1. Die Anfänge

    Schnitzeljagd - von Gospel bis Hip Hop

    Komm mit Ben auf Schnitzeljagd und suche gemeinsam mit ihm nach den Wurzeln der „Black Music“! Unternimm eine Reise quer durch die USA, triff wichtige Musiker und besuche die Geburtsorte von verschiedenen Musikstilen! Um in der Geschichte voranzukommen, scrollst du mit der Maus nach unten oder wischst mit dem Finger von unten nach oben.

  2. Grafik mit Ben  | Rechte: KiKA

    Die Anfänge

    Deine Mission: Finde die Samples!

    Aus den gesammelten Musiksamples wollen Ben und der Chor am Ende eine neue Version des Gospel-Klassikers „When the saints go marching in“ basteln.

  3. Die Anfänge

    Musik im Wandel

    Musik entwickelte sich im Laufe der Zeit immer weiter. Musiker aus unterschiedlichen Kulturen, von anderen Orten mit ihren eigenen Lebensumständen und Erfahrungen beeinflussten sich gegenseitig. So entstanden immer neue Variationen in der Musik.

    Gospel ist ein gutes Beispiel für die Mischung verschiedener Musikstile. Gospelgesänge sind aus den christlichen Spirituals entstanden, enthalten aber auch Elemente aus Blues und Jazz.

  4. Baumwolle | Rechte: colourbox.com

    Die Anfänge

    Sklavenarbeit

    Die Menschen in den Südstaaten der USA begannen im 17. Jahrhundert Baumwolle und Tabak anzubauen. Zu diesem Zweck schleppten sie Millionen Menschen aus Afrika in ihr Land, hielten sie als Sklaven und zwangen sie dazu, auf den Feldern zu schuften.

  5. Die Anfänge

    Worksongs

    Um sich die harte Arbeit zu erleichtern, sangen die Sklaven "Worksongs", Arbeitslieder. Die passten vom Rhythmus genau zur Arbeit und hatten noch viel von afrikanischer Musik, zum Beispiel das Prinzip „Call and Response“, Ruf und Antwort. Dabei gibt einer die Melodie und den Text vor und die anderen singen es nach.

  6. Die Anfänge

    Du hast das erste Sample gefunden!

  7. Kirchengebäude aus Holz in den Südstaaten der USA | Rechte: colourbox.com

    Die Anfänge

    Spirituals

    Die meisten Sklaven wurden Christen. Religion hatte eine große Bedeutung für sie. Ihr Glaube an Gott half ihnen durch ihren schweren Alltag. Sie sangen christliche Lieder, sogenannte Spirituals, die von unterdrückten und sehnsüchtigen Menschen erzählten.

  8. Die Anfänge

    Geheimsprache

    Die Sklaven haben die Spirituals auch als Geheimsprache benutzt, indem sie Codes in der Musik versteckten. Der Song „Go down Moses“ ist zum Beispiel doppeldeutig zu verstehen. Nicht nur die christliche Figur Moses ist gemeint.

    Ben reist zu den Sümpfen des Dorchester County, um diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

  9. weißes Holzhaus | Rechte: KiKA/Anna Leistner

    Die Anfänge

    Harriet "Moses" Tubman

    Harriet Tubman lebte im Dorchester County, im Süden der USA. 1849 war es ihr gelungen, aus der Sklaverei in den Norden zu fliehen, wo sie frei leben konnte. Trotzdem kehrte sie immer wieder in den Süden zurück, um anderen Sklaven bei der Flucht zu helfen. Bei ihren gefährlichen Einsätzen trug sie den Geheimnamen „Moses“.

    Die Nordstaaten und die Südstaaten waren zu dieser Zeit tief gespalten, vor allem in der Frage der Sklaverei. Im Amerikanischen Bürgerkrieg, von 1861 bis 1865, kämpften sie gegeneinander. Mit dem Sieg des Nordens wurde die Sklaverei in den USA schließlich verboten.

  10. Die Anfänge

    Geheime Wege

    Harriet war Teil der Hilfsorganisation „Underground Railroad“ (Untergrundbahn). Dieses Netzwerk bestand aus Gegnern der Sklaverei, die zusammen etwa 100.000 Sklaven befreien konnten. Sie nutzten dazu neben Geheimwegen und Schutzhäusern auch versteckte Botschaften in der Musik: Ort und Zeit der Flucht erfuhren die Sklaven aus gesungenen Liedern.

  11. Die Anfänge

    Das nächste Sample bekommt Ben von einem Kirchenchor.

  12. Jazz

    Wiege des Jazz

    Die Stadt New Orleans im Bundesstaat Louisiana gilt als die „Wiege des Jazz“. Als Hafenstadt am großen Fluss, dem Mississippi, war New Orleans ein lebendiger Treffpunkt für Menschen aus aller Welt.

    In den Bars und auf den Straßen der Stadt trafen Musikstile aus Europa auf die musikalischen Traditionen der Afroamerikaner. Daraus entstand um 1900 eine ganz neue Mischung: der Jazz.

  13. Ben mit Marchingband | Rechte: KiKA/Matthias Huff

    Jazz

    Marching Bands

    Ein Merkmal des Jazz ist seine große musikalische Freiheit. Jazz-Musiker spielen ihre Melodien meist spontan und improvisieren gern. Eine wichtige Rolle spielen Blasinstrumente, wie Trompete, Saxophon und Posaune. Kleine Orchester mit Blechbläsern ziehen noch heute musizierend durch die Straßen. Diese „Marching Bands“ (marschierende Bands) sind der Beginn der Jazz-Kultur. 

  14. Jazz

    Die Marching Band in New Orleans spendiert das nächste Sample!

  15. Blues

    Blues

    Drei Akkorde, die über zwölf Takte wiederholt werden: So einfach ist der Blues aufgebaut. Aber „den Blues zu haben“ bedeutet noch viel mehr. „I've got the blues“ heißt wörtlich: „Ich bin niedergeschlagen“. Und so geht es meist um große Gefühle. Der Blues spricht dem Musiker aus dem Herzen und der Seele, heißt es. Aber zu schnellem Blues konnte auch heftig getanzt werden.

  16. Grafik mit Teufel: Kreuzung in Clarksdale | Rechte: KiKA

    Blues

    Es war einmal ...

    Kurz vor Mitternacht in Clarksdale, Mississippi: Der legendäre Blues-Musiker Robert Johnson tritt an eine Kreuzung und stimmt ein Lied an. Ein großer schwarzer Mann kommt auf ihn zu, nimmt seine Gitarre und stimmt sie.

    Von da an spielt Robert Johnson noch besser – so gut wie der Teufel. Im Gegenzug soll Robert Johnson, der „King of Delta Blues“, dem Teufel seine Seele versprochen haben. So lautet die Legende. 

  17. Muddywood-Gitarre | Rechte: KiKA

    Blues

    Muddy Waters Hütte

    Muddy Waters, ebenfalls ein großer Bluesmusiker, stammte wie die meisten Afroamerikaner seiner Zeit aus armen Verhältnissen. Seine Familie bewohnte eine einfache Holzhütte. Aus dem Holz dieser Hütte ließ die Band ZZ Top viele Jahre später die „Muddywood“-Gitarre bauen. 

    Zuvor sorgte das Radio dafür, dass die Blues-Musiker auch beim weißen Publikum sehr bekannt wurden. Die Radiosender spielten vor allem die beliebte rhythmische Form, den Rhythm and Blues. Daraus entwickelte sich später der Rock’n’Roll.  

  18. Blues

    Auf dem "King Biscuit Blues Festival" spielt Denis auf seiner Zigarrenbox-Gitarre.

  19. Rock'n'Roll bis Soul

    Der King

    In den 1950er Jahren eroberte ein neuer König die Musikwelt: Elvis Presley, der „King of Rock’n’Roll“. Mit seiner markanten Stimme und seinem einzigartigen Tanzstil begeisterte er vor allem die Jugend.

    Keiner konnte bei diesem Beat still halten. Neue Tanzformen entstanden. Der Rock’n’Roll entwickelte sich aus dem Blues und aus dem Rock’n’Roll die moderne Rockmusik.

  20. Rock'n'Roll bis Soul

    Der Imitator singt „When the saints go marching in“ im Elvis-Style.

  21. Rock'n'Roll bis Soul

    Rock’n‘Roll-Musiker Jason schenkt dir gleich das nächste Sample!

  22. Martin Luther King-Memorial  | Rechte: KiKA/Matthias Huff

    Rock'n'Roll bis Soul

    Musik und Bürgerrechte

    Hundert Jahre nach Abschaffung der Sklaverei war die Ungerechtigkeit zwischen schwarzen und weißen Amerikanern immer noch groß. In den 1960er Jahren durften Afroamerikaner zum Beispiel in Bussen nur bestimmte Sitze im hinteren Teil nutzen.

    Gegen diese Unterdrückung, die Rassentrennung, protestierten sie nun laut. Es gab große Demonstrationen unter ihrem Anführer, Martin Luther King. Dabei spielte die Musik eine große Rolle. Das Protestlied „We shall overcome“ („Wir werden es überwinden“) wurde zu einer Hymne für die Amerikanische Bürgerrechtsbewegung.

  23. Mikrophon  | Rechte: colourbox.com

    Rock'n'Roll bis Soul

    Soul

    Mehr Gleichberechtigung für Afroamerikaner – dafür stand ein Musikstil ganz besonders: der Soul. Die neuen Stars kamen vor allem aus den Großstädten der USA, wie New York und Chicago. Es waren selbstbewusste Soulmusiker, die viele Fans hatten und mit ihrer Musik die Charts eroberten.

  24. Berry Gordy | Rechte: Getty Images

    Rock'n'Roll bis Soul

    Berry Gordy Jr.

    Die Plattenfirma Motown von Berry Gordy Jr. (Junior) aus Detroit war eine Art Hitfabrik des Soul. Hier schufen afroamerikanische Produzenten und Komponisten einen Hit nach dem anderen, mit immer neuen Stars. Der Name „Motown“ ist eine Anspielung auf die „Motortown“, die Autostadt Detroit.

  25. Rock'n'Roll bis Soul

    Der Soulmusiker Curtis Harding singt für dich.

  26. Funk bis Hip Hop

    Funk

    Mischt man Soul-Gesang mit tanzbaren, rhythmischen Bassläufen und Gitarrenriffs, so landet man beim Funk. Dieser Stil war in den 1970er Jahren sehr beliebt und führte später zur Disco-Musik.

    Die Neville Brothers sind eine Band aus New Orleans, die Rhythm and Blues, Soul und Jazz sehr erfolgreich zu Funk werden ließen. Der jüngste der Brüder heißt Cyril Neville. Der ist schon seit vielen Jahren mit Grandmaster Caz befreundet – kein Wunder also, dass es zwischen Funk und Hip Hop eine Verbindung gibt.

  27. Funk bis Hip Hop

    Grand Wizard Theodore

    „Mach nicht so einen Krach!“ rief Theodores Mutter, als er nach der Schule Schallpatten auflegte. Als seine Mutter ins Zimmer kam, hielt er die Platte mit der Hand fest und bewegte sie wieder zurück zum Anfang. So erfand er das Scratching.

    Theodore experimentierte weiter mit Platten und erfand das „needle dropping“, das Anheben und wieder Aufsetzen der Nadel auf der Platte, wodurch die Musik schneller wurde. In den 1980er Jahren wurde ein professioneller DJ aus ihm: Grand Wizard Theodore. Heute gilt er als einer der Begründer des Hip Hop.

  28. Funk bis Hip Hop

    Grand Wizard Theodore scratcht für dich.

  29. New York City, Skyline bei Nacht | Rechte: colourbox.com

    Funk bis Hip Hop

    Hip Hop

    Mit dem Hip Hop entstand auf den Straßen New Yorks eine ganz neue Kultur. Jugendliche kamen, um DJs auflegen zu sehen. Sogenannte MCs (Master of Ceremony) rappten dazu.

    Rap funktioniert nach der Regel „16 Bars“: Eine Rap-Strophe besteht aus 16 gereimten Zeilen, je eine pro Takt. Das ergibt den schnellen, coolen Sprechgesang.

  30. Funk bis Hip Hop

    Ein Rap von Grandmaster Caz!

  31. Mauer mit Graffiti | Rechte: colourbox.com

    Funk bis Hip Hop

    Graffiti

    Auch Graffiti ist Teil der Hip Hop-Kultur. Sprayer sprühen ihre bunten Bilder und Schriftzüge auf Mauern und Zäune.

    Breakdance als eigene Tanzform gehört ebenfalls dazu. In Battles tanzen Gruppen gegeneinander an.

  32. Aloe Blacc tritt mit seiner Band auf der Bühne auf.  | Rechte: KiKA

    „Black Music“ heute

    Black Music heute

    Heute gibt es Musiker wie Aloe Blacc, die alle Stile mischen. Seine Songs enthalten Elemente aus Soul, Hip Hop, Rhythm and Blues sowie Reggae und Jazz. 

    Aloe Blaccs Leben baut auf der Bürgerrechtsbewegung auf, wie er selbst sagt. Seine Eltern kamen aus Panama in die USA, weil es für Afroamerikaner und Einwanderer plötzlich Jobs und neue Chancen gab. Er steht für das, was möglich ist, wenn Menschen zusammenkommen. Und Musik bringt alle Menschen zusammen – egal, welche Hautfarbe sie haben.

  33. „Black Music“ heute

    Aloe klatscht für dich.

  34. „Black Music“ heute

    Geschafft!

    Du bist am Ende der Reise angelangt und hast alle Samples gefunden. Hör dir an, was Ben und der Gospel-Chor aus dem Klassiker „When the saints go marching in“ gemacht haben!

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