aus der Nähe von Kiew geflohen und weiß nicht, wie sie ihrem Sohn erzählen soll, dass er jetzt länger nicht mehr seinen Vater und seine Freunde in der Ukraine sehen wird. Tudor macht das sehr traurig und er hofft, dass es bald wieder Frieden in der Ukraine gibt.

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