Das Hexenwochenende

Auf die Besen, hex und los!

Das Hexenwochenende

Vom 25. bis 27. Oktober 2019 waren bei KiKA und im ZDF die Hexen los!

Am Wochenende vor Halloween machten zwei beliebte Hexen gemeinsame Sache: Bibi Blocksberg und eine lausige Hexe, Mildred Hoppelt, hexten sich durchs Angebot von KiKA und ZDF. Von Freitag bis Sonntag hieß es beim gemeinsamen Programmschwerpunkt: „ Auf die Besen, hex und los!“.

Faszination Hexen

Der vermeintliche Zauberspruch "hocus, pocus, fidibus" ist eine Neuschöpfung des 17. Jahr-hunderts. Die lateinisch klingenden Worte haben keinerlei Bedeutung.

Sie reiten auf Besen, treffen sich in der Walpurgisnacht zum Hexentanz auf dem Blocksberg, machen mit dem Teufel gemeinsame Sache und können mit ihrer Zauberkraft allerhand anrichten: Hexen! Faszinierend und gruselig zugleich. Doch warum ist das eigentlich so?

Ein uralter Glaube, Hexen könnten mit ihrem Zauber Schaden anrichten, zieht sich durch alle Kulturkreise und Zeiten. Die Angst vor dunklen oder bösen Mächten und damit auch vor unheilbringender Zauberei findet sich in Schriften von Gelehrten, uralten Sagen, Geschichten, Gedichten und Märchen. Immer wieder wird beschrieben, wie Hexen oder Zauberer Unheil in die Welt bringen und zum Beispiel durch magische Sprüche, Flüche oder gar dem bösen Blick andere Menschen negativ beeinflussen.

Hexen in Märchen

Hexen, wie wir sie aus vielen Märchen der Brüder Grimm kennen, können Kindern Angst machen: sie sind hässlich, böse und gemein. Kinder begegnen Hexen häufig das erste Mal, wenn sie ein Märchen vorgelesen bekommen. Das in diesem Zusammenhang in Deutschland wohl bekannteste Märchen ist "Hänsel und Gretel" und die Geschichte ist gruselig: Eine Hexe lockt zwei Kinder, die von den Eltern im Wald ausgesetzt wurden, in ihr Haus mit dem Ziel, sie zu mästen und zu essen.

Kindliche Ängste

Für Kinder scheint besonders zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr alles möglich zu sein: Monster, Geister, Gespenster und ähnliche Fantasiegestalten spielen im Alltag eine Rolle. In der kindlichen Vorstellung ist es absolut realistisch, dass die böse Hexe oder der böse Wolf aus dem Märchen tatsächlich irgendwo in der Dunkelheit des nächtlichen Kinderzimmers lauern. Hier hilft es Kindern, nicht allein zu sein und Sie als Eltern in der Nähe zu wissen.

Helfen Sie Ihrem Kind, mit den Ängsten fertig zu werden!

Wenn Kinder Angst haben und die Nähe der Eltern suchen, dann geschieht dies nicht, um ein bestimmtes Verhalten zu erzwingen. Vielmehr sind Kinder in Momenten der Angst fest davon überzeugt, dass tatsächliche Gefahren auf sie lauern. Im Grundschulalter nehmen die Ängste vor Fantasiegestalten dann in der Regel wieder ab.

  • Nehmen Sie die Ängste Ihres Kindes ernst und sprechen Sie mit ihm darüber.
  • Nehmen Sie sich Zeit und zeigen Sie Verständnis.
  • Machen Sie sich nicht über die Ängste Ihres Kindes lustig.
  • Vermeiden Sie Aussagen wie „Du brauchst doch keine Angst zu haben.“ oder „Das bildest du dir nur ein, da ist doch gar nichts.“
  • Geben Sie Ihrem Kind das sichere Gefühl, dass Sie im Notfall in der Nähe sind.
  • Loben Sie Ihr Kind für mutiges Verhalten.
  • Lassen Sie sich nicht von der Angst anstecken. Bleiben Sie gelassen.

Böse Hexe? Gute Hexe!

Als Kinderschreck hat die tradierte, böse Hexe bis weit ins 20. Jahrundert effektive Erziehungsarbeit geleistet. So konnten Eltern mit Bezug darauf zu ihren Kindern sagen: Geh' nicht in den Wald, sprich nicht mit Fremden, fass das nicht an, nimm das nicht in den Mund und wenn es Dunkel wird, bist du wieder zu Hause. Erst in der Neuzeit ist aus der vermeintlich bösen Hexe eine gute Hexe geworden. Bestes Beispiel: Bibi Blocksberg.

Bibi Blocksberg erlebt jede Menge Abenteuer. | Rechte: ZDF/KIDDINX Studios GmbH
Bibi Blocksberg Bibi Blocksberg erlebt jede Menge Abenteuer.

Die Hexe Bibi Blocksberg wurde 1980 erfunden. Zuerst als Hörspielserie unter dem Namen "Eene meene Hexerei" veröffentlicht, wurde die Serie bereits nach sieben Folgen in "Bibi Blocksberg" umbenannt.
Ab 1997 entstanden die ersten Zeichentrickfilme mit Bibi Blocksberg. "Bibi und Tina" wurde als Ableger der Serie "Bibi Blocksberg" im Jahr 2004 erstmals im ZDF ausgestrahlt. 2014 kam schließlich die erste Realverfilmung von "Bibi & Tina" in die Kinos. Es sollten drei weitere folgen.

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