TikTok

TikTok

15 Sekunden, ein Musikvideo – bei TikTok geht es darum, einen Song auf möglichst kreative Art und Weise vor der Kamera zu interpretieren. Welche Musik kann ich nutzen und wer kann meine Videos sehen?

TikTok = Musical.ly ?! nach oben

Die chinesische App Musical.ly wurde im August 2018 mit der populäre chinesische Social-Plattform TikTok zusammengelegt. Die wesentlichen Funktionen von Musical.ly blieben bestehen, aber die Reichweite hat sich verachtfacht. Derzeit nutzen ca. 150 Millionen Menschen weltweit die App, darunter gibt es 4,1 Millionen monatliche aktive Nutzer in Deutschland*. TikTok zählt somit zu den weltweit am häufigsten heruntergeladene Apps.

*Pitch Deck von dem britischen Blog Digiday, Nov. 2018

TikTok ist…. nach oben

…eine kostenlose App, mit der man 15-sekündige Videos zu bekannten Songs aufnehmen, bearbeiten und teilen kann. Die Nutzer singen in kurzen Videoclips synchron mit, tanzen und bauen witzige Elemente ein. Die Clips können öffentlich angeschaut, kommentiert und mit Herzen geliked werden. Schon einige Online-Stars hat die App hervorgebracht wie die TikTokerin Leonie aus Deutschland.

Hard Facts nach oben

  • ist ein soziales Netzwerk
  • Mindestalter ist laut Nutzungsbedingungen 13 Jahre
  • Anmeldung über eine E-Mail-Adresse, Twitter oder Facebook-Login
  • ohne Anmeldung sind alle öffentlichen Videos sichtbar
  • Profil kann auf privat oder öffentlich gestellt werden

Tipps zum Umgang

Die App bietet den Jugendlichen eine einfache Möglichkeit, sich als Popstar auszuprobieren. Eigenschaften wie Kreativität, Freude an Tanz und Musik und Selbstinszenierung wird bei den Jugendlichen gefördert. Aber bestimmte Umgangsregeln mit der APP müssen beachtet werden.

Die Voreinstellung der Konten ist "öffentlich", das heißt, jeder kann die hochgeladenen Videos sehen, kommentieren und dem Profil folgen. Stellen Sie zusammen mit Ihrem Kind das Konto manuell auf "privat" um. Über den privaten Modus kann man die Verbreitung eigener Videos besser kontrollieren.

Auch die Sichtbarkeit des Standortes kann deaktiviert werden, damit der Aufenthaltsort nicht standardmäßig ausgelesen und anderen NutzerInnen mitgeteilt werden kann.

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, welche Videos in welcher Form veröffentlicht werden könnten. Zum Beispiel sollten keine Straßenschilder oder persönlichen Gegenstände im Video gezeigt werden und intime Inhalte vermieden werden.

Die Nutzung der App TikTok ist laut den AGB erst ab einem Alter von 13 Jahren erlaubt und ist nur mit Erlaubnis der Eltern zulässig. Jedoch wird dies bei der Anmeldung nur formell geprüft. Es findet keine Filterung des Videomaterials statt, sodass Kinder und Jugendliche auf ungeeignete Videoinhalte oder Songtexte stoßen können. Begleiten Sie Ihr Kind bei einer verantwortungsvollen Nutzung und klären Sie über mögliche Gefahren und Risiken auf. Es ist wichtig, dass Ihr Kind Sie als eine Ansprechperson wahrnimmt und sich bei Problemen an Sie wendet.

So erfreulich schmeichelhafte Kommentare unter den Videos sind, so verletzend können wiederum negative Kommentare sein. Dies kann auch schnell in Cybermobbing umschlagen. Überlegen Sie zusammen wie man auf unangebrachte Kommentare reagieren könnte oder sein Konto auf privat umstellt, um nur Nachrichten von Freunden zu erhalten.

Die App liest zahlreiche Daten aus und soll Nutzerdaten u.a. an Werbenetzwerke und Analysedienste übertragen. Die Datenschutzerklärung informiert verständlich aber unvollständig darüber, welche Daten erhoben und an welches andere Unternehmen sie weitergegeben werden. Einmal eingerichtete Konten können aktuell nicht gelöscht werden. Dies ist nur über eine Anfrage beim Kundensupport möglich.

Die auf TikTok verwendeten Lieder und Filmszenen sind urheberrechtlich geschützt. Das heißt man besitzt keine Rechte an den eigenen hochgeladenen Clips. Damit das Urheberrecht nicht verletzt wird, sollten daher die Videos nicht auf anderen Netzwerken oder in größeren Gruppen geteilt werden. Es sollten auch nur Songs und Töne genutzt werden, die in der App angeboten werden.

Hinter erfolgreichen TikTokerInnen stehen teilweise Sponsoren, die sie zum Beispiel mit Kleidung ausstatten. So erreichen sie direkt eine Zielgruppe und schaffen Markenbewusstsein. Erklären Sie Ihrem Kind, dass dies eine Form von Werbung ist. Auch die kurzen Clips mit Songausschnitten, nach denen so viele Jugendliche tanzen, sind vorteilhaft für die Künstler oder Musikbands, da ihre Musik dadurch populär wird.

Linkempfehlungen nach oben

TikTok richtig einstellen: handysektor.de

Wie funktioniert TikTok? schau-hin.de

Die App im Test: klicksafe.de

Tipps für die Kids: handysektor.de

0 Kommentare

Seite verschicken

Sie können einen Link auf diese Seite ganz einfach weiterschicken:

Hinweis: Keine der Daten, die du hier eingibst, werden dauerhaft gespeichert.

Erfahre mehr über das Thema Datenschutz!

Die so gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.