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Verpackungen in der Zukunft

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letzte Ausstrahlung am 20.01.2018

Verpackungen in der Zukunft

Folge vom 20.01.2018

In Deutschland landen jährlich fast drei Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen im Müll. Das schafft zahlreiche Probleme: Rohstoffe werden verschwendet und die Umwelt wird belastet. Felix will wissen, an welchen Alternativen zu Kunststoffverpackungen die Wissenschaft forscht. Wird es in Zukunft nachhaltigere Materialien geben oder andere Möglichkeiten Verpackungsmüll zu vermeiden?

Kirsten möchte verhindern, dass die Müllberge weiter anwachsen. | Rechte: KiKA
Kirsten möchte verhindern, dass die Müllberge weiter anwachsen.

Ich finde, dass viel zu viel verpackt wird. Das Schlimme an Verpackungen ist der Müll, vor allem der Plastikmüll, und der ist schlecht für unsere Umwelt. Ich fänd's cool, wenn man Verpackungen einfach gar nicht in den Müll werfen müsste, sondern wenn man die Verpackungen mitessen könnte oder Tieren zum Fressen geben. Das wäre cool, denn dann gäbe es auch weniger Müll und dann ist es auch viel umweltfreundlicher.

Kirsten

Einwegverpackungen sind ein Problem

Jeder Mensch verbraucht im Durchschnitt sechs Verpackungen am Tag. Das sind 42 in der Woche und 2200 im Jahr. Der größte Teil der Verpackungen ist aus Kunststoff. Leider wird nur ein kleiner Teil davon wieder verwertet. Das Meiste wird verbrannt oder landet in der Natur, auch im Meer. Dort sammeln sich riesige Mengen an Plastikmüll zu Müllinseln. Einer der „Müllflecken“ mitten im Pazifik ist etwa so groß wie Westeuropa!

Das Problem: Kunststoff verrottet sehr langsam. Eine Plastikflasche braucht bis zu 450 Jahre, bis sie zersetzt ist. Meerestiere können sich an Plastikteilen verletzen oder sogar sterben. Forscher nehmen an, dass wir Menschen über unsere Nahrung Plastikpartikel aufnehmen. Zum Beispiel, wenn wir Fisch essen und diese kleine Teile gefressen haben. Plastikmüll kann also auch für uns Menschen gesundheitsschädlich sein.

Alles gut verpackt?

Felix stellt sich die Frage, ob man ganz ohne Einwegverpackungen aus Kunststoff auskommen kann. Er macht den Einkaufstest: im Gepäck jede Menge Frischhalteboxen und sein Einkaufszettel. Im herkömmlichen Supermarkt sind fast alle Lebensmittel verpackt, egal ob Gemüse, Obst, Milch oder Joghurt. Bei losem Obst und Gemüse hat Felix Glück und einige Joghurtsorten gibt es auch im Glas. Gläser sind wieder verwendbare Verpackungen, die die Umwelt nicht verschmutzen. An der Wurst- und Käsetheke sieht es anders aus. Obwohl Felix seine eigenen Behälter mitgebracht hat, darf aus hygienischen Gründen keine Ware in mitgebrachte Behältnisse verpackt werden.

Umweltfreundliche Verpackungen

Plastikverpackungen haben auch Vorteile. Sie sind leichter und halten die Ware länger frisch. Die Industrie forscht deshalb an Verpackungen, die der Umwelt nicht schaden. Wie zum Beispiel an Folien, die sich im Wasser einfach auflösen und biologisch abbaubar sind. Solche Verpackungen sind jedoch nicht für Lebensmittel geeignet.

In Amerika haben Forscher Verpackungsmaterial aus Pilzmyzel und Abfällen entwickelt. Pilzmyzel ist ein sehr feines Geflecht aus Pilzfäden. Diese halten das Material zusammen und verrotten nach dem Gebrauch schnell.

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