Gesellschaftliche Verantwortung

Diversität bei KiKA

#VielfaltVerbindet

Vielfalt ist für KiKA ein zentraler Wert, für den wir uns durch unser Handeln und unsere Formate einsetzen. Divers leben mit Blick auf Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Religion ist Normalität. Mit unserem Programm geben wir verschiedenen Lebensentwürfen Raum – ohne bewertend zu sein – und bieten Raum für Orientierung und Diskussion.

Als Kinderkanal von ARD und ZDF tragen wir im Hinblick auf das Thema Diversität eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Sie leitet sich aus unserem Auftrag ab, Programmangebote für alle Mitglieder der Gesellschaft zu schaffen, die bilden, orientieren, unterhalten und informieren. Unsere Inhalte dienen dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und erfüllen demokratische, kulturelle und soziale Bedürfnisse unseres Publikums. Der Einsatz für Diversität ist für uns ein zentrales Anliegen im Rahmen unseres allgemeinen Engagements für das Gemeinwohl und unserer sozialen Verantwortung gegenüber Kindern und Eltern.

Der Kinderkanal von ARD und ZDF steht für ein abwechslungsreiches Programmangebot und bemüht sich, eine vielfältige Unternehmenskultur zu fördern. Workshops und Impulse für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Diversitäts-Checkliste für alle Programmschaffenden sowie eine intensive Bearbeitung des Themas Diversität in den Redaktionen sind Aspekte, die im Rahmen des Engagements für vielfältige Angebote bereits umgesetzt wurden und stetig Fortsetzung finden.

Deutscher Diversity-Tag nach oben

Diversität und die Sichtbarmachung im Hinblick auf Gleichstellung der Geschlechter, das Alter, physische oder psychische Beeinträchtigung, kulturelle Vielfalt, sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sowie soziale Vielfalt ist bei KiKA Unternehmensziel. Diesem Ziel kommen wir nach, sowohl im Hinblick auf die programmliche Gestaltung, als auch im Bezug zur tagtäglich gelebten Unternehmenskultur kontinuierlich nach.

Der Deutsche Diversity-Tag am 31. Mai bietet einen besonderen Anlass für die Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebenswegen, weswegen der Mai auf allen KiKA-Plattformen besonders ausgestaltet ist.  

Checker Tobi begleitet die junge Muslima Merve während des Fastenmonats Ramadan und wagt dabei auch den Selbstversuch. Der Checker hat sich vorgenommen, einen Tag lang nichts zu essen und nichts zu trinken. Merve zeigt Tobi währenddessen, wie und wie oft sie jeden Tag betet. Eine Smartphone App erinnert sie daran und zeigt ihr auch in welcher Richtung Mekka liegt, der heiligste Ort der Muslime.

Tobi checkt diesmal, was es heißt, arm oder reich zu sein – und ob Reichtum eigentlich immer etwas mit Geld zu tun hat. Dafür kickt er mit den Mädchen und Jungs vom Verein „Integration durch Sport“. Manche im Team haben mehr, manche weniger Mittel zur Verfügung. Auf dem Fußballplatz spielt das aber keine Rolle. Doch Tobi ist auch anderweitig unterwegs. Bei der „Tafel“, wo man einen kostenlosen Zugang zu Lebensmitteln bekommt, packt er mit an und lernt jede Menge Leute kennen.

An der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg Berlin bereiten sich 50 Kinder zwischen sechs und elf Jahren in wöchentlichen Instrumenten- und einer Chorklasse auf ein großes Konzert vor. Viele von ihnen hatten bisher nicht die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen. Im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt stehen die jungen Musiker*innen gemeinsam  mit Bülent Ceylan, Nadja Benaissa und Tom Neuwirth auf der Bühne. Auf ihrem Weg dorthin werden sie über ein halbes Jahr von ihrem Paten Bülent Ceylan und eigens für das Projekt engagierte Musiklehrer*innen bei dieser herausfordernden Aufgabe begleitet.

Menschen mit Behinderungen stoßen im Alltag auf viele Hürden, weil Orte oder Dinge oft ausschließlich für Menschen ohne Behinderung gemacht sind. Wie können in Zukunft alle Menschen überall gleichberechtigt dabei sein? Felix probiert einen inklusiven Kletterparcour aus und stellt barrierefreies Gaming vor. Und beim Cybathlon, dem spektakulären Wettkampf für Menschen mit Prothesen und Apparaturen, ist „Erde an Zukunft“ auch dabei.

Sprechen mit dem Körper, mit Händen und Mimik: „PUR+“-Reporter Eric Mayer trifft eine gehörlose Familie, die Sprache nicht hört, sondern sieht. Sie unterhalten sich in Gebärdensprache. Wie funktioniert diese Sprache? Kann man damit auch streiten oder Witze erzählen? Gelingt es Eric, einen Satz fehlerfrei in Gebärdensprache zu lernen?

Zu seinem achten Geburtstag wünscht sich Jack einen kleinen Bruder. Doch er bekommt ein Kaninchen. Jack stellt seine beiden Mütter zur Rede. Er findet heraus, dass seine Mamas zusammen keine Kinder bekommen können, sondern dafür die „Willies“ von einem Mann benötigen. So sucht Jack heimlich im Internet nach einem neuen „Willi“-Spender. Für „Superjack“ beginnt ein skurriles und rasantes Abenteuer.

Als Hannah in die High School kommt, präsentiert sie sich zum ersten Mal in der Öffentlichkeit als Mädchen. Doch dann taucht Isabella auf, die sie noch aus der Grundschule kennt. Sie beginnt Hannah zu mobben und droht das Geheimnis über ihre Transidentität zu verraten. Das junge Mädchen muss sich fortan nicht nur den Herausforderungen einer neuen Schule und denen der Pubertät stellen, sondern auch den Mut finden, selbstbewusst als Mädchen zu leben.


Heimkind Michi muss sich in seiner Wohngruppe behaupten und den Respekt der anderen Kids erkämpfen. Als der elfjährige Junge die Adresse seines bisher unbekannten Vaters Tom herausfindet, erfüllt sich sein größter Traum – bis er erfährt, dass dieser kleinwüchsig ist. Der Weg zueinander ist für die beiden schwierig.

Nick ist im Körper eines Mädchens geboren. Je älter er wird, desto unglücklicher fühlt er sich damit. PUR+ begleitet den Jugendlichen zwei Jahre auf seinem Weg der Hormonbehandlung. Welche Unterschiede macht es, ob wir als Mädchen oder Junge aufwachsen? „PUR+“-Reporter Eric Mayer testet in einem Experiment mit fünf Jugendlichen und fünf Kleinkindern, wie wir Menschen in Geschlechter-Schubladen stecken und dementsprechend handeln.

Alltagsrassismus, also, dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft ausgegrenzt oder beleidigt werden, erfahren leider viele Kinder jeden Tag. Deshalb macht die KiKA-Sketch-Comedy-Serie „MOOOMENT!“ mit Wortwitz, Parodien, Übertreibung und absurder Komik auf die Sinnlosigkeit und Dummheit von Rassismus aufmerksam. Ben hat sich beim Dreh hinter den Kulissen umgesehen und mit den Nachwuchs-Darsteller*innen über ihre Erfahrungen vor der Kamera und im Alltag gesprochen.

Auf verschiedenen Erzählebenen der Sketch Comedy „MOOOMENT!“ erleben die sechs Freund*innen Julia, Tayfun, Nadia, Johannes, Sam und Adaolisa, dass viele Erwachsene – teilweise unbewusst – das Thema Rassismus weitertragen. Also helfen sie auf ihre eigene Art aufzuklären. KiKA zeigt am Diversity-Tag die Episoden eins, drei, vier und fünf der Comedyserie.

Charta der Vielfalt nach oben

Um der Förderung von Diversität vor und hinter der Kamera Ausdruck zu verleihen, hat KiKA die "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Die Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen verfolgt die Ziele eines vorurteilsfreien Arbeitsumfeldes und die Wertschätzung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Dr. Astrid Plenk | Rechte: KiKA/Carlo Bansini
Dr. Astrid Plenk

„Vielfalt definieren wir als besonderen Wert und zentralen Grundstein für das Gemeinwohl, für den wir uns programmlich und außerprogrammlich einsetzen. Diese vermeintliche Selbstverständlichkeit muss als Querschnittsthema aber immer wieder ins Bewusstsein gerückt werden. Mit der Unterzeichnung der ‚Charta der Vielfalt‘ bekennen wir uns nach innen und außen zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung.“

Dr. Astrid Plenk, Programmgeschäftsführerin

Generation Alpha – Der KiKA-Podcast nach oben

Wie entwickelt sich die Lebenswelt der Kinder und welche Herausforderungen kommen auf Medienmacher*innen zu? Das sind die Leitfragen vonGeneration Alpha – Der KiKA-Podcast, dem KiKA-Unternehmenspodcasts anlässlich des 25. Geburtstages. Im Dialog mit Gesprächspartner*innen aus Gesellschaft, Medien oder Kultur geht es um relevante Zukunftsthemen der jungen Generation und um die Frage, welche Aufgabe und Verantwortung Medienmacher*innen dabei übernehmen. Der Podcast gibt Einblicke in die Lebenswelt der Jüngsten und schafft Raum für Austausch und Diskussion.

„Diversität ist kein Schalter, den man drücken kann. Es ist ein Prozess.“

Maria Furtwängler, Ferda Ataman und Melodie Michelberger fordern mehr Vielfalt in den Kindermedien. Diversität sei bei Angeboten wie KiKA noch bedeutender als bei Medien für Erwachsene, denn im jungen Alter „fängt es an, dass wir bewusst und unbewusst Bilder sehen und unsere Sehgewohnheiten schärfen. Da ist es wichtig, dass sich alle Kinder repräsentiert fühlen“, sagt die Körperformen-Aktivistin Melodie Michelberger im neuen KiKA-Podcast „Generation Alpha“, der die Lebenswelt der Kinder von heute und morgen, ihre Zukunft und ihre Medien in den Mittelpunkt rückt. Sowohl Maria Furtwängler als auch Ferda Ataman und Melodie Michelberger attestieren KiKA im Bereich Diversität bereits „vieles sehr gut zu machen.“

Mittendrin – Der MDR-Podcast: Vielfalt bei KiKA nach oben

In einer Folge von "Mittendrin – Der MDR-Podcast" geht es um das Thema Diversität. KiKA Geschäftsführerin Dr. Astrid Plenk und Tim Gailus, Moderator des Kindermedienmagazins "Team Timster", sprechen über Herausforderungen und ihr Engagement beim Kinderfernsehen und erzählen wie KiKA Vielfalt lebt.

Vielfalt in unserem Programm nach oben

Mit den Wissensmacherinnen und -Wissensmachern, Moderatorinnen und Moderatoren, Heldinnen und Helden und Charakteren in fiktionalen wie non-fiktionalen Formaten präsentieren wir Kindern Vorbilder und Rollenmodelle.

Sensibilisiert durch aktuelle Forschungsergebnisse* wollen wir mit unterschiedlichen Identifikationsfiguren die Vielfalt unserer Gesellschaft abbilden und die Vielfalt unseres Publikums ansprechen. Unsere Angebote stellen die unterschiedlichen Lebenswelten von Kindern in Deutschland und deren Familienmodelle dar und begleiten diese.

Vielfalt ist für uns ein zentraler Wert, für den wir uns durch unser Handeln und unsere Formate einsetzen. Divers leben mit Blick auf Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Religion ist Normalität. Wir geben verschiedenen Lebensentwürfen Raum, bewerten diese nicht und bieten einen Ort für Orientierung und Diskussion. Unsere Angebote sind das Spiegelbild einer pluralistischen Gesellschaft.

Wie erkläre ich Kindern Rassismus? nach oben

* Prommer, Elisabeth; Linke, Christine: Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland. Rostock 2017 https://malisastiftung.org/studie-audiovisuelle-diversitaet/

Stand: 18.05.2022, 15:35 Uhr