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FÜR ERWACHSENE

Luthers Kritik an der Kirche

Was sollte sich ändern?

Luther war nach seiner Zeit als Mönch ein Gelehrter geworden. Als Doktor der Theologie unterrichtete er an der Universität in Wittenberg. Er beschäftige sich mit Glaubensfragen und der Auslegung der Bibel.

Kritik am Ablasshandel

In seinen 95 Thesen kritisierte Luther vor allem den Ablasshandel. Mit den Einnahmen aus dem Ablasshandel wurde unter anderem der Bau des prunkvollen Petersdoms in Rom bezahlt. Das störte Luther sehr, denn die Kirche machte sich die Angst der Menschen zunutze.

So funktionierte der Ablasshandel: Die Gläubigen zahlten einen Betrag an die Kirche und im Gegenzug erhielten sie einen Ablassbrief. Darin versprachen Papst und Kardinäle die Vergebung der Sünden. Damit sollten die Gläubigen dem Fegefeuer möglichst schnell entkommen.

Luther forderte jedoch, dass die Gläubigen die Verantwortung für ihre eigenen Taten übernehmen sollten. Seiner Meinung nach konnten weder Papst noch Ablassbriefe die Menschen von der Sünde befreien.

Vertrauen auf die Gnade Gottes

Luther war der festen Ansicht, dass Gott den Menschen auch als Sünder lieben würde. Die Menschen sollten also auf die Gnade Gottes vertrauen können. Ein ganz neuer Ansatz, den Luther entwickelt hatte.

Verständigungsprobleme

Ein weiteres großes Problem sah der Reformator darin, dass die meisten Menschen weder die Bibel lesen noch die Gottesdienste verstehen konnten. Nur die Gelehrten waren in der Lage, Latein und Griechisch zu lesen und zu verstehen. Luther forderte, dass die Predigten in einem allgemein verständlichen Hochdeutsch gehalten werden sollten. Luthers Übersetzung des Alten und Neuen Testaments in ein allgemeinverständliches Hochdeutsch ermöglichte es schließlich, dass viel mehr Gläubige selbst die Bibel lesen konnten.

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