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FÜR ERWACHSENE

Fidel: mit dem Saxophon auf der Müllhalde

Nächste Folge am 20.10.2019

um 20:30 Uhr

Fidel: mit dem Saxophon auf der Müllhalde

Folge vom 28.07.2019

Seit zwei Jahren spielt Fidel als Saxophonist in "Ghetto Classics", einem Jugendorchester, das inmitten des gefährlichsten Slums der kenianischen Metropole Nairobi entstanden ist. Bis dahin hatte kaum jemand an diesem Ort eine Geige oder ein Cello gesehen.

Wenn zum Sonnenuntergang Musik über der rauchenden Müllhalde erklingt, schweben Fidels Gedanken in die Ferne. Er verschmilzt mit seinem Saxophon und sieht nicht mehr die Wellblechhütten des Slums, in dem er aufwächst. Er träumt von einem Publikum, das er mit seiner Musik begeistert. Die 80 Musiker von "Ghetto Classics" geben inzwischen überall in Nairobi Konzerte. Das erfüllt Fidel mit Stolz.

Slum nennt man einen sehr armen Stadtbezirk. Die Menschen leben dort meistens in einfachen, selbstgebauten Hütten und haben nur sehr wenig Platz. In der Regel gibt es weder Strom noch Wasser. Wegen der schlechten Versorgung herrschen in den Slums oft große Probleme mit Krankheiten und Verbrechen.


Für Fidel bietet das Orchester die Chance auf ein Leben ohne Armut, Drogen und Kriminalität. Viele Jungen in den Slums sind Mitglieder von kriminellen Gangs oder sammeln Müll auf der giftigen Müllkippe am Rande des Slums. Mit jedem Fortschritt als Saxophonist erlebt Fidel, dass er es weit bringen kann, wenn er es nur stark genug will. Die Musik hilft ihm, seine Träume zu verfolgen.

Aufregung vor dem Auftritt

Fidel probt fleißig, um in ein größeres Jugend-Orchester aufgenommen zu werden. Damit könnte er die hohen Schulgebühren für die nächsten Jahre bezahlen. Doch je näher der Tag des Vorspiels rückt, desto mehr packt ihn die Angst, es doch nicht zu schaffen.

Lerne Fidel kennen!

Korogocho

Fidel Otieno auf dem Weg nach Hause. Er muss aufpassen, wohin er die Füße setzt, denn die Brücke ist übersät mit großen gefährlichen Löchern. Meist riecht es hier übel aus dem Fluß, weil alle möglichen Abfälle hinein gekippt werden. Sogar die Toiletten-Abwässer gelangen in den Fluss. | Rechte: Chris Völschow/SWR

Korogocho ist der gefährlichste Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Der Name leitet sich ab von dem Wort "kurugucu". Das bedeutet in der Sprache der Kikuyu so viel wie „Durcheinander, Chaos, Abfall, Schulter an Schulter gepresst“. Über 200.000 Menschen leben hier. Die meisten Bewohner von Korogocho sind sehr arm und wohnen in winzigen Wellblechhütten.

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