Outdoorspiele

Ab in die Natur- Ideen für draußen

Toben, verstecken spielen oder auf Bäume klettern - die Natur bietet zahlreiche Spielmöglichkeiten für Kinder. Was auf Erwachsene leicht wirkt, ist sehr wichtig für die erfolgreiche und gesunde kindliche Entwicklung. Hier findet ihr Spieltipps, die zum Draußen spielen anregen.

Draußen spielen ...

...macht stark: Beim Spielen an der frischen Luft verbessern Kinder ihre motorischen Fähigkeiten. Es fördert die Beweglichkeit, den Gleichgewichtssinn und die Balance. Außerdem steigert es das Durchsetzungsvermögen.

...macht gesund: Es stärkt das Immunsystem. Kinder, die häufiger an der frischen Luft und in der Natur sind, haben seltener Allergien und beugen verschiedene Erkrankungen vor.

So viel Bewegung brauchen Kinder

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Kindern und Jugendlichen täglich mindestens 60 Minuten körperlich aktiv zu sein. Außerdem gilt: je mehr, desto besser!

...macht sozial: Beim gemeinsamen Spielen wird das Sozialverhalten der Kinder gefördert. Sie lernen dabei die Interaktion und das soziale Verhalten mit Gleichaltrigen, z.B. gegenseitige Rücksichtnahme

...macht kreativ: Frische Luft fördert die Fantasie der Kinder. Sie können im Garten oder im Wald ihren Vorstellungen freien Lauf lassen und machen das Gelände so zu einer geheimen Schatzinsel oder einem abenteuerlichen Dschungel.

...entspannt: Durch die frische Luft, die Aktivitäten und die viele Bewegung atmen Kinder mehr Sauerstoff ein. Das fördert die Energieverbrennung und hilft ihnen abends ausgepowert ins Bett zu fallen. Kinder schlafen so besser und früher ein.

Die Natur bietet ihnen für all diese Erfahrungen zahlreiche Möglichkeiten. Fangen spielen, schaukeln oder eine Schnitzeljagd - mit all den Aktivitäten arbeiten eure Kinder an ihrer körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung und der eigenen Persönlichkeit.

Spieltipps für draußen nach oben

Neben den Klassikern, wie verstecken oder fangen spielen, toben und Klettergerüste unsicher machen, sind hier einige kreative Tipps, die eure Kinder vielleicht noch nicht kennen.

Dabei ist es wichtig, dass ihr den Kindern nur Spielanregungen gebt und ihnen den Raum lasst, selbstbestimmt zu spielen. Sie sind von Natur aus neugierig, spontan und experimentierfreudig. Deshalb sollten sie möglichst viel selbst organisieren und strukturieren. Durch Impulse könnt ihr eure Kinder darin unterstützen.

2. Horch mal! Das geht ganz leicht. Schließt für mindestens zwei Minuten die Augen und horcht mal ganz genau hin. Die Natur bietet vielfältige Geräusche. Anschließend könnt ihr euch darüber austauschen, was habt ihr gehört und wie habt ihr das wahrgenommen.

3. Zapfenwerfen: Zwei bis drei Spieler stellen sich an einer Linie auf. Auf Kommando werfen sie ihre Zapfen so weit wie möglich in den Wald. Welcher Zapfen ist am weitesten geflogen? Danach sind die nächsten dran. Die Sieger aus allen Spielrunden treten im Finale gegeneinander an.

4. Waldmandala legen: Jeder bekommt ein Blatt und darf nun in den Wald losziehen und mit Blättern, Erde, Zweigen usw. ein Bild malen/ legen. Dann zeigt ihr euch gegenseitig eure Kunstwerke.

5. Körper malen: Eure Kinder legen sich in verschiedenen Positionen auf den Boden. Nun könnt ihr die Kontur ihrer Körper mit der Kreide nachziehen. Die Umrisse lassen sich schließlich mit Gesichtern, Kleidung und Frisuren füllen und färben. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen.

6. Box out: Dafür wird ein großes Quadrat auf den Asphalt gemalt und in 10x10 Quadrate unterteilt. Die Teilquadrate solltet ihr so groß machen, dass ein Kind darauf stehen kann. Jedes Kind beginnt in einer Ecke und bekommt ein Stück Kreide. Jetzt gehen die Kinder abwechselnd ein Quadrat weiter und streichen das Quadrat durch, von dem sie gerade kommen. Durchgestrichene Quadrate dürfen nicht mehr betreten werden. Kann ein*e Mitspieler*in nicht mehr auf ein anderes Quadrat ausweichen, scheidet diese*r aus. In der nächsten Runde könnt ihr dann Kreise statt dem X verwenden und so das Spielfeld ein zweites Mal nutzen.

Dieses Spiel ist einfach genug für jüngere Kinder, aber auch herausfordernd genug für ältere.

7. Komm mit, lauf weg: Ein Spiel, das blitzschnelle Reaktionen fordert. Die Mitspieler stellen sich in einem Kreis auf. Ein Kind wird bestimmt, das beginnen darf. Es geht um den Kreis herum. Dabei tippt es einem anderen Mitspieler auf den Rücken und ruft: „Komm mit!“ Nun versuchen beide schnellstmöglich um den Kreis herumzulaufen und die freie Lücke, in der das angetippte Kind stand, zu erreichen. Wer dies zuerst schafft, darf sich dort hinstellen.

Das andere Kind läuft danach weiter herum und tippt ein anderes Kind an. Haben die Mitspieler sich mit diesem Spielverlauf vertraut gemacht, kann man das Spiel noch etwas kniffliger machen. Das Spiel an sich bleibt das gleiche, nur statt „Komm mit!“ kann der Spieler ebenso „Lauf weg!“ rufen. Dabei läuft das erste Kind in seiner Richtung weiter und das angetippte Kind läuft in entgegengesetzter Richtung zur Lücke.

8. Flaschen-Kick: Es werden zwei Mannschaften gebildet, die auf dem Fußballplatz oder im Garten Fußball spielen. Doch statt der Tore am Ende des Spielfeldes, stehen dort sechs volle und offene Wasserflaschen. Die Spieler*innen müssen versuchen, die gegnerischen Flaschen umzuschießen, gleichzeitig aber auch eigene Flaschen so schnell wie möglich wieder aufzustellen. Die Mannschaft, dessen Flaschen als Erstes leer sind, haben verloren.

9. Den Weg würfeln: Ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß - bei diesem Mikroabenteuer geht es darum, direkt von der Haustür aus zu starten, ohne Ziel vor Augen. Allein der Würfel entscheidet. Würfelt ihr die Zahlen eins bis drei biegt ihr an der Kreuzung rechts ab. Bei den Zahlen vier bis sechs nach links. Hier wird sogar der Sonntagsspaziergang zu einem aufregenden Erlebnis für Groß und Klein.

10. Mini-Canyoning: Gerade, wenn es heiß ist, tut eine Abkühlung sehr gut. Gemeinsam könnt ihr einen flachen Fluss durchqueren oder einen Bachlauf durchwandern. Tipp: Je nach Boden und Steinen, könnt ihr Wasserschuhe hinzunehmen, damit sich eure Kinder nicht verletzen. Für kleinere Kinder ist es zudem ratsam, ein Seil zu spannen oder große Steine und Baumstämme als Brücke zu nutzen.

Stand: 02.06.2022, 16:19 Uhr