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FÜR ERWACHSENE

Fatou kämpft! Gegen Wassermangel

Folge vom 27.06.2021 Untertitel: Für diese Sendung gibt es einen Untertitel. Mehr Infos

Fatou blickt skeptisch in die gleißende Sonne. Am Himmel kann sie nicht eine Wolke entdecken. Schon seit Wochen wartet sie sehnsüchtig auf Regen. Fatou lebt in einem winzigen Dorf im Senegal am Rande der Sahara. Seit ein paar Jahren regnet es hier immer seltener und die Dürren werden immer länger. Ihre Region gehört zu den trockensten Gegenden Afrikas. Fließendes Wasser gibt es hier nicht. Jeden Tag muss Fatou deshalb mit einem Eselskarren Wasser holen und damit die 19 Menschen in ihrem Dorf versorgen.

Fatous Traum ist es, in der Hauptstadt zu studieren und Ärztin zu werden. Dafür muss sie in der Schule gut sein. Doch wenn sie vom Unterricht nach Hause kommt, verbringt sie ihre Nachmittage damit, Wasser zu holen und im Haushalt zu helfen. Fürs Lernen bleibt da kaum Zeit. Nur nachts kommt sie manchmal im Lichtstrahl ihrer kleinen Taschenlampe dazu, denn Strom gibt es in ihrem Dorf nicht. Obwohl Fatou schon 14 Jahre alt ist, geht sie erst in die vierte Klasse. Ihre einzige Chance auf mehr Bildung wäre der Zugang zu Wasser in ihrem Dorf.

Durch ihren Onkel erfährt sie vom Wasserprogramm der „FAO“, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Dörfer in besonders trockenen Gegenden erhalten über das Programm große Wassertanks, in denen Regenwasser aufgefangen wird. Sogar mit wenigen Niederschlägen lassen sich so längere Dürrephasen überbrücken. Doch wie schafft es Fatou, so einen Tank für ihr Dorf zu bekommen? Mit einem Auftritt im Radio macht sie auf ihr Wasserproblem aufmerksam und sucht Hilfe.

Wassermangel

Über zwei Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. Für viele ist Wasser ein teures Gut. Oft sind Mädchen und Frauen dafür zuständig, das Wasser für den täglichen Bedarf von weit entfernten Wasserstellen zu holen. Der Klimawandel führt in vielen Regionen zu extremen Wetterlagen. Lange Dürreperioden wechseln sich mit seltenen, oft heftigen Regenfällen ab. Die ausgetrockneten Böden können das Wasser aber nicht mehr richtig aufnehmen. In manchen Gegenden der Welt ist der Wasserspiegel bereits um über 100 Meter gesunken.

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