Lesen tut gut!

Lesen in der Weihnachtszeit

Auf der Couch, im Sitzsack oder im Bett – Lesen macht in der kalten Jahreszeit noch mehr Spaß und ist vor allem für Kinder besonders wichtig. Mit den KiKA Lesetipps wird das Vorlesen noch magischer und gemütlicher. Und unsere vier Buchempfehlungen für die Winter- und Weihnachtszeit könnt Ihr sogar im KiKA Fernsehprogramm wiederfinden.

Wie wichtig ist Vorlesen? nach oben

Mehrere Affen schauen in ein Buch. | Rechte: KiKA/2018 Igloo Productions Ltd.
Gif Affen lesen Affen schauen in ein Buch.

Eine Vorlesestudie der Stifung Lesen zeigt:

Rund ein Drittel aller Eltern lesen selten oder nie vor und haben eine sehr klassische Vorstellung vom Lesen, bei der das Kind still zuhören soll.

Vorlesen ist mehr! Gemeinsames Betrachten und Entdecken von Bildern, kleine Rätsel lösen und neugierig durch die Seiten blättern. Mit den Wörtern spielen, reimen, singen und lustige Stimmen imitieren - all das gehört zum Vorlesen.

Vorlesen schafft Vertrautheit und Geborgenheit. Das gilt nicht nur in der Adventszeit. Aber wenn es draußen kalt und stürmisch ist, liest es sich in der warmen Stube oder im kuscheligen Kinderzimmer natürlich besonders gut.

Beim gemeinsamen Lesen genießen Kinder die Zuwendung und Aufmerksamkeit ihrer Eltern. Eine Vorlesepause entschleunigt den wilden Alltag und gibt auch Erwachsenen die Möglichkeit, für eine Weile zu entspannen.

Es muss nicht immer der dickste Schmöker im Regal mit dem höchsten Bildungsanspruch sein. Lesen soll Spaß machen.

Schon 15 Minuten Lesepause am Tag machen einen Unterschied.

Die Fragen, die während des Vorlesens auftauchen, bringen Erwachsene mit ihren Kindern ins Gespräch. Sie zeigen, was die Kinder gerade beschäftigt und wo ihr Fokus liegt. Durch Bücher können Kinder ihre Alltagserlebnisse einordnen und reflektieren.

So stehen bald nicht nur die Abenteuer von Mumin, Paule oder Ben im Mittelpunkt, sondern auch Kita- oder Schulerlebnisse. Ängste, Sorgen oder negative Erfahrungen lassen sich in der geschützten Atmosphäre des Vorlesens besprechen und auflösen.

"Kinder, denen regelmäßig vorgelesen worden ist, lernen selbst leichter das Lesen, sie lesen später intensiver und lieber als Kinder ohne diese Erfahrung", sagt Simone Ehmig, Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen im Interview mit SPIEGEL online.

10 Tipps zum Vorlesen nach oben

Macht es euch bequem! Ob im Lieblingssessel oder in der Kuschelhöhle des Kinderzimmers – hauptsache Ihr und Eure Kinder fühlen sich wohl und können sich beim Vorlesen richtig gut entspannen. Auch Ihr als Eltern könnt die Zeit mit Euren Kleinen gut gebrauchen um zu entschleunigen und für eine Weile die To-Do-List zu vergessen. Zündet Kerzen oder eine Lichterkette an und legt leise Musik auf. Alles, was es kuschelig und heimelig macht, tut der Vorlesezeit gut und bringt Ruhe in den Alltag.

Beim Vorlesen geht es für Kinder auch um Nähe und Geborgenheit. Kinder werden beim Vorlesen gerne in den Arm genommen oder kuscheln mit ihren Geschwistern während sie den spannenden Geschichten lauschen.Die Nähe in der Familie ist sehr wichtig für Kinder. Kuschelt Euch ein, holt euch noch ein paar Plüschtiere heran und genießt das liebevolle Miteinander.

Auch wenn es manchmal anstrengend erscheint, zum vierten Mal dieselbe Seite vorzulesen oder gleich mehrere Seiten überspringen zu müssen - lasst eure Kinder das Tempo des Lesens bestimmen. Kinder sind kreativ, denken "outside the box" und bestehen nicht auf Regeln. Zu viel Struktur beim Vorlesen nimmt ihnen den Spaß an der Vorlesezeit. Lasst Euch auf das Lesetempo Eurer Kinder ein und Ihr werdet überrascht sein, wie lustig das werden kann.

Wie vorgelesen wird ist mindestens genauso wichtig wie was vorgelesen wird. Kinder lieben es, wenn Erwachsene sich beim Vorlesen richtig ins Zeug legen. Da werden Geräusche nachgemacht und die lustigsten Vorlese-Stimmen imitiert. Variiert die Lautstärke beim Vorlesen und baut Spannung auf. Je spannender und lustiger Ihr das Vorlesen gestaltet, desto mehr werden Eure Kinder die Geschichte lieben. Und Ihr mit Sicherheit auch.  

Euer Kind kann schon alleine lesen und soll ab sofort selbst seine Lieblingsbücher lesen? Selberlesen ist gut, aber auch Kindern, die selbst schon lesen können, darf ruhig noch vorgelesen werden. Behaltet dieses Familienritual so lange bei wie Eure Kinder es sich wünschen. Schafft Euch gemeinsame Momente als Familie.

Eure Kinder interessieren sich nur für Hexen, nur für den Weltraum oder Baggerfahrer*innen? Sie wollen immer wieder dasselbe Buch lesen? Berücksichtigt die Interessen Eurer Kinder und lest das vor, was sie sich wünschen. Es muss nicht immer pädagogisch besonders wertvoll sein, solange überhaupt gelesen wird. Natürlich könnt Ihr eurem Kind ein Buch aber auch schmackhaft machen. „Oh, die Geschichte würde ich gerne hören“ und „Das ist toll, das kenne ich sogar“ - solche Sätze machen kleine Leseratten mit Sicherheit neugierig.

Das Zuhörverhalten jedes Kindes ist unterschiedlich. Die einen lauschen still und gebannt, die anderen sind vielleicht sehr ungeduldig und stellen permanent Fragen. Achtet auf das Verhalten Eurer Kinder und integriert sie in den Vorleseprozess. Besonders neugierige Kinder dürfen vielleicht auch mal raten, was auf der nächsten Seite passiert. Bei ruhigen Kindern könnt Ihr eine Zwischenfrage stellen, um sicher zu sein, dass die Aufmerksamkeit noch da ist.

Lasst das Vorlesen zu einem regelmäßigen kleinen Familienritual werden. Egal ob vor dem Einschlafen, nach dem Kindergarten oder nach dem Abendessen. Integriert es in den Alltag und schafft dadurch feste Ruhephasen für Eure Kinder und euch selbst.

Tipp: Wer sich auf ein Buch vor dem Einschlafen freut, macht sich auch schneller bettfertig.

Gebt Euren Kindern während des Lesens, aber auch danach genügend Zeit um Fragen zu stellen. Sprecht über das Gelesene, erklärt einzelne Wörter, die Euer Kind womöglich noch nicht kennt. Erzählt selbst, was Euch an der Geschichte bewegt hat. Ein Austausch hilft Euren Kindern, das Gelesene zu verarbeiten.

Wenn Ihr einmal ein Buch lest, nutzt die Figuren und die Geschichte gerne im Alltag. Bezieht die Geschichte auf Alltagssituationen, die Ihr mit Euren Kindern erlebt und gebt Euren Kindern die Möglichkeit zur Wiedererkennung. Ein Buch, zu dem es eine Serie oder einen Film gibt, regt die Aufmerksamkeit Eurer Kinder zusätzlich an, schafft Verknüpfungspunkte und schafft einen stärkeren Bezug zum Gelesenen.

Ob Ben, Charlotte und Julebukk die Idee von Weihnachten retten werden, könnt Ihr mit Euren Kindern am 25.12.2021 bei KiKA sehen.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Cornelia Funke, die hier eine Geschichte über ein „nicht-kommerzielles“ Weihnachten erzählt. Dabei gelingt es Jung und Alt die kindliche Freude an Weihnachten zu bewahren und die ganze Familie auf dem Weg zum Weihnachtsfest zu verzaubern.

Das Buch "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" von Cornelia Funke liegt auf einem Holzbrett. Es ist blau mit gelber Schrift und ein Weihnachtsmann ist darauf zu sehen. Rund herum liegen Tannenzweige und Zapfen, sowie eine Lichterkette. Eine Schale mit Plätzchen und zwei Mandarinen liegen rechts daneben. | Rechte: Karolin rommeis
Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel Ein Buch von Cornelia Funke

Für den achtjährigen Ben steht das Weihnachtsfest unter keinem guten Stern. Doch plötzlich fällt ein Weihnachtsmann vom Himmel und direkt in sein Leben.

Niklas Julebukk ist der letzte echte Weihnachtsmann, der übrig ist, seitdem Waldemar Wichteltod das Weihnachtsland wie ein Wirtschaftsunternehmen führt. Julebukk hat eigentlich Berufsverbot, doch er will die alte Weihnachtsidee retten. Nun müssen Ben und das Mädchen Charlotte ihm helfen, damit den Kindern die Wünsche erfüllt werden, die sich nicht für Geld kaufen lassen.

Bei KiKA könnt Ihr ab 10.12.2021 täglich um 17:35 Uhr sowie auf kika.de und im KiKA-Player die Neuauflage „Mumintal“ des Zeichentrickklassikers „Die Mumins“ aus den 1990er Jahren sehen.  
Beide Fernsehauflagen basieren auf den Werken der skandinavischen Schrifstellerin Tove Jansson. Passend zu der Winter Weihnachtszeit schrieb sie das Buch „Die Mumis – Winter im Mumintal“. Darin wacht der kleine Mumin mitten in seinem Winterschlaf auf und kann nicht mehr einschlafen. Er klettert durch die Dachluke in eine verschneite Winterlandschaft und entdeckt dabei eine unbekannte Welt.

Das Buch ist ein literarisches Juwel voller Humor und Weisheit, das noch dazu herrlich in diese dunkle Jahreszeit passt.

Das Buch "Die Mumins- Winter im Mumintal" von Tove Jansson liegt auf einem Holzbrett. Es ist blau mit gelber Schrift und der nilpferdartige Mumintroll ist darauf zu sehen. Um das Buch herum liegen Tannenzweige und Zapfen, sowie eine Lichterkette. Eine große gebastelte Schneeflocke liegt rechts unten daneben. | Rechte: Karolin Rommeis
Die Mumins - Winter im Mumintal Ein Buch von Tove Jansson

Die Mumins und ihre Freunde und Nachbarn sind fantastische Wesen, die zusammen in einem schönen Tal wohnen. Ihre Geschichten handeln von Freundschaft, vom Zusammenleben und den Tücken des Alltags. Sie sind bevölkert von Fantasiewesen, wie Hemulen, Waldkindern und den Hatifnatten. Tove Janssons Geschichten aus dem Mumintal zeigen, was es heißt, verschieden zu sein und trotzdem friedlich beieinander zu wohnen.

Tomte Tummetott bietet einen herrlichen Bezug zu den Wichtelgeschichten im KiKA-Wichtel-Adventskalender oder den KiKA-Adventsgläsern mit 4 Wichtelbriefen. Auf unserer "Zeit für Wichtel"-Seite findet Ihr noch mehr Serien und Filme, in denen Wichtel eine Rolle spielen.

Das Buch Tomte Tummetott von Astrid Lindgren liegt auf einem Holzbrett. Rund herum liegen Tannenzweige und Zapfen, sowie eine Lichterkette. Eine rote Teetasse steht rechts daneben. | Rechte: Karolin Rommeis
Tomte Tummetott Ein Buch von Astrid Lindgren

Nicht ohne Grund gibt es viele Wichtel, die Tomte heißen. Astrid Lindgren hat die schwedische Sage um den Wichtelzwerg, der auf die Menschen und Tiere aufpasst, in einer Märchenerzählung zusammengefasst. Darin erzählt sie vom Wichtel mit der roten Mütze, der im Mondlicht umher wandert, und winzige Fußstapfen im Schnee hinterlässt. Er bewacht die schlafenden Menschen und die Tiere auf dem Hof, und erzählt ihnen vom Frühling, der bald kommen wird.

Das Buch ist durch seine großen Bilder und Wiederholungen besonders für Kleinkinder geeignet. Es zeigt auch, was es bedeutet, Geduld zu haben.

Am Heiligen Abend zeigt KiKA, dass jeder ein Engel sein kann. Diese universale Botschaft ist das Besondere an Kirsten Boies Geschichte auf Grundlage derer der Kurzspielfilm „Paule und das Krippenspiel“ entstanden ist. Auch in diesem Jahr zeigen wir am 24.12.2021 um 12:40 Uhr und nochmal um 20:40 Uhr das Krippenspiel bei KiKA.

Wer den Engel Letzten Endes spielen wird und wie das Krippenspiel von statten geht, seht Ihr am 24.12.2021 bei KiKA oder auf kika.de oder im KiKA-Player. Passend zu der Weihnachtszeit hat Kirsten Boies das Buch „So richtig schön Weihnachten“ mit 16 Weihnachtsgeschichten verfasst, das zur Einstimmung auf ein etwas anderes Weihnachten einlädt.  

Das Buch "So richtig schön Weihnachten" von Kirsten Boie liegt auf einem Holzbrett. Es ist blau mit roter Schrift und auf dem Buchcover schmücken Kinder zusammen mit ihrem Papa einen Weihnachtsbaum. Rund um das Buch liegen Tannenzweige und Zapfen, sowie eine Lichterkette. Eine rot glänzende Perlenkette sowie zwei Zimtstangen sind um das Buch gelegt. | Rechte: Karolin Rommeis
So richtig schön Weihnachten Ein Buch von Kirsten Boie

"So richtig schön Weihnachten" erzählt 16 Weihnachtsgeschichten, in denen die Kinder aus dem Möwenweg und Ritter Trenk vorkommen. Eine Geschichte dient als Vorlage für den KiKA Kurzfilm "Paule und das Krippenspiel". Darin möchte eine Schulklasse das traditionelle Krippenspiel aufführen. Die Kinder sind sich schnell einig, dass der schwarze Paule den ebenso schwarzen Kasper, einen der Heiligen drei Könige, spielen soll. Doch das sieht Paule anders.

Diese und viele weitere Geschichten von Kirsten Boie zeigen, wie verschieden und trotzdem gleich Kinder sein können und um was es Weihnachten wirklich gehen sollte.

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Stand: 23.11.2021, 16:28 Uhr