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FÜR ERWACHSENE

Weil ich schöner bin

zurzeit nicht bei KiKA,

letzte Ausstrahlung am 25.11.2017

Weil ich schöner bin

Sendung vom 25.11.2017 Untertitel: Für diese Sendung gibt es einen Untertitel. Mehr Infos FSK: ab 6

*Wir empfehlen den Film für Kinder ab zwölf Jahren. Jüngere Kinder ab sechs Jahren sollten den Film zusammen mit Erwachsenen schauen.*

Charo und ihre Freundin Laura gehen in die 6. Klasse. Gemeinsam mit Laura scheint Charo ein ganz normales Berliner Teenie-Leben zu führen. Inklusive Parties, Jungs und Schulstress. Doch Charo lebt illegal in Deutschland.

Als Charos Mutter die Abschiebung nach Kolumbien droht, weiht Charo ihre Freundin Laura in ihr Geheimnis ein. Sie will in Deutschland die Schule fertig machen. Sie will nicht in Kolumbien leben, einem Land, das sie nicht kennt.

Schau hinter die Kulissen

Ausnahmezustand Illegalität

In Deutschland leben ca. eine halbe Million Menschen ohne Papiere. Täglich müssen sie damit rechnen, entdeckt, festgenommen oder ausgewiesen zu werden. Sie leben darum häufig sehr unauffällig, wie in einer Schattenwelt. So zu Leben macht es schwer das Recht auf Bildung, Wohnen oder Gesundheitsfürsorge wahrzunehmen. All diese Dinge benötigen Anmeldungen und Papiere. Die meisten öffentlichen Stellen sind verpflichtet, Menschen zu melden die ohne Papiere in Deutschland leben.

Leben ohne Papiere – was bedeutet das?

Ohne Aufenthaltsrecht haben Kinder keinen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Finanzielle Unterstützung gibt es dann auch nicht. Damit ein Kind die Kita besuchen kann, sind in der Regel Meldebescheinigungen, Ausweise, Geburtsurkunde oder Einkommensnachweise zur Anmeldung nötig.

In einigen Bundesländern, wie Bayern, Nordrhein-Westfalen oder dem Saarland, sind nach den Schulgesetzen alle Kinder, auch die ohne Aufenthaltsstatus, schulpflichtig. In Baden- Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg und Hessen haben Kinder ohne Papiere ein Schulzugangsrecht, das besagt, sie dürfen, müssen aber nicht die Schule besuchen. Hingegen in Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen ist ihnen der Besuch einer öffentlichen Schule verwehrt. Seit 2011 wurden Bildungseinrichtungen von der Meldepflicht ausgenommen, was den Schulzugang seitdem erheblich erleichtert.

Notfälle  müssen immer behandelt werden. Diese werden in der Regel vom Sozialamt abgerechnet. In allen anderen Fällen kann eine Behandlung verweigert werden, bis die Kostenübernahme geklärt ist. Generell besteht für Asylsuchende ein Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Dazu ist eine Anmeldung bei der Ausländerbehörde notwendig.

In der Regel verlangen Vermieter vom Mieter einen Nachweis über sicheres Einkommen. Wer keinen Job hat und dennoch eine Wohnung findet, ist verpflichtet, sich beim örtlichen Einwohnermeldeamt anzumelden. Es gibt einen elektronische Datenaustausch zwischen den Einwohnermeldeämtern und der Ausländerbehörde.

Menschen die ohne Papiere in Deutschland leben haben keinen Aufenthaltstitel. Ohne diesen dürfen sie nicht arbeiten.

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