Instagram

Bei Instagram findet man Fotos von allen Ereignissen, die andere in ihrem Alltag bewegen. Besonders ist, dass Freunde direkt reagieren können und viele berühmte Persönlichkeiten Einblick in ihr Leben geben. Was fasziniert Kinder an Instagram und worauf sollten Eltern achten?

Instagram ist eine kostenlose Fotocommunity-App, mit der man Fotos und Videos aufnehmen, bearbeiten und mit seinen Abonnenten oder Freunden teilen kann. Die Beiträge der Freunde können kommentiert, geliked und geteilt werden. Mit Instagram können die Nutzer auch eigene Fotos oder Videos hochladen und Stories erstellen, die für 24 Stunden für die eigenen Abonnenten sichtbar sind und die danach auf dem Profil in „Highlights“ gespeichert werden können. Instagram besitzt zudem eine Messenger-Funktion, mit der Textnachrichten, Sprachmemos, Fotos oder auch Beiträge anderer Nutzer versendet werden können. Die App wurde ausschließlich für die mobile Nutzung programmiert.

Instagram im Überblick nach oben

Instagram gehört zu Facebook und die Kritik am sozialen Netzwerk ist groß, weil dort zum Teil ein ungesundes Körperbild, Schönheitswahn und ein Hang zum Perfektionismus vermittelt werden. Die Metadaten der Nutzer werden zudem für Werbezwecke genutzt.

  • Instagram gehört zu Facebook.
  • Das Mindestalter liegt laut Nutzungsbedingungen bei 13 Jahren.
  • Die Anmeldung ist mit einer E-Mail-Adresse und einem Nutzernamen möglich.
  • Instagram belegt Platz 2 der beliebtesten Online-Angebote für Jugendliche.*
  • Nach Whatsapp ist Instagram auf Platz 2 der wichtigsten Apps von Jugendlichen.*
  • Instagram wird von 72% der zwölf- bis 19-jährigen mindestens mehrmals pro Woche genutzt.*
  • Die Beliebtheit von Instagram steigt in der Altersgruppe mit zunehmendem Alter an: 54% der zwölf- bis 13-jährigen, 68% der 14- bis 15-jährigen und 83% der 18- bis 19-jährigen nutzen Instagram regelmäßig.
  • Die App ist bei Mädchen besonders beliebt: 78% der Mädchen nutzen Instagram täglich oder mehrmals pro Woche, bei den Jungen sind es 66%.
  • #Hashtags sind Schlagwörter zur Kategorisierung und Verknüpfung von Inhalten
  • Das sogenannte „Selfie“, also ein Selbstportrait, ist durch Instagram berühmt geworden.
  • "Influencer" erzielen auf Instagram große Reichweiten und verdienen mit Werbung viel Geld.

Funktionen im Überblick nach oben

  • Beiträge: Fotos oder Videos, die man zusammen mit einem Text hochladen kann und danach fest im Profil verankert sind. Diese werden im sogenannten Feed angezeigt.
  • Stories: Fotos oder Videos (max. 15 Sekunden), die nur maximal 24 Stunden online einsehbar sind.
  • Reels: kurze Videos (max. 15 Sekunden) mit Ton und Effekten.
  • IGTV-Live: Live-Funktion innerhalb der Instagram Stories, die besonders bei Influencern beliebt ist, um mit den Follower*innen direkt kommunizieren zu können.
  • Guides: inhaltliche Präsentation von verschiedenen Inhalten, die an einen Blog-Beitrag erinnern.

Tipps zum Umgang mit Instagram nach oben

  • Sicherheits-Check: Eltern legen am besten gemeinsam mit ihrem Kind das Benutzerkonto an und richten die Privatsphäre-Einstellungen ein: Profil auf privat stellen, denn öffentliche Profile sind für jeden Internetnutzer sichtbar.
  • Regeln zur Orientierungen: Stellen Sie klare Regeln auf, was Ihr Kind posten darf und was nicht.
  • Risiken erklären: Klären Sie ganz offen über mögliche Gefahren wie Cybermobbing, Belästigung, verstörende Inhalte etc. auf. Zeigen Sie, wie Nachrichten ignoriert und andere Nutzer geblockt werden können.
  • Ansprechpartner*in sein: Offenheit und Interesse für das Interesse des Kindes an Instagram schafft Vertrauen: schauen Sie z.B. zusammen die Postings an
  • Reflexion anregen: Viele Inhalte auf Instagram sind geschönt, bearbeitet und verkörpern ein unerreichbares Schönheitsideal. Besonders Influencer vermitteln mit ihren Beiträgen eine geschönte Realität. Klären Sie Ihr Kind auf, dass Inhalte oft nicht der Realität entsprechen. Ermutigen Sie Ihr Kind zur Selbstliebe und Akzeptanz des eigenen Körperbildes.
  • Sprechen Sie dabei auch über Werbung und Product Placement auf Instagram und erklären Sie, wie Influencer mit ihren Beiträgen Geld verdienen und wie man diese Beiträge als Werbung erkennt.
  • Informieren Sie Ihr Kind zum Thema Urheberrechte und das Recht am eigenen Bild. Nicht jedes Bild darf bei Instagram veröffentlicht werden.

Influencer Marketing, Werbung und Produktplatzierung

Instagram ist eine beliebte Plattform für Influencer*innen – das sind Meinungsmacher*innen mit hoher Reichweite, also besonders vielen Follower*innen in sozialen Netzwerken wie Instagram. Unternehmen und Marken nutzen diese Bekanntheit von Influencer*innen, um ihre eigenen Werbe- und Kommunikationsziele zu erreichen.
In der Regel sollen mit Influencer Marketing Produkte verkauft oder eine Marke bekannter gemacht werden. Influencer machen dann z.B. ein Produkt zum Gegenstand ihres Instagram-Beitrags und empfehlen es der Zielgruppe zum Kauf. Für diese "Kooperation" mit dem Unternehmen bekommen Influencer*innen ein Honorar. Da es sich also bei Influencer Marketing um eine Form der Werbung handelt, muss diese auch als solche gekennzeichnet werden. Oftmals wird bei Instagram durch Hashtags wie #sponsored, #werbung oder #anzeige ausgedrückt, dass es sich bei dem Posting oder der Story um ein Werbeposting handelt.
Mehr Informationen zur Kennzeichnung von Werbung in Social Media finden Sie auf der Webseite der Medienanstalten.

Öffentliche Profile sind für jeden Internetnutzer sichtbar und können über gängige Suchmaschinen gefunden werden – ein veröffentlichtes Bild ist schwer zu kontrollieren. Kinder sollten ihr Profil am besten auf privat stellen. So können nur bestätigte Abonnenten die Fotos anschauen. Unerwünschte Abonnenten können Ihre Kinder blockieren.

Um die Nutzer*innen auf Instagram zu schützen, bietet die App verschieden Einstellungen zur Privatsphäre und zu Autorisierungen: Es ist möglich, das Profil auf privat zu schalten, sodass die Inhalte nur für bestätigte Follower*innen zugänglich sind. Außerdem gibt es eine Reihe von Melde- und Blockierungsmöglichkeiten: bestimmte Inhalte und Nutzerprofile können gemeldet werden, zudem können auch einzelne Profile blockiert werden. Es besteht die Möglichkeit, Nachrichten "stummzuschalten" oder Gruppenbenachrichtigungen auszuschalten. Teilweise können diese Einstellungen aber nur über den Zugang über die Webseite geändert werden. Eltern sollten diese Möglichkeiten kennen und mit ihren Kindern darüber sprechen.

Falls Sie als Elternteil selbst Nutzer von Instagram sind, dann sollten sie mit gutem Beispiel voran gehen, was die Nutzungsdauer der App und die Veröffentlichung von Bildern und Videos angeht.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind auch über Urheberrechte und das Recht am eigenen Bild. Alle Personen, die auf einem veröffentlichten Bild zu sehen sind, müssen der Veröffentlichung zugestimmt haben. Postet man ein Bild, das einer anderen Person gehört, muss diese der Veröffentlichung zustimmen.

Viele Stars und Personen der Öffentlichkeit nutzen Instagram, um aus ihrem Leben zu berichten. Auch bekannte "Influencer" zeigen auf Instagram ihren Alltag und berichten über neue Produkte, Marken oder Dienstleistungen. Hinter ihnen stehen oftmals Unternehmen oder Marken, die auf diese Weise ihre Produkte bekannt machen oder den Verkauf anregen wollen. Machen Sie Ihre Kinder darauf aufmerksam, dass dies Werbestrategien und Influencer damit Geld verdienen.

Auch Cybermobbing findet bei Instagram statt. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es selbst keine Bilder veröffentlicht, die von jemand anderem nachteilig verwendet werden könnten und besprechen Sie, dass man jenes nicht mit Bildern oder Nachrichten von anderen machen darf.

Auf der Plattform finden sich auch Inhalte, die ein bestimmtes Schönheits- und Körperideal vermitteln oder sogar Essstörungen romantisieren. Auch hier können Sie aufklären und Ihrem Kind ein positive Einstellung zum eigenen Körper vermitteln. Bei Essstörungen sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen und mit Expert*innen sprechen. Informationen zu Essstörungen und Beratungsangebote finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Linkempfehlungen nach oben

Leitfaden zu den Privatsphäre-Einstellungen
saferinternet.at

Informationen zum Urheberrecht
handysektor.de

Informationen zum Persönlichkeitsrecht
handysektor.de

Informationen und Tipps zum Umgang mit Instagram
klicksafe.de

Informationen zur Kennzeichnung von Werbung in Social Media
Webseite der Medienanstalten

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Stand: 26.10.2021, 15:04 Uhr