Erziehung

Rituale in der Advents- und Weihnachtszeit

Rituale im Alltag

Sie sind viel mehr als nur Gewohnheiten: Rituale wie das gemeinsame Frühstück am Morgen, die tägliche Gute-Nacht-Geschichte oder der Filmabend am Wochenende stärken Familien, geben Halt und beugen Stress vor. Sie helfen Kindern ihren Alltag zu strukturieren und bieten so Orientierung und Sicherheit. Gerade für Familien sind gemeinsame Rituale wichtig. Eine gemeinsame Mahlzeit beispielsweise, schafft Raum und die Möglichkeit sich über die Erlebnisse des Tages auszutauschen. So stärken Rituale ein Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft.

"All die Jahre wieder..."

Die Advents- und Weihnachtszeit ist randvoll mit wunderbaren Ritualen, die oft weit über die Kindheit hinaus Bedeutung haben. Dabei ist es von Familie zu Familie ganz unterschiedlich. Bei den einen beginnt die Weihnachtszeit damit, dass Plätzchen gebacken und Geschenke gebastelt werden. Andere putzen die Schuhe für den Nikolaus oder schneiden den Barbarazweig. Wunschzettel werden geschrieben und Weihnachstpost auf den Weg gebracht.

Aber Rituale bergen auch Gefahren. Wenn sie nur noch zur reinen Pflicht werden, verlieren sie ihre Wirkung und bedeuten im schlimmsten Fall eher Stress als Freude. Wenn man es jedem Recht machen möchte, kann die Weihnachtszeit zu der stressigsten Zeit des Jahres werden. Dabei sollte es gerade die Zeit der Besinnlichkeit und Ruhe sein. Daher: Weniger ist hier oft mehr.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Sie müssen nicht alle Weihnachtsrituale und Traditionen übernehmen. Oder schaffen Sie sich ihre eigenen Rituale. Stöbern Sie in ihrem Gedächtnis: Was haben damals ihre Eltern mit Ihnen gemacht? Gibt es Rituale, die Sie für ihre Familie übernehmen können? Lassen sich vielleicht altbekannte Rituale mit neuen verbinden?

Achten Sie darauf, dass alle ihre Lieben im Fokus stehen. Schauen Sie, dass Kinder in der Vorbereitung aufs Weihnachtsfest mit einbezogen werden können, egal ob beim Plätzchen backen oder gemeinsamen Weihnachtschmuck basteln. Denn darauf kommt es in der Weihnachtszeit an.

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Adventskalender

Nichts repräsentiert den Countdown bis Heiligabend so gut wie ein Adventskalender. 24 Türchen warten darauf geöffnet zu werden und hinter jeden von ihnen einen neue Überraschung. Neben den traditionellen aus Schokolade gibt es auch Alternativen. Beispielsweise kann man jeden Tag eine weihnachtliche oder winterliche Kurzgeschichte vorlesen.

Wunschzettel

Jedes Kind schreibt gerne Wunschzettel. Damit der Wunschzettel sicher und rechtzeitig bei der richtigen Person ankommt, wird der Wunschzettel am besten am Nikolausabend in den Schuhe gelegt und der Nikolaus bringt ihn dann zur richtigen Person.

Gemeinsam das Jahr Revue passieren lassen

Die Adventszeit bietet eine wunderbare Gelegenheit in Erinnerungen zu schwelgen. Setzten Sie sich mit Ihrer Familie zusammen und begeben Sie sich auf eine gemeinsame Zeitreise. Jedes Familienmitglied bekommt nun die Möglichkeit seinen schönsten Moment nochmal den anderen zu erzählen. Ob es der Kindergeburtstag, die Einschulung oder der gemeinsame Familienurlaub war, jeder schildert sein persönliches Highlight und lernt so nochmal die schönen Momente des Lebens wertzuschätzen. Außerdem schafft dieses Ritual einen Moment der Ruhe, etwas was in dieser Zeit des Jahres nicht zu kurz kommen sollte. Fotos oder andere Gegenstände können dieses gemeinsame Erinnern unterstützen.

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