Umgang mit mobilen Medien

Medienerziehung

Umgang mit mobilen Medien

Handys und Tablets sind kaum mehr aus dem Leben wegzudenken. Durch mobiles Internet und App-Anwendungen gibt es grenzenlose Nutzungsmöglichkeiten. Doch wie können Kinder davon bestmöglich profitieren? Und welche Gefahren gibt es zu beachten?

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Das Tablet ist inzwischen zum Familiengerät geworden. Smartphones dagegen werden eher individualisiert genutzt.* Eltern und Jugendliche wollen stets erreichbar sein und geben das Gerät deshalb kaum aus der Hand. Ab vier Jahren steigt das Interesse der Jüngsten kontinuierlich an. Zum 6. Lebensjahr sind es bereits 40 Prozent der Kinder, die das Smartphone nutzen**. Sie können vorrangig damit spielen, Videos anschauen oder Musik hören.

19 Prozent der Achtjährigen besitzen bereits ein eigenes Smartphone.** Oft ist es nur die hilfreiche Kontroll- oder Ortungsfunktion, die Eltern veranlassen, den Wünschen ihrer Kinder nachzugeben. Unter Schulfreunden ist es schon Status geworden: Ein Handy mit Zusatzfunktionen und Internetanschluss, damit man sich gegenseitig die digitalen Errungenschaften präsentieren kann. Und nicht viel später möchte man sich erfolgreich im sozialen Netzwerk präsentieren.  

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Von vielen Seiten gibt es mittlerweile Unterstützung in Form von Materialien, Internetangeboten und Bildungseinrichtungen. Trotzdem bleibt die Medienerziehung die zentrale Aufgabe der Eltern. Der Gebrauch von modernen Medien in der Familie sollte gelenkt und reguliert werden. Dabei ist es wichtig, die neuen Medien weder komplett zu verteufeln noch den Kindern freie Hand bei der Nutzung zu lassen. Die mobile Mediennutzung sollte zudem stets in einem gesunden Gleichgewicht zu anderen Freizeitmöglichkeiten stehen.

  • Machen Sie sich Ihrer Vorbildfunktion bewusst
  • Gemeinsame Nutzungsregeln in der Familie besprechen
  • Medienfreie Zeiten vereinbaren
  • Regelmäßig Sicherheitseinstellungen und Datenschutz überprüfen
  • Klein- und Vorschulkinder nicht allein nutzen lassen
  • Bei älteren Kindern immer wieder interessiert nachfragen  
  • Gemeinsam neue Anwendungen, Funktionen oder Spiele ausprobieren

Bevor Sie Ihr Kind an Smartphones und Tablets heranlassen, fragen Sie sich zunächst, wie Sie selbst mit digitalen Medien und mobilen Geräten umgehen. Machen Sie sich Ihre persönliche Einstellung bewusst. Sie sind Vorreiter und Vorbild für Ihr Kind.

Besprechen Sie gemeinsam in der Familie, welche Mediennutzungsregeln Ihnen in Bezug auf Bedeutung, Prioritäten sowie Dauer wichtig sind. So lernt Stück für Stück auch Ihr Kind, die Geräte ausgewogen zu integrieren. Vereinbaren Sie dabei auch freie Zeiten, in denen sie gemeinsam auf moderne Medien verzichten, unerreichbar für Störungen sein möchten. Nehmen Sie diese Zeiten ernst und praktizieren Sie sie regemäßig in Form von gemeinsamen Essen, Familienausflügen oder ähnlichem.

Bereiten Sie das jeweilige Tablet oder ein internetfähiges Handy gut vor, bevor es Ihr Kind benutzt! Sicherheitseinstellungen und Datenschutz sollten auf dem neuesten Stand sein. Überprüfen Sie die Einstellungen gemeinsam in regelmäßigen Abständen. Manchmal ändern die Betreiber ohne Nachfrage frühere Eingaben.

Wenn Klein- und Vorschulkinder Ihr Handy oder Tablet in die Hand bekommen, lassen Sie sie damit nicht allein. Sie könnten auf ungeeignete Inhalte stoßen, die Angst machen. Bei älteren Kindern, die schon eigene Geräte besitzen, sollten Sie immer wieder interessiert nachfragen. Wenn Sie dabei einen kontrollierenden oder fordernden Ton vermeiden können, vergrößert das die Chance, dass sich die Heranwachsenden öffnen. So berichten die Kinder vielleicht regelmäßig von interessanten oder beängstigenden Begebenheiten. 

Probieren Sie immer gemeinsam und mit Interesse neue Anwendungen, Funktionen oder Spiele aus. Oder lassen Sie sich neue Funktionen von Ihrem Heranwachsenden erklären. Nehmen Sie gemeinsam die negativen Eindrücke und Gegebenheiten unter die Lupe.

Linkempfehlungen nach oben

Kindersicheres Smartphone: internet-abc

Smartphones und Kinder: klicksafe.de

Smartphone-Neuigkeiten für Pädagogen: handysektor.de

Smartphone und Tablet sicher nutzen: schau-hin.de


Quellen:
*DJI, Beobachtungsstudie „Apps auf Smartphone und Tablets für Kinder“ 2014
**DIVSI U9-Studie 2015, Kinder in der digitalen Welt (S. 59)
***miniKIM-Studie 2014

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