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FÜR ERWACHSENE

Eydna - Leben mitten im Atlantik

Sendung vom 06.02.2022

Eydna lebt auf den Färöer Inseln, mitten im Atlantik zwischen Norwegen, Schottland und Island – weit weg von allen anderen. Das Leben hier ist sehr friedlich und manchmal auch etwas eintönig. Das Wetter ist rau und das Meer immer kalt.

Wenn Eydna nicht in der Schule ist, kümmert sie sich um ihre Schafe. Auf den Färöern gibt es übrigens mehr Schafe als Menschen und darum auch viel Wolle. Die Menschen stricken deshalb auch gerne ihre eigenen Pullover. Auch Eydna macht das oft zusammen mit ihrer Mutter. Vor allem, wenn sie alleine sind, denn Eydnas Vater fährt als Fischer zur See und ist manchmal länger als ein halbes Jahr mit dem Schiff unterwegs. Die Zwölfjährige ist dann meistens sehr traurig, weil sie ihren Vater doll vermisst.

Zum Glück gibt es aber auch etwas Abwechslung. Zum Beispiel den Nationalfeiertag „Olavsoka“, an dem fast alle Färinger in die Hauptstadt Torshaven kommen und dort gemeinsam traditionelle Lieder singen. Dazu zieht Eydna dann ihre Lieblings-Tracht an, die sie von ihrer Oma geerbt hat. Oder sie fährt mit ihrem Onkel Andreas und seinem Boot auf das Meer raus zum Angeln. Eydna darf schon ganz alleine das Motorboot steuern. Das ist bei den Wellen gar nicht so einfach. Ihrer größter Traum aber ist es, einmal an den Rabenklippen zu klettern. Man kann sich dort in die Schlucht abseilen. Bisher hat sich Eydna das noch nicht getraut, aber nach dem Nationalfeiertag will sie es jetzt doch probieren und ihre Angst überwinden. Ob sie das schafft?

Schon gewusst?

Die Färöer-Inseln

Die Färöer, umgangssprachlich oft Färöer-Inseln, sind ein autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark und sind eine Gruppe aus 18 Inseln mit autonomer Landesregierung. Sie liegen im Nordatlantik zwischen Schottland, Norwegen und Island. Entdeckt und besiedelt wurden sie im Mittelalter.
Die gut 50.000 Inselbewohner – die Färinger, auch Färöer genannt – betrachten sich mehrheitlich nicht als Dänen, sondern als eigenständiges Volk, das von den Wikingern auf den Färöern abstammt. Sie sprechen die färöische Sprache, die aus dem Altwestnordischen entstanden ist und mit dem Isländischen und dem Norwegischen verwandt ist.

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