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Viele Nationen sind in Deutschland zu Hause

Gemeinsam leben

Viele Nationen sind in Deutschland zu Hause

In Deutschland leben Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt zusammen. Vielleicht fragst du dich, warum Menschen aus anderen Ländern nach Deutschland kommen. Das kann unterschiedliche Gründe haben.

Flucht nach Deutschland

Menschen fliehen nach Deutschland, weil in ihrem Heimatland Krieg herrscht oder sie aufgrund ihres Glaubens, ihrer politischen Meinung oder Hautfarbe verfolgt werden. Viele Menschen wollen auch durch ihre Einreise nach Deutschland der Armut in ihrer Heimat entkommen. Ihre Heimat zu verlassen, fällt den Menschen sehr schwer. Meist spielen verschiedene Ursachen eine Rolle für die Flucht.

Woher kommen die Menschen?

In den letzten Jahren kamen die meisten Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Irak. Die Flucht über große Entfernungen ist sehr gefährlich. Bei der Überfahrt in überfüllten Booten über das Mittelmeer ertrinken viele Menschen.

Zuwanderung nach Deutschland

Ein anderer Grund nach Deutschland zu kommen ist, neben der Flucht vor Gefahren, zum Beispiel die Suche nach einer guten Arbeitsstelle. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern werden die Menschen in Deutschland relativ gut bezahlt.

In den fünfziger Jahren bestand in Westdeutschland ein großer Bedarf an Arbeitskräften. Deswegen wurden bis 1973 Arbeiter aus dem Ausland angeworben.

Die deutsche Regierung schloss unter anderem Abkommen mit der Türkei, Spanien und Italien, um die Einwanderung zu erleichtern. Die deutschen Politiker gingen davon aus, dass die Einwanderer nach einigen Jahren wieder das Land verlassen würden. Deswegen wurden die ausländischen Arbeitskräfte auch als Gastarbeiter bezeichnet. Sie waren vor allem in deutschen Bergwerken, Fabriken und im Baugewerbe tätig.

Bis zum Anwerbestopp 1973 kamen 14,5 Millionen Gastarbeiter nach Deutschland. Etwa 11 Millionen kehrten zurück in die Länder, aus denen sie gekommen waren. Die übrigen etwa 3,5 Millionen blieben, holten ihre Familien nach oder gründeten eine Familie in Deutschland.

In Ostdeutschland wurden ab 1963 Arbeitskräfte angeworben.  Offiziell wurden sie als „ausländische Werktätige“ bezeichnet. Die DDR erlaubte jedoch nur die Einwanderung von Arbeitern aus anderen sozialistischen Staaten. Es wurden unter anderem Verträge mit Polen, Ungarn, Algerien, Kuba und Vietnam geschlossen. Die meisten Vertragsarbeiter kehrten nach wenigen Jahren wieder in ihre Heimatländer zurück. Schätzungsweise lebten 1989 etwa 94.000 ausländische Arbeitskräfte in der DDR.

Seit 1950 wanderten etwa 4,5 Millionen Aussiedler nach Deutschland ein. Dabei handelt es sich um Menschen mit deutschen Wurzeln, die zuvor größtenteils in Osteuropa lebten. Viele Aussiedler haben vorher in der damaligen Sowjetunion, Polen oder Rumänien gelebt. Sie versprachen sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine bessere Zukunft in Deutschland.

Seit 2012 wurden Gesetze erlassen, um die Arbeitszuwanderung nach Deutschland wieder zu erleichtern. Politiker möchten derzeit vor allem Menschen mit Abschlüssen in technischen und Naturwissenschaftlichen Studiengängen oder in Pflegeberufen anwerben.

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