Kindgerechte Internetseiten

Kinder haben ein Recht auf Information und Kommunikation. Deshalb ist es wichtig, dass es qualitativ hochwertige Seiten für Kinder im Internet gibt. Am 21. Oktober ist Tag der Kinderseiten. Unter dem Motto "Internet für Kinder - So geht's!" wird die Kinderseitenlandschaft gefeiert und geehrt.

Wenn Kinder digitale Medien nutzen, sollten sie früh lernen, verantwortungsvoll damit umzugehen. Kinderseiten liefern eine Orientierung in der Welt der Medien und unterstützen Heranwachsende bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit, bei ihrer politischen Meinungsbildung und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen.

Was macht eine gute Kinderseite aus? nach oben

Gute kindgerechte Seiten legen Wert darauf, dass sie zur Medienerziehung beitragen, altersgerecht informieren und geschützte Möglichkeiten zur Kommunikation bieten.

Sie sind werbe- und gewaltfrei und sollten freien Zugang gewähren. Das heißt, es sollten keine Anmeldungen, Kosten oder Mitgliedschaften nötig sein, um an Informationen zu gelangen.

Kinderseiten müssen spannend und einfach zu bedienen sein. Es sollte je nach Altersgruppe die Lese- und Medienkompetenz berücksichtigt werden. Wichtig sind auch interaktive Elemente wie Spiele, Rätsel, Bastelanleitungen und Spielideen, die die digitalen Angebote verlängern.

Linktipps:

kika.de entdecken nach oben

Entsprechend seines Programmauftrages stellt KiKA, so wie im linearen Fernsehprogramm, auch Online umfassende Angebote zur Information, Bildung, Beratung, Kultur und Unterhaltung bereit. Seine Inhalte zeichnen sich durch vielfältige journalistische Formen und pädagogische Standards aus.

Die Kinder finden interaktive Onlineangebote wie Spiele oder Mitmachangebote, die an Sendungen oder programmbezogene Themen gebunden sind. Sie finden interessante Hintergrundinformationen und werden darüber hinaus durch Mal- und Bastelangebote angeregt, sich offline, außerhalb des digitalen Erlebens, mit den gesehenen Inhalten zu beschäftigen.

kikaninchen.de erkunden nach oben

Kikaninchen.de bietet den jüngsten Mediennutzern einen geschützten Raum, in dem sie spielen, lernen, ihre eigenen Ideen entwickeln und sich bei ihren ersten Erfahrungen mit interaktiven Angeboten ausprobieren können.

Einfache Symbolsprache und simple Navigation per Mouse oder Touch auf mobilen Geräten ermöglichen es den Jüngsten, das Online-Angebot selbst ohne Lesekenntnisse intensiv zu nutzen.

Informationen werden auditiv als gesprochener Text und visuell als Bild oder Animation präsentiert, sodass die Kinder schrittweise durch die Vorschulseiten geführt werden.

Öffentlich-Rechtliche Kinderangebote:


Weitere Angebote:

  • Seitenstark - Zusammenschluss von über 60 Kinderseiten mit Angeboten zu verschiedenen Themen und Spielen für Kinder
  • hanisauland - Politik für Kinder erklärt: aktuelle Nachrichten, Comics, Lexikon und mehr
  • blindekuh - Suchmaschine für Kinder
  • Kinderzeitmaschine - Geschichte für Kinder erklärt
  • Kindersache - Angebot des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. extra für Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren,  Informationen rund um die Rechte von Kindern

Medienkompetenz im digitalen Zeitalter - Ein Interview mit Prof. Andreas Büsch nach oben

Prof. Andreas Büsch ist Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Katholischen Hochschule Mainz und Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz.

Warum sind Kinderseiten wichtig für die Entwicklung von Medienkompetenz?

Professor Büsch meint, dass es seit Jahren selbstverständlich sei, dass Kinder das Netz, Apps und Messenger-Dienste nutzen, teilweise auch schon in einem jüngeren Alter als angedacht. Es sei also keine Frage, ob Medienbildung auch schon mit den Jüngsten betrieben werden soll, sondern wie.

Professor Büsch freut sich über jedes Engagement, das dazu beiträgt, dass Kinder gut mit digitalen Medien und dem Netz aufwachsen können. Dafür werden auch kindgerechte Seiten von Einrichtungen geprüft.

Können Sie ein paar konkrete Beispiele nennen?

Der Erfurter Netcode beispielsweise prüft Seiten und verleiht an jene Siegel, auf denen Kinder nicht mit Inhalten konfrontiert werden, die sie überfordern, verstören oder verängstigen, so Prof. Büsch.

Ziel des Vereins: Der Verein fördert die Qualität von Kinderseiten im Internet und vergibt das anerkannte Qualitätssiegel ‚Erfurter Netcode’ für herausragende Internetangebote für Kinder. Ziel des Netcode-Siegels ist es, den Anbietern eine imagewirksame Orientierung zu bieten, den Eltern gute und sichere Internetseiten für ihre Kinder zu empfehlen und den Kindern kindgerechte und interessante Seiten zu öffnen sowie einen breiten Diskussionsprozess mit Anbietern, Nutzern, Eltern, Pädagogen und der interessierten Öffentlichkeit über die Kriterien von qualitätsvollen Angeboten für Kinder zu führen.

erfurter-netcode.de

Zudem berichtet Prof. Büsch, dass es eine Reihe von kindgerechten Suchmaschinen wie fragFINN und Blinde Kuh gibt, auf denen Kinder gut aufbereitete altersangemessene Inhalte finden können.

Haben Sie Tipps, wie Eltern ihre Kinder an Medien heranführen können?

Professor Büsch findet es wichtig, dass Eltern die Medien nicht als Lückenfüller oder Ersatz für Zuwendung benutzen. Je jünger die Kinder sind, desto mehr sollten die Eltern im Kontakt sein, mit dem, was sich ihre Kinder anschauen. Beim gemeinsamen Gucken könnten Eltern schneller mitbekommen, wenn etwas unangemessen oder komisch ist, so Büsch.

Kinder an Medien heranzuführen, heißt nicht nur, dass Medien gut oder schlecht sind, sondern, dass man gemeinsam Medieninhalte als Teil der Lebenswelt entdecken lernt, darüber in Kontakt ist und darüber spricht.

Prof. Andreas Büsch

Kommentar verfassen

Hinweis: Keine der Daten, die du hier eingibst, werden dauerhaft gespeichert.

Erfahre mehr über das Thema Datenschutz!

Diese Felder müssen ausgefüllt werden. Alle anderen Angaben sind freiwillig. Wenn wir Ihnen antworten sollen, bitte E-Mail-Adresse angeben.

0 Kommentare