Deine Superpower!

Nächste Folge am 22.09.2019

um 20:10 Uhr

Wissen to Go

Deine Superpower!

am 28.05.2019


Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Stell dir mal vor, diese vier Jahreszeiten würden sich in einem Monat abspielen. Ein bisschen ist es fast so, wenn du mal ganz genau über die vier Phasen deines Monatszyklus nachdenkst. Woher deine Stimmungsschwanken kommen, warum du manchmal Bärenhunger hast oder richtig gut Entscheidungen treffen kannst – der Grund dafür ist dein Monatszyklus.

So läuft dein Zyklus ab nach oben

Dein Zyklus kann in zwei Hälften und vier Phasen unterteilt werden. Die erste Hälfte deines Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Periode und dauert ca. 12 - 14 Tage. Die zweite Hälfte deines Zyklus beginnt mit dem Eisprung und dauert dann ebenfalls 12 - 14 Tage.

HINWEIS: Die folgenden Zeilen gelten nur für die, die KEINE hormonelle Verhütung (wie z.B. die Pille) nehmen.

Winter nach oben

Deine Tage läuten die erste Hälfte deines Zyklus ein. Und wie fühlt man sich oft während der Periode? Am liebsten einkuscheln, Ruhe haben, chillen. Fast wie im Winter vorm Kamin, wenn es draußen stürmt und schneit. Die Menstruation ist die große Erholungsphase des Körpers, zu vergleichen mit dem Schlaf, in dem Körper und Geist wieder Kraft tanken. Während der Menstruation haben wir richtig gute Ideen, weil wir viel nachdenken und mehr von unseren Emotionen geleitet werden. Das liegt auch daran, dass die rechte Gehirnhälfte (die kreative) aktiver arbeitet in dieser Phase. Es gilt: ruhig machen, Pausen gönnen. Tagebuch schreiben klappt EinsA. Lass es dir gut gehen: Verzichte auf zu enge Klamotten oder viel Make-Up. In dieser Phase kannst du richtig gut in dich gehen und dich fragen: Wie hab ich die Vorbereitung auf die Klassenarbeit, den Test, die Gruppenarbeit gewuppt? War das gut? Was nehme ich mir als nächstes vor?

Frühling nach oben

Deine Tage sind vorbei und du blühst förmlich auf. Grund dafür ist der steigende Östrogenspiegel. Der sorgt dafür, dass sich deine Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut und der kleine Follikel wächst (Follikel heißt die Hülle der heranreifenden Eizelle in deinem Eierstock). In dieser Phase haben wir plötzlich viel mehr Power, ein riesiges Selbstbewusstsein und eine irre gute Haut (danke, Östrogen :) ) Nach unserer Periode können wir gut Entscheidungen treffen und uns motivieren, Neues anzupacken. Aufs Lernen fokussieren oder eine Gruppenarbeit zu stemmen, fällt in dieser Phase leichter als sonst. Nach lauschigen Kamin Abenden und langen Nächten wollen wir jetzt raus, uns bewegen, Spaß haben!

Sommer nach oben

Halligalli, der Sommer ist da! Oder auch: Eisprung Zeit :) Die zweite Hälfte deines Zyklus bricht an! In dieser Phase wollen wir unter Menschen, wollen Abenteuer erleben, Action haben. Im Zyklus sind wir hier auf dem Höhepunkt. Wir sind randvoll mit Hormonen, die unser Selbstbewusstsein pushen. Serotonin, Dopamin und vor allem unser Östrogenspiegel ist so hoch wie nie. Der hohe Östrogenspiegel sorgt für schöne Haut, wir fühlen uns pudelwohl und das merkt auch unser Umfeld. Man hat diesen Glow, strahlt dieses gewisse Etwas aus. Durch dieses selbstbewusste Auftreten sind wir auch selbstsicherer bei Vorträgen oder Präsentationen vor der Klasse. Die Idee verkauft sich wie von alleine. Kurz: Oft kriegt man, was man will. Während des Eisprungs regeln wir Probleme wie Bossinnen. Auch die härtesten Nüsse knacken wir mit links. Voller Kraft und hoch motiviert - insbesondere für Sportlerinnen ist das die beste Zeit. Für alle anderen natürlich auch :)

Herbst nach oben

Der Summerblues setzt ein. Der Eisprung ist durch, der Körper bereitet sich auf den neuen Zyklus vor. Die Gelbkörper (Luteum) produzieren jetzt in den Eierstöcken irre viel des Hormons Progesteron. Progesteron sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut wieder dicker wird. Damit alles bereit ist, sollte eine Eizelle befruchtet werden. Außerdem sorgt das Hormon dafür, dass unsere Körpertemperatur ansteigt. Das hat wiederum zur Folge, dass der Stoffwechsel auf Touren kommt. Deswegen haben wir auch plötzlich einen Bärenhunger! Unser Körper versammelt nochmal all seine Kräfte, bevor wir unsere Tage bekommen. Progesteron sorgt aber auch dafür, dass wir zur Ruhe kommen. Wir finden schneller in den Schlaf und der ist tief und erholsam. In dieser Phase handeln wir besonders intuitiv (das gute alte Bauchgefühl) und es fällt uns sehr leicht, schlechte Gewohnheiten aufzugeben. Unser Gehirn zapft jetzt besonders den Bereich an, der für Entscheidungen zuständig ist. Richtig leicht fallen uns jetzt Routinearbeiten wie: Aufräumen, Ausmisten, Unterrichtsmaterialien nacharbeiten. Aber auch das gefürchtete PMS schlägt in dieser Phase voll zu. Wenn diese Phase zu Ende ist, hast du wieder deine Tage und ein neuer Zyklus beginnt.

Prämenstruelles Syndrom, oder ...

PMS

In der zweiten Zyklushälfte und besonders einige Tage VOR der Menstruation leiden (einige) Mädchen und Frauen darunter. Das reicht von üblen Bauchkrämpfen bis zu dem Gefühl, nichts gebacken zu bekommen. Auch Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit oder Rückenschmerzen gehören zum PMS.

Körperliches Aua Seelisches Aua
Schmerzen und Überempfindlichkeit der Brust Konzentrationsprobleme
Übelkeit, Blähungen, Verdauungsprobleme extreme Reizbarkeit
Heißhunger oder Appetitlosigkeit Gefühl von Überforderung
Rückenschmerzen, Ziehen im Unterleib es können sogar depressive Verstimmungen auftreten

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Gute Frau!

Prof. Vera Regitz-Zagrosek

... erforscht an der Berliner Charité die Unterschiede zwischen Frauen und Männern in der Medizin. Wieso das so wichtig ist? Weil Arzneimittel bei Frauen anders wirken, weil zum Beispiel ihr Magen-Darm-Trakt langsamer funktioniert als der der Männer. Auch der höhere Fettanteil im weiblichen Körper führt dazu, dass Medikamente langsamer abgebaut werden und stärkere Nebenwirkungen auslösen können.