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FÜR ERWACHSENE

Eine Zukunft für die Bienen

Nächste Folge am 27.10.2018

um 20:00 Uhr

Eine Zukunft für die Bienen

Bienen machen nicht nur leckeren Honig - in ihnen steckt noch viel mehr. Leider gibt es ein Problem: Es könnte diese Tiere schon bald nicht mehr geben.

Eine Biene fliegt zu einer pinkfarbenen Blüte | Rechte: colourbox.com

Bienen - die kleinsten Nutztiere der Welt

Bienen sind die drittwichtigsten Nutztiere der Menschen nach Rindern und Schweinen. Neben der Produktion von Honig haben Bienen eine unverzichtbare Aufgabe in der Natur und Landwirtschaft: Sie sind Bestäuber von Pflanzen.

Ohne Bienen gäbe es schon heute manche Obst- und Gemüsesorte nicht mehr und deutlich weniger Blumen. Allein in Deutschland sind mehr als 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen auf die Bestäubung der Bienen angewiesen.

Der Zukunftswunsch

Das ist Dilara. | Rechte: kika
Dilara Das ist Dilara.

Ich finde blöd, dass es immer weniger Bienen gibt, denn sie sind wichtig für die Landwirtschaft. Ohne Bienen gäbe es kein Obst und kein Gemüse. Deshalb wünsche ich mir, dass es in Zukunft wieder mehr Bienen gibt.

Dilara

Es gibt verschiedene Gründe für das Bienensterben:

Landwirtschaft

Auf der ganzen Welt sterben Bienen. Durch die wachsende Landwirtschaft werden die natürlichen Lebensräume der Bienen vernichtet. Es entstehen immer mehr Ackerflächen und die Grünflächen mit einer hohen Pflanzenvielfalt müssen weichen. Dadurch finden die Bienen nicht mehr genug Nahrung und verhungern.

Ein anderes großes Problem ist das Spritzen von giftigen Pflanzenschutzmitteln auf Feldern. Die Bienen nehmen dieses Gift bei ihrer Pollensuche auf und sterben daran.

Natürliche Feinde

Ein natürlicher Feind ist die Varroa Milbe. Das ist ein stecknadelgroßer Schädling, der sich von Bienenstock zu Bienenstock ausbreitet. Die Milben befallen die Bienenlarven und übertragen tödliche Krankheitserreger. Durch den internationalen Handel von Honig - Bienenvölkern in die ganze Welt, konnte sich die Varroa Milbe weltweit ausbreiten.

Bienensterben im Winter

In einem Bienenstock leben zwischen 40.000 und 80.000 fleißige Bienen. Eigentlich ist Kälte für die Bienen kein Problem. Wenn die Winter aber extrem mild sind, wird der Jahresablauf der Bienen durcheinander gebracht. Bei milden Temperaturen beginnen die Bienen zu brüten.

In dieser Zeit verlassen sie niemals ihren Brutplatz, denn die Eier brauchen eine gleichbleibende Temperatur. Ihre Nahrungsvorräte sind schnell aufgebraucht und sie verhungern.

Forschung für die Bienen

Felix besucht Frau Dr. Rießberger an der Universität in Graz. Dort wird an einem Mittel geforscht, das durch Erreger hervor gerufene Bienenkrankheiten bekämpfen soll. Mit verschiedenen Wirkstoffen im Futter können die Forscher herausfinden, wie die Bienen darauf reagieren. An der Grazer Universität erforschen Dr. Schickl und sein Team das Verhalten der Bienen um kleine Roboter-Bienen zu bauen.

Diese Roboter kann er programmieren und verschiedene Tests durchführen: Wie verhält sich jede Biene in einer Gruppe und wie kommunizieren sie untereinander? In Zukunft könnten diese Roboter–Bienen dann in einem Bienenstock das Verhalten der Bienen überwachen.

Sollte es mal zu kalt sein oder eine Gefahr für die Bienen drohen, gibt die Roboter–Biene ein Signal an den Imker weiter. Sie können aber auch bei schlechter Wettervorhersage die Bienen rechtzeitig auf Futtersuche schicken.

Bienenkugel

Millionen von Jahren lebten die Honigbienen in Baumhöhlen. Durch die Abholzung der Wälder im Mittelalter wurden ihre natürlichen Behausungen massiv reduziert. Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Bienenhaltung in Kisten, so wie wir sie heute kennen. Seitdem nehmen die Bienenkrankheiten zu.

Deswegen wurde die Bienenkugel einer natürlichen Bienenbehausung nachempfunden. In einer solchen Bienenkugel wird die selbst erzeugte Wärme besser im Inneren der Kugel gehalten. Bei niedrigen Temperaturen haben die Bienen somit einen besseren Schutz vor der Kälte.

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