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FÜR ERWACHSENE

Ruqaya - Mein Leben in der Zeltstadt

Nächste Folge am 24.11.2019

um 20:30 Uhr

Ruqaya - Mein Leben in der Zeltstadt

Folge vom 21.04.2019 Untertitel: Für diese Sendung gibt es einen Untertitel. Mehr Infos

Ruqaya musste fliehen und lebt mit ihrer Oma in einem Flüchtlingslager im Irak. Das Leben hier ist schwierig. Häufig träumt Ruqaya noch vom Krieg. Durch ihre Lehrerin bekommt sie die Möglichkeit, in Zukunft in einem Heim zu leben. Aber kann sie ihre Oma im Lager zurücklassen?

Leben im Flüchtlingslager

Im Irak herrscht Krieg. Ruqayas Zuhause wurde zerstört. Das Mädchen musste zusammen mit ihrer Oma fliehen. Den beiden blieb damals nur die Kleidung, die sie trugen, alles andere war verschüttet.

Seit eineinhalb Jahren lebt Ruqaya nun mit ihrer Oma in einem kleinen Zelt in einem Flüchtlingslager. Dort hat Ruqaya neue Freundinnen gefunden und kann zur Schule gehen.

In der Schule gibt es sogar Computer, die von einer Hilfsorganisation gespendet wurden. Ruqayas Lieblingsunterricht ist Malen am Computer.

Mehabad und Ruqaya

Häufig träumt Ruqaya noch vom Krieg. Mit ihrer Lehrerin Mehabad kann sie darüber reden. Damit Ruqaya die Erlebnisse besser verarbeiten kann, schreibt Mehabad für Ruqaya alles auf.

Mehabad war mit Ruqaya auch schon bei einem Arzt in der Großstadt und hat ein Waisenhaus mit ihr besucht.

Dort könnte Ruqaya besser leben als im Flüchtlingscamp. Allerdings könnte ihre Oma nicht mitkommen. Ruqaya steht vor einer Entscheidung.

Warum muss Ruqaya im Flüchtlingslager leben?

Ruqaya ist in der irakischen Stadt Mossul aufgewachsen. Die Stadt liegt im Norden des Irak und ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Ab 2014 erlebte die Stadt und ihre Bevölkerung furchtbare Jahre. Die Terrorgruppe "Islamischer Staat" ist in die Stadt eingefallen und hat seitdem die Bevölkerung unterdrückt.

Die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) verbreitet seit mehreren Jahren Angst und Schrecken. Die Organisation hat das Ziel, wie ihr Name vermuten lässt, einen eigenen islamischen Staat zu gründen. Dafür führt die Gruppe einen Krieg und versucht mit brutaler Gewalt Gebiete zu erobern. Ihr geplanter Staat umfasst Gebiete von Syrien, Irak, Libanon, Israel, Palästina und Jordanien.

Menschen, die sich nicht an die Regeln der Terrorgruppe hielten, wurden eingesperrt oder getötet. Die Anhänger der Gruppe haben viele Dinge verboten und schrieben vor, wie häufig gebetet werden musste. Frauen müssen grundsätzlich einen Schleier tragen und dürfen sich nicht schminken oder tanzen.

Niemand durfte den Gesetzen widersprechen oder eine andere Meinung haben. Alle haben sehr gelitten und hatten große Angst.

Im Oktober 2016 begann die Armee der irakischen Regierung, den "Islamischen Staat" aus Mossul zu vertreiben. Um die Bevölkerung zu befreien, wurde die Stadt angegriffen. Doch dabei wurde fast die ganze Stadt zerstört und viele Bewohner sind gestorben. Bei einem Bombenangriff in der Schlacht um Mossul wurde 2017 das Haus von Ruqayas Familie zerstört.

Hintergrundinfo

Der Irak

Der Irak ist ein Land in Asien. Bagdad ist die Hauptstadt des Iraks. Insgesamt leben in dem Land etwa 39 Millionen Menschen. Aktuell kann das Land als Kriegs- und Konfliktgebiet bezeichnet werden.

Im Jahr 2003 führten die USA einen Krieg gegen den Irak. Die USA ging davon aus, dass der ehemalige Machthaber des Iraks, Saddam Hussein, verbotene Waffen und Terroristen unterstützt hatte. Saddam Hussein wurde von den US-amerikanischen Soldaten besiegt und gefangen genommen. Später wurde er sogar hingerichtet.

Doch auch nach dem Krieg gab es keinen richtigen Frieden. Terroristen verübten Anschläge und Gewalt gegen die neue Regierung. Ab 2014 gab es Krieg mit dem "Islamischen Staat" (IS).

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