Lebensraum Meer

Meere schützen

70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt. Doch die Weltmeere sind in Gefahr: Überfischung, Plastikmüll und der Klimawandel bedrohen den natürlichen Lebensraum von Pflanzen und Tieren. KiKA erklärt die Umweltprobleme kindgerecht und zeigt wie jede*r die Umwelt schützen kann.

Das Sieb treibt in einer U-Form im offenen Meer umher. Ein Schiff sammelt den Plastikmüll ein.  | Rechte: The Ocean Cleanup

Seit 2009 ist der 8. Juni der Welttag der Ozeane.

Mit dem Welttag der Ozeane wird jedes Jahr auf die essentielle Bedeutung der Meere aufmerksam gemacht. Der Tag wurde von den Vereinten Nationen initiiert. Er soll Menschen dazu anregen über den eigenen Umgang mit der Umwelt nachzudenken und sie gleichzeitig motivieren , sich für die Rettung der Meere einzusetzen.

Plastikmüll im Meer nach oben

Im Meer schwimmen mehr als 5,25 Billionen Plastikteile. Nach Schätzungen verschiedener Expert*innen könnten 2050 sogar mehr Plastikteile als Fische in den Meeren sein. Jedes Jahr landen bis zu 13 Millionen Tonnen Müll in den Ozeanen – ein Großteil davon kommt aus Asien. In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern gibt es kein funktionierendes Müllverwertungssystem. Weil die Menschen es nicht anders kennen, werfen sie ihren Müll auf die Straße oder in Flüsse, von wo aus es ins Meer gelangt. Aber auch durch das Laufenlassen von Waschmaschinen gelangt Plastik ins Meer. Genauso wie durch Kosmetikprodukte, die Mikroplastik enthalten – z.B. Zahnpasta, die die Zähne mit Hilfe von Peelingkörnern weißer machen soll.

Die Verfalldauer von Plastikprodukten:

  • Plastiktüte: 10-20 Jahre
  • Take-Away-Box aus Styropor: 50 Jahre
  • Plastikflasche: 450 Jahre

Durch Wellenbewegungen, Wind und Sonnenlicht zerfallen große Plastikteile. Sie werden immer kleiner und irgendwann zu Mikroplastik. Das ist vor allem für Tiere gefährlich, denn sie verwechseln Mikroplastik mit Nahrung. Hinzukommt, dass Plastik wasserabweisend ist und Schadstoffe magisch anzieht. Wenn Fische also Mikroplastik mit Nahrung verwechseln, nehmen sie damit automatisch Schadstoffe in ihren Organismus auf. Wenn Menschen anschließend Fische fangen und sie essen, gelangen Plastik und Schadstoffe auch in unsere Körper.

  • Kaufen Sie Lebensmittel, die nicht in Plastik verpackt sind.
  • Nehmen Sie einen Stoffbeutel mit zum Einkaufen, so müssen sie keine Tüte im Geschäft kaufen. Auch Bäckereien packen Brötchen in Stoffbeutel, wenn Sie fragen.
  • Für viele Kosmetikprodukte gibt es mittlerweile plastikfreie Alternativen.
  • Wenn Sie mit Ihren Kindern Plastikmüll am Strand oder im Wald entdecken, sammeln Sie ihn ein und entsorgen ihn richtig.

Überfischung: Eine Gefahr für die Tierwelt nach oben

Überfischung heißt, dass mehr Fische gefangen werden, als Tiere nachkommen. Überfischte Fischarten sind also bedroht. Außerdem kann eine Überfischung dazu führen, dass anderen Meeresbewohnern die Nahrung fehlt. Sie müssen also ihre Nahrungsgewohnheiten ändern. In den letzten Jahren hat sich die Menge der gefangenen Fische vervierfacht.

In der EU gibt es Fangquoten, die die Gesamtfangmenge im Nordostatlantik festlegen. Jedes Land hat eine nationale Fangquote.

Fangquoten sollen das Problem lösen. Sie werden von der Gemeinsamen Fischereipolitik (kurz GFP) festgelegt. Allerdings helfen sie nur dabei Überfischung zu regulieren, sie können sie nicht vermeiden. Umweltschützer*innen fordern deshalb, dass Meere mehr geschützt werden müssen, zum Beispiel durch Schongebiete oder Schonzeiten.

Meer, Umwelt und Wasser bei KiKA nach oben

Wodurch werden die Weltmeere bedroht? Wie können wir sie schützen? Die Wissens-Formate von KiKA informieren über die Gefahren und Schutzmaßnahmen für Ozeane.

Stand: 05.06.2021, 11:21 Uhr