Nachhaltig basteln

Upcycling Bastelideen

Zeitungen, Eierkartons, Klorollen oder Papierschnipsel - hier findet ihr Tipps zum Papier sparen und viele kreative Upcycling Bastelideen!

Nachhaltig basteln - so einfach geht's

Mit den richtigen Ideen kann nachhaltiges Basteln für Kinder zu einem Abenteuer werden. Dabei müsst ihr nicht auf alles verzichten.

Kinder finden es spannend, Materialien aus der Natur zu verwenden oder aus vermeintlichem Abfall etwas völlig Neues zu erschaffen. Dabei ist weniger oft mehr. Der Kreativität freien Lauf lassen und improvisieren macht Klein und Groß mehr Spaß, als eine umfassende Ausstattung.

Basteln mit Naturmaterialien nach oben

Ein Junge sitzt in einem Garten und sammelt Holz in einer Schale. | Rechte: KiKA/MotionWorks GmbH
Emil baut ein Hotel für seine Insekten.

Naturschätze schützen!

Kinder lernen Tiere, Bäume und Pflanzen zu respektieren, wenn Eltern es ihnen vormachen. Das könnt ihr fördern, indem ihr z.B. darauf achtet, dass Äste und Blätter nur vom Boden aufgehoben und nicht abgerissen werden.

Blätter, Beeren oder Blüten - gerade aus Naturmaterialien lässt sich viel zaubern, denn jedes Stück ist inividuell und einzigartig. Es gibt so gut wie nichts, was ihr nicht aus natürlichen Fundstücken zaubern könnt.

Zudem birgt jede Jahreszeit ihre eigenen Schätze - das Basteln wird so auch nie langweilig. Und das Beste daran: Ihr verbindet euren Basteltag mit einem Spaziergang in der Natur.

Upcycling Ideen für jede Jahreszeit nach oben

Oft glaubt man nicht, was sich aus vermeintlichem Abfall noch alles erschaffen lässt. Ihr müsst Bastelmaterialien daher nicht immer neu kaufen. Lieber das Geld sparen und wertvolle Rohstoffe wie Klopapierrollen, Dosen und Flaschen wiederverwenden.

5 Tipps zum Papiersparen im Alltag nach oben

Beim Malen in der Kita werden schnell 10 Blätter bekritzelt und achtlos zur Seite geworfen.
Aber auch wenn Papier aus natürlichen Rohstoffen besteht, erfordert die Herstellung von jedem Blatt Rohstoffe, Wasser und Energie. Jedes schlecht genutzte Blatt Papier ist daher bereits eines zu viel. Papiersparen ist eine Sache, bei der sich Kinder bereits einbringen können

Braucht wirklich jede Notiz einen eigenen Zettel?
Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten Einkaufszettel und To-do-Listen digital zu vermerken. Auch Nachrichten an heimkommende Familienmitglieder können über ein Whiteboard oder eine alte Kreidetafel überbracht werden. So schont ihr nicht nur die Umwelt, sondern spart auf lange Sicht auf an Notizblöcken.
Geht es mal nicht ohne Zettel, dann sollten halb beschriebene Blätter nicht weggeworfen werden. Schneidet sie lieber durch oder nutzt die Rückseite. So habt ihr für die nächste Notiz bereits einen passenden Zettel parat.

Dasselbe gilt für Bastelreste. Habt ihr vom letzen Mal noch farbiges Papier übrig? Dann muss dieses nicht gleich in die Tonne. Damit könnt ihr zum Beispiel ein KiKANiNCHEN-Schnipselbild gestalten und zusammen kreativ werden.

Zeitungspapier kann so einiges und muss nachdem die Zeitung morgens ausgelesen wurde, nicht gleich weggeschmissen werden. Immer mehr Menschen verwenden es als Alternative zum Geschenkpapier. Das sieht schön aus, ist zudem nachhaltig und jedes Geschenk sieht einzigartig aus. Besonders gut eignen sich Zeitungsartikel mit großen Bildern oder vielleicht sogar Karrikaturen. Außerdem kann es zum Schutz verwendet werden, wenn man zum Beispiel zerbrechliche Gläser einpacken muss. Und zum Fensterputzen ist es auch ideal.

Auch beim Drucken muss es nicht immer nagelneues Papier sein. Habt ihr bereits benutzte Blätter, kann die Rückseite eventuell noch einmal bedruckt werden. Falls das in einigen Fällen nicht geht, hilft es auf recyceltes Papier umzusteigen. Recyclingpapier schneidet in Sachen Ökobilanz und Klimaschutz deutlich besser ab als herkömmliches Frischfaserpapier. Recyclingpapier schont Wälder, Wasser und das Klima. Wer zu Recycling- statt zu Frischfaserpapier greift, spart laut Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz bis zu 70 Prozent Wasser und etwa 60 Prozent Energie.

Tipp: Fragt doch mal bei eurer Arbeit nach, ob ihr nicht auf Recyclingpapier umsteigen wollt. Oder noch besser - Schriftliches ab jetzt digital abspeichert. So lässt sich vieles auch leichter finden und übermitteln.

Seit dem 01. Januar 2022 sind bestimmte Plastiktüten im Einzelhandel bereits verboten und jeder weiß, dass man möglichst darauf verzichten sollte. Was bisher wenige wissen: Auch Papiertüten sind nicht wirklich besser, auch wenn sie als ökologischer verkauft werden. Das liegt daran, dass sie fast immer aus Frischfaser bestehen und es nur wenige Tüten aus Altpapier gibt. Am besten achtet ihr also darauf, immer einen eigenen Beutel aus Stoff oder ähnlichem Material dabei zu haben.

Solltet ihr allerdings mal einen Stoffbeutel vergessen haben und müsst doch zur Papiertüte greifen, könnt ihr darauf achten, sie so oft wiederzuverwenden wie es geht. Zudem lohnt es sich die Tüten unter die Lupe zu nehmen. Auf wenigen werdet ihr das Umweltzeichen "Blauer Engel" entdecken, was für besonders umweltschonend steht.

Übrigens: Viele Bäcker bieten inzwischen an, die Brötchen direkt in einen Stoffbeutel zu legen, anstatt sie extra zu verpacken. Manche Bäcker sind sogar richtig kreativ und bauen eine Brötchenrutsche, auf der die Brötchen in die Tüte zu euch rutschen. Sprecht eure Bäcker*innen darauf an. Vielleicht freuen sie sich über Ideen.

Gerade mit Kindern brauchen Eltern oft Taschentücher und Küchenrollen, um Kleckereien aufzuwischen und laufende Nasen zu putzen. Das lässt sich allerdings reduzieren oder sogar verhindern. Für das Kleckern der Kinder könnt ihr statt einem Küchentuch einen Lappen bereit legen. Dieser lässt sich waschen und ist so immer wieder verwendbar. Ähnlich ist es bei Taschentüchern. Es scheint altmodisch zu klingen, aber der Umstieg von Papiertaschentüchern zu Stofftaschentüchern hilft der Umwelt sehr.

Wie können Kindern Papier mehr wertschätzen lernen?

Drei Stapel Zeitungen liegen neben- und aufeinander.
Zeitungs Papier

Tipp!
Versucht euch doch mal selbst in der Papierherstellung. Mit Papierschöpfen lernen Kinder das Grundprinzip der Papierherstelltung. Ein selbst hergestelltes Papier wird plötzlich als etwas sehr wertvolles angesehen. Und so geht's:

Material:

  • Papier (z. B. Kopierpapier, Zeitungen, Küchenkrepp, dünne Pappe)
  • Heißes Wasser
  • Eimer
  • Mixer oder Pürierstab
  • eventuell Kleister
  • Wanne oder große Schüsseln
  • Schöpfrahmen (im Bastelbedarf erhältlich)
  • Spültücher
  • Zeitungspapier als Unterlage
  • Schwämme
  • Nudelholz
  • Wäscheständer, Wäscheleine
  • ebentuell Bügeleisen

Die einzelnen Schritte:
  1. Reißt das Papier in kleine Stücke und weicht es in heißem Wasser ein. Mit dem Pürierstab wird die Masse zerkleinert. Der Kleister kann als Bindemittel hinzugegeben werden. Dieser Papierbrei wird "Pulpe" genannt.
  2. Nun gebt ihr die "Pulpe" in eine große Schüssel mit Wasser und rührt kräftig um, damit sich der Brei nicht am Boden festsetzt.
  3. Nun wird der Schöpfrahmen senkrecht tief hineingetaucht und waagerecht langsam wieder herausgehoben. Der Boden des Schöpfrahmens sollte gleichmäßig mit dem Papierbrei bedeckt sein.
  4. Die Papiermasse soll im Schöpfrahmen etwas abtropfen, bevor ihr sie auf ein Spültuch stürzt. Unter diesem Spültuch liegen mehrere Lagen Zeitungspapier.
  5. Im nächsten Schritt wird die gestürzte Masse mit einem Schwamm abgetupft, um dieser möglichst viel Feuchtigkeit zu entziehen. Diesen Vorgang nennt man "Gautschen".
  6. Die Spültücher mit der abgegautschten Papiermasse wird nun aufeinandergestapelt und kräftig mit einem Nudelholz gepresst. Damit soll das restliche Wasser entfernt werden.
  7. Im letzten Schritt werden die Spültücher mit der darauf haftenden Papiermasse zum trocknen aufgehangen. Hängt sie am besten an einen Wäscheständer oder an eine Wäscheleine. Mit einem Bügeleisen könnt ihr die trockenen Papiere dann noch glätten.

Im Anschluss könnt ihr gemeinsam mit euren Kindern das selbst geschöpfte Papier mit industriell gefertigtem Papier vergleichen.

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Stand: 29.06.2022, 11:14 Uhr