Zu Hause über Vielfalt sprechen

Informieren und Unterstützen

Zu Hause über Vielfalt sprechen

Vielfalt, Migration und Flucht sind gerade auch für Kinder relevant. Sie kennen diese Themen aus ihrem eigenen Umfeld und über die Nachrichten. Die Berichterstattung in den „erwachsenen Medien“ kann bei ihnen Verunsicherungen, Irritationen und Ängste hervorrufen. Hier stehen auch die Eltern in der Verantwortung, mit ihren Kindern ins Gespräch zu kommen, um Zusammenhänge einzuordnen.

Die Sendungen zum KiKA-Themenschwerpunkt „Respekt für meine Rechte! – Gemeinsam leben“ können hierzu anregen, da sie das Thema kulturelle Vielfalt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kindgerecht behandeln. Die Sendungen haben den Anspruch, Kindern ohne Berührungsängste Lust auf ein Miteinander zu machen. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird ein Blick auf das Zusammenleben in Deutschland geworfen.

Den Eltern dient das vorliegende Informations- und Begleitmaterial als Orientierung. Die für den Schulunterricht konzipierten Arbeitsblätter lassen sich auch dazu nutzen, die Themen inhaltlich zuhause mit der ganzen Familie zu vertiefen.

Engagement für Vielfalt

In Deutschland gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Vereinen, Initiativen, Veranstaltungen und Aktionen, die sich für Vielfalt und Offenheit in unserer Gesellschaft engagieren. Informieren Sie sich über eine Auswahl an Angeboten:

Das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) ist ein bundesweites Netzwerk, das von jungen Leuten getragen wird und sich für Demokratieförderung und gegen menschenverachtendes Denken mit Projekttagen, Seminaren, Fortbildungen engagiert.

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage ist ein Netzwerk von Schulen, dass sich gegen alle Ideologien der Ungleichwertigkeit wendt: gegen Diskriminierung aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung oder der sexuellen Orientierung. Schulen können dem Netzwerk beitreten, wenn mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten, sich mit einer Unterschrift verpflichten, aktiv gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten.

Die Mobilen Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus beraten zu Rechtsextremismus und den Themen rund um rassistische Mobilisierung im Zusammenhang mit der Unterbringung von Geflüchteten. Die Beratungsteams agieren als kommunikative Schnittstelle zwischen Flüchtlingen, Engagierten, Kirche, Politik, Verwaltung und Behörden.

Die mobile Beratung versteht sich als „Hilfe zur Selbsthilfe“ und hat das Ziel demokratisches Engagement zugunsten einer zivilen Menschenrechtskultur zu stärken. Die mobile Beratung kommt dahin, wo sie gebraucht wird. Ihr Beratungsangebot ist kostenlos.

Amaro Drom e.V. ("Unser Weg") ist eine interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma mit dem Ziel, politische und gesellschaftliche Beteiligung zu ermöglichen.

Seit 1975 findet jährlich im September bundesweit die Interkulturelle Woche statt (24. bis 30. September). Daran beteiligt sind mittlerweile mehr als 550 Städte und Gemeinden mit rund 5.000 Veranstaltungen.

Das Projekt der Berliner Caritas "Kulturbuddys" will jungen Flüchtlingen kulturelle Teilhabe ermöglichen. Junge Ehrenamtliche teilen ihre Freizeit und Erfahrung mit Flüchtlingen. Gemeinsam entdecken sie Berlins kulturelles Leben.

Am 3. Oktober haben bundesweit circa 1.000 Moscheen ihre Pforten zum „Tag der offenen Moschee“ geöffnet. Der bewusst gewählte Zeitpunkt am Tag der Deutschen Einheit soll laut dem Zentralrat der Muslime das Selbstverständnis der Muslime als Teil der deutschen Gesellschaft und ihre Verbundenheit mit der Gesamtbevölkerung zum Ausdruck bringen.

In dem Rollenspiel des Deutschen Roten Kreuz und des Jugendrotkreuz "Youth on the run" schlüpfen Jugendliche für 24 Stunden in die Rolle eines Geflüchteten. Ziel des Spiels ist es, durch gezielte Information, Selbsterfahrung und Reflektion die Empathie und das Verständnis der Teilnehmenden für die Situation von Menschen auf der Flucht und mit unterschiedlicher Herkunft zu fördern.

Das Projekt des Jüdischen Medienforums organisiert Begegnungen zwischen Juden und Nicht-Juden in Deutschland. „Rent a Jew“ vermittelt Juden verschiedenen Alters und Hintergrunds für Besuche in Schulen, Volkshochschulen, Universitäten oder Kirchengemeinden. Das Motto lautet: Miteinander anstatt übereinander reden.

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Kinder auf einer Rutsche | Rechte: KiKA/Mira Mikosch

Respekt für meine Rechte!

Diskriminierungsverbot

Im Artikel 2 der UN-Kinderrechtskonvention ist festgehalten, dass alle Kinder gleich sind. Niemand darf aufgrund seiner Hautfarbe, seines Geschlechts oder seiner Religion benachteiligt werden.