Programmschwerpunkt 2021

"Magische Freundschaften" – Das Hexenwochenende im Herbst

Pünktlich zu Halloween feiern KiKA und ZDF am 30. und 31. Oktober ein Hexenwochenende. Unter dem Motto "Magische Freundschaften" zeigen wir in Filmen und Serien, dass Hexen nicht nur zaubern, sondern auch richtig gute Freundinnen sein können. Außerdem geben wir Tipps, wie ihr euren Kindern die Angst vor magischen Gestalten nehmen und sie beim Schließen von Freundschaften unterstützen könnt.

Das Programm am Hexenwochenende nach oben

Unter dem Motto „Magische Freundschaften“ können sich Fans von Hexen und magischen Geschichten auf viele Abenteuer von Bibi Blocksberg und ihren Freund*innen freuen. Am Samstag sind bei KiKA "Bibi und Tina" ab 12 Uhr in drei Folgen der Zeichentrickserie zu sehen, bevor es im SamstagsKINO dann heißt: "Bibi & Tina - Mädchen gegen Jungs". Mehr Serienabenteuer der beliebten Hexe aus Neustadt stehen ab 15 Uhr auf dem Programm.

Am Sonntag runden ab 13:30 Uhr der Film „Bibi & Tina – Tohuwabohu total“ und weitere turbulente Abenteuer aus der Serie „Bibi Blocksberg“ das Hexenwochenende ab.

Die Serien

Bibi und Tina (empfohlen ab 6 Jahren)

Die Freundinnen Bibi und Tina reiten auf ihren Pferden Amadeus und Sabrina und erleben zusammen jede Menge Abenteuer auf dem Martinshof.

Bibi Blocksberg (empfohlen ab 6 Jahren)

Um einen schnellen Hexspruch ist Bibi nie verlegen. Doch weil sie das Hexen noch lernen muss, kommt es immer mal wieder zu Pannen.

Die Filme

Gruselig und anziehend zugleich: Faszination Hexen nach oben

Der vermeintliche Zauberspruch "hocus, pocus, fidibus" ist eine Neuschöpfung des 17. Jahrhunderts. Die lateinisch klingenden Worte haben keinerlei Bedeutung.

Sie reiten auf Besen, treffen sich in der Walpurgisnacht zum Hexentanz auf dem Blocksberg, machen mit dem Teufel gemeinsame Sache und können mit ihrer Zauberkraft allerhand anrichten: Hexen sind faszinierend und gruselig zugleich. Doch warum ist das eigentlich so?

Ein uralter Glaube, Hexen könnten mit ihrem Zauber Schaden anrichten, zieht sich durch alle Kulturkreise und Zeiten. Die Angst vor dunklen oder bösen Mächten und damit auch vor unheilbringender Zauberei findet sich in Schriften von Gelehrten, uralten Sagen, Geschichten, Gedichten und Märchen. Immer wieder wird beschrieben, wie Hexen oder Zauberer Unheil in die Welt bringen und zum Beispiel durch magische Sprüche, Flüche oder gar dem bösen Blick andere Menschen negativ beeinflussen.

Hexen in Märchen

Hexen, wie wir sie aus vielen Märchen der Brüder Grimm kennen, können Kindern Angst machen: Sie sind hässlich, böse und gemein. Kinder begegnen Hexen häufig das erste Mal, wenn sie ein Märchen vorgelesen bekommen. Das in diesem Zusammenhang in Deutschland wohl bekannteste Märchen ist "Hänsel und Gretel" und die Geschichte ist gruselig. Eine Hexe lockt zwei Kinder, die von den Eltern im Wald ausgesetzt wurden, in ihr Haus. Ihr Ziel: Die Geschwister erst mästen und dann essen.

Kindliche Ängste - So könnt ihr helfen nach oben

Für Kinder scheint besonders zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr alles möglich zu sein: Monster, Geister, Gespenster und ähnliche Fantasiegestalten spielen im Alltag eine Rolle. In der kindlichen Vorstellung ist es absolut realistisch, dass die böse Hexe oder der böse Wolf aus dem Märchen tatsächlich irgendwo in der Dunkelheit des nächtlichen Kinderzimmers lauern. Hier hilft es Kindern, nicht allein zu sein und euch als Eltern in der Nähe zu wissen.

Helft euren Kindern, mit Ängsten fertig zu werden!

Wenn Kinder Angst haben und die Nähe der Eltern suchen, wollen sie kein bestimmtes Verhalten erzwingen. Vielmehr sind Kinder in Momenten der Angst fest davon überzeugt, dass tatsächliche Gefahren auf sie lauern. Im Grundschulalter nehmen die Ängste vor Fantasiegestalten dann in der Regel wieder ab. Mit diesen Tipps könnt ihr eure Kinder durch Momente der Furcht begleiten:

  • Nehmt die Ängste eurer Kinder ernst und sprecht mit ihnen darüber.
  • Nehmt euch Zeit und zeigt Verständnis.
  • Macht euch nicht über die Ängste eurer Kinder lustig.
  • Vermeidet Aussagen wie „Du brauchst doch keine Angst zu haben.“ oder „Das bildest du dir nur ein, da ist doch gar nichts.“
  • Gebt euren Kindern das sichere Gefühl, dass ihr im Notfall in der Nähe seid.
  • Lobt eure Kinder für mutiges Verhalten.
  • Lasst euch nicht von der Angst anstecken, bleibt gelassen.

Böse Hexe? Gute Hexe! nach oben

Als Kinderschreck hat die tradierte, böse Hexe bis weit ins 20. Jahrundert effektive Erziehungsarbeit geleistet. So konnten Eltern mit Bezug darauf zu ihren Kindern sagen: "Geh' nicht in den Wald!", "Sprich nicht mit Fremden!", "Fass das nicht an!", "Nimm das nicht in den Mund!" und "Wenn es dunkel wird, bist du wieder zu Hause". Erst in der Neuzeit ist aus der vermeintlich bösen Version eine gute Hexe geworden. Bestes Beispiel dafür: die Zeichentrickheldin Bibi Blocksberg.

Bibi Blocksberg - Eine Erfolgsgeschichte

Bibi Blocksberg erlebt jede Menge Abenteuer. | Rechte: ZDF/KIDDINX Studios GmbH
Bibi Blocksberg Bibi Blocksberg erlebt jede Menge Abenteuer.

Bibi Blocksberg, eigentlich ewige 13, feierte am 4. August ihren 40. Geburtstag. Die kleine, freche Hexe wurde 1980 von Elfie Donnelly erfunden.

Bibi Blocksberg ist 13 Jahre alt und wohnt mit ihren Eltern Barbara und Bernhard Blocksberg und ihrem jüngeren Bruder Boris in einem Einfamilienhaus im kleinen Örtchen Gersthof bei Neustadt. Immer wieder erlebt sie spannende Abenteuer. Dank ihres Einfallsreichtums und ihrer Hexenkünste gibt es stets ein Happy End – manchmal auch mit Unterstützung ihrer Mutter Barbara.

Seit mehr als 40 Jahren begeistert Bibi Blocksberg Groß und Klein. Generationen von Kindern sind mit den Abenteuern der kleinen, frechen Hexe aufgewachsen. Bibi ist in vielen Kinderzimmern präsent und viele Erwachsene schwelgen in nostalgischen Erinnerungen, kennen Sie doch die Geschichten von Bibi Blocksberg aus eigenen Kindertagen.

Die Hexe Bibi Blocksberg wurde 1980 erfunden. Zuerst als Hörspielserie unter dem Namen "Eene meene Hexerei" veröffentlicht, wurde die Serie bereits nach sieben Folgen in "Bibi Blocksberg" umbenannt. Ab 1997 entstanden die ersten Zeichentrickfilme mit Bibi Blocksberg. "Bibi und Tina" wurde als Ableger der Serie "Bibi Blocksberg" im Jahr 2004 erstmals im ZDF ausgestrahlt. 2014 kam schließlich die erste Realverfilmung von "Bibi & Tina" in die Kinos. Es sollten drei weitere folgen.

Bibi Blocksberg | Rechte: ZDF/KIDDINX Studios GmbH

Bibi Blocksberg

Wusstet ihr schon...?

o Elfie Donnelly ist die Erfinderin von Bibi Blocksberg.
o Am 4. August 1980 erschien die erste Bibi Blocksberg Hörspielfolge „Hexen gibt es doch“.
o Seit der ersten Folge leiht die Sprecherin Susanna Bonaséwicz Bibi ihre Stimme.
o Wo ist eigentlich Boris Blocksberg? Bis heute wird gerätselt, was aus Bibis Bruder geworden ist. Er hat einen starken Husten und reist in der siebten Folge zu den Großeltern an die Nordsee. Von dort kehrt er nie wieder zurück.

Kinderfreundschaften - Infos und Tipps nach oben

Bibi und Tina sind beste Freundinnen. Haben eure Kinder auch schon einen besten Freund oder eine beste Freundin? Oder sind sie vielleicht noch auf der Suche?

Freundschaften sind für Kinder ein wichtiger Entwicklungsraum, der es ihnen erlaubt, ihre eigene selbstbezogene Sichtweise zu erweitern und Kompromisse mit anderen einzugehen. Freundschaften geben Halt und Orientierung und helfen Kindern, eigenständige Menschen zu werden, die mit anderen Personen umgehen können. In Freundschaften werden dabei Grenzen, Kompromissbereitschaft, Problemlösefähigkeiten, Eigenständigkeit und der Umgang mit Gefühlen erprobt, aber auch ein realistisches und positives Selbstbild und Selbstwertgefühl entwickelt.

Die ersten Freundschaften schließen Kinder meist mit etwa 3 Jahren. Das sind Freundschaften, die schnell und willkürlich entstehen. Ein Freund oder eine Freundin ist, wer mit ihnen spielt, Spielsachen oder Süßigkeiten teilt oder vielleicht einen gemeinsamen Wunsch mit ihnen durchsetzt. Vor allem aber soll der Freund oder die Freundin nett und ein guter Spielpartner sein.

Im Grundschulalter sind Freundschaften unter Kindern oftmals geprägt von einer egoistischen Motivation, die der eigenen Bedürfnisbefriedigung dient. Wer mit ihnen genau das spielt, was sie möchten, ist ein Freund oder eine Freundin. Ab einem Alter von ungefähr zehn Jahren bekommt die Solidarität unter Freunden einen höheren Stellenwert. Es wird immer wichtiger, sich gegenseitig zu unterstützen – auch ohne Gegenleistung. Ein Freund oder eine Freundin muss vertrauenswürdig sein und Geheimnisse für sich behalten können. Auch der Charakter des Freundes oder der Freundin gewinnt mit fortschreitendem Alter zunehmend an Bedeutung.

Freundschaften schließen: So könnt ihr eure Kinder unterstützen

Kinder sind unterschiedlich: Während die einen offen und fröhlich, ohne Hemmungen und Vorbehalte Freundschaften schließen, fällt es anderen Kinder sichtlich schwerer. Sie sind zurückhaltend, vielleicht auch ängstlich und wissen nicht so recht, wie sie auf andere Kinder zugehen sollen. Unterstützt eure Kinder dabei! Mit diesen Hilfestellungen, finden sie bestimmt schon bald einen Freund oder eine Freundin:

  • Nehmt eure Kinder und ihre Ängste oder Vorbehalte ernst.
  • Ermutigt eure Kinder, auf andere Kinder zuzugehen und lobt sie für positives Verhalten. Unterstützt sie beim ersten Schritt, indem ihr zum Beispiel gemeinsam hingeht.
  • Vereinbart Spielverabredungen mit anderen Eltern. Geht dabei auf die Wünsche eurer Kinder ein und trefft die Wahl nicht alleine.
  • Akzeptiert, wenn der Freund oder die Freundin eures Kindes nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Lernt das Kind näher kennen, um eventuelle Vorurteile abzubauen.

Stand: 27.10.2021, 09:32 Uhr

Hier könnt ihr den KiKA-Player herunterladen: