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FÜR ERWACHSENE

Steckbrief Coco und Tshering

Nächste Folge am 19.01.2020

um 20:25 Uhr

Steckbrief Coco und Tshering

Vorname Coco Tshering
Wohnort London, England Punakha-Tal in Bhutan
Was weißt du über das Land des anderen? Ich weiß eigentlich nichts über Bhutan. Ich stelle mir vor, dass es dort sehr heiß ist, und es lauter hübsche kleine Dörfer gibt. Ich kenne den Namen „England“, weiß aber nicht, wo das ist. Ich glaube, dass die Menschen da so komische Meeresfrüchte und Käfer essen, teure Shirts und Hosen tragen und Englisch sprechen.
  Coco Tshering
Mit welchen Geräten gehst du online? Mit meinem Telefon, Laptop, dem Computer meiner Familie, mit dem Fernseher. Ich bin nur mit meinem Smartphone online. Wir haben in der Schule einen Laptop für alle Schüler, aber der hat keinen Internetanschluss.
Welche Plattform benutzt du? Ich nutze hauptsächlich Google und YouTube. Um mit meiner Mama Kontakt zu halten, schicken wir uns gegenseitig Sprachnachrichten auf „Messenger“, dem Nachrichtendienst von Facebook. Das ist sehr praktisch, weil meine Mama nicht lesen und schreiben kann. Außerdem habe ich einen „Facebook Account“. „Youtube“ und „Google“ benutze ich fast nie.
Wie viel Zeit verbringst du online? Ungefähr zwei Stunden am Tag. In meiner Schule darf ich mein Handy nicht benutzen und muss es in meinen Spind schließen. In der Schule sind Handys verboten. Und wenn ich am Nachmittag nach der Schule nach Hause komme, muss ich erst kochen, Hausaufgaben machen und die Hütte putzen. Mein Tag ist so voll, dass ich erst abends dazu komme, das Handy zu benutzen, meistens für etwa eine Stunde.
Mit wem kommunizierst du und warum? Mit meiner Familie und meinen Freunden. Wir reden zum Beispiel darüber, welche Hausaufgaben wir auf haben. Meiner Mutter schicke ich immer eine SMS, wenn ich in der Schule angekommen bin. Vor allem kommuniziere ich mit meiner Mama und mit meinen Brüdern, die auch ein Smartphone haben. Außerdem schreibe ich mit Freunden auf „Facebook“, manchmal auch mit Leuten, die ich gar nicht kenne.
Von wem hast du dein Handy bekommen und wann? Als ich auf das Gymnasium gekommen bin, hat mein Großvater mir sein Smartphone geschenkt. Mein Bruder hat mir sein altes Handy vor etwa zwei Monaten geschenkt. Das hat mich unglaublich gefreut.
Wer hat in deinem Freundeskreis ein Handy? Alle aus meiner Klasse haben ein Telefon. An meiner Schule haben außer mir nur vier weitere Schüler ein Handy. Aber die Lehrer haben alle eins.
  Coco Tshering
Wie hat das Handy dein Leben verändert? Überhaupt nicht. Seitdem ich ein Handy habe, habe ich mehr Freunde an der Schule und bin etwas beliebter, weil immer alle Fotos und Videos damit machen wollen. Mein Leben ist auch einfacher geworden, weil ich meine Mama jederzeit anrufen kann, wenn ich etwas brauche. Sie kann dann einem Bekannten aus dem Dorf etwas für mich mitgeben. Und der erreicht mich übers Handy.
Was denkst du, wenn du dir Posts ansiehst? Ich schaue mir nur selten die Posts von anderen an. Ohne das Handy hätte ich keine Möglichkeit, mit Leuten außerhalb meiner Schule Kontakt zu haben. Ich finde es spannend zu sehen, was andere essen und anziehen.
Was denkst du darüber, dass Leute, die du noch nie gesehen hast, online an deinem Leben teilhaben? Ich habe nicht das Gefühl, dass sie tatsächlich an meinem Leben teilhaben. Ich freue mich immer, wenn ich neue Freunde finde. Da ich sehr selten von hier wegkomme, kann ich so einfach neue Leute kennenlernen.
Was ist für dich die digitale Welt?  Ein Ort, an dem man Spaß haben kann! Den Begriff „digital“ verstehe ich nicht.
Gibt es etwas, dass dir online Angst macht? Jeder kann sich irgendetwas ausdenken, kann so tun, als wäre er jemand anderes. Man kann nicht alles glauben, was man dort sieht oder hört. Das Handy lenkt mich sehr vom Lernen ab. Und ich mache mir Sorgen, dass ich dadurch schlechter in der Schule werde. Manchmal sehe ich auch gruselige Bilder, von denen ich Alpträume bekomme. Vor kurzem habe ich so eine Geschichte auf „Facebook“ gelesen, dass in Bhutan eine Gruppe von Menschen anderen weh getan hat. Das war nur ein blödes Gerücht, aber hat mir trotzdem Angst gemacht hat.
Wie nah geht dir, was du online siehst und erlebst? Manchmal bin ich etwas unzufrieden, weil ich so sein möchte wie die Leute online. Aber das geht meistens schnell vorbei und dann bin ich wieder zufrieden mit mir selbst. Wenn ich manchmal lustige Leute sehe, dann bekomme ich gute Laune. Mir gehen die Geschichten im Netz genauso nahe, als hätte ich sie selbst erlebt.
Wann bist du offener: online oder im persönlichen Kontakt? Ich bin im persönlichen Kontakt offener. Wenn ich zum Beispiel am Wochenende etwas Spannendes erlebt habe, dann würde ich es meinen Freunden erzählen, aber nicht den Leuten, die ich noch nie persönlich kennengelernt habe. Ich bin offener, wenn ich mit Freunden persönlich reden kann. Außerdem ist das viel billiger, denn da kostet die Gesprächszeit nichts.
Machst du dir mehr Gedanken, wenn du etwas online stellst, als wenn du es jemandem persönlich zeigst? Ich denke mehr darüber nach, was ich online poste, denn ich möchte nicht, dass alle wissen, was ich mache. Ich mache mir viele Gedanken, was ich wie poste, vielleicht mehr, als wenn ich Fotos meinen Freunden einfach nur zeige.
Wie unterscheidet sich dein digitales Leben von deinem realen Leben? Online ist alles pink! Für mich gibt es da keinen Unterschied, weil das Leben im Handy ja Teil vom echten Leben ist. 

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