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FÜR ERWACHSENE

Tierzucht in der Zukunft

Nächste Ausstrahlung am 23.06.2018

um 20:00 Uhr

Tierzucht in der Zukunft

Folge vom 02.06.2018

Haarlose Katzen, Schweine mit mehr Muskelmasse, robuste Pferde, die schwere Lasten ziehen und transportieren können. Durch Züchtung wurden Tiere früher für den Menschen „optimiert". Heute gibt es die Gentechnik, die noch viel mehr möglich macht.

Nutztiere in Deutschland

Kaum zu glauben, aber in Deutschland leben und sterben jedes Jahr mehr als 770 Millionen Nutztiere. Damit wir Menschen täglich frische Milch, Eier und Fleisch verzehren können. Schon lange werden Tiere so gezüchtet, dass sie schneller wachsen, mehr Fleisch haben oder mehr Eier legen. Mit Hilfe der Gentechnik könnten Nutztiere nun noch „besser“ gemacht werden.

Wie funktioniert Gentechnik?

Genmanipulierte Lebensmittel

Niemand weiß genau, ob genmanipulierte Lebensmittel uns schaden, wenn wir sie essen. Trotzdem darf in Deutschland Vieh und Geflügel mit genetisch verändertem Futter wie Mais und Soja gefüttert werden. Dieses Futter kommt hauptsächlich aus den USA. Bei uns ist der Anbau von genverändertem Pflanzenfutter verboten. Auf unseren Lebensmitteln steht das aber nicht drauf.

Lebensmittel, die aus anderen Ländern eingeführt werden, dürfen einen kleinen Teil genetisch veränderter Inhaltsstoffe enthalten. Das muss laut Gesetz nicht auf der Verpackung stehen. Größere Mengen dieser genmanipulierten Stoffe in Lebensmitteln müssen gekennzeichnet sein. In den USA ist das anders. Dort darf seit kurzem genveränderter Lachs verkauft werden. Dieser Lachs lässt sich besonders günstig herstellen. Denn der Lachs wächst schnell und wird sehr groß.

Genversuche bei Tieren

Forscher planen in Zukunft die Gentechnik zu nutzen, um neue Medikamente zu finden oder Tiere leistungsfähiger zu machen. Die Versuchstiere können dadurch krank werden oder sterben. Deshalb sind solche Genversuche an Tieren sehr umstritten. Felix geht dieser Sache nach und besucht das Institut für Nutztiergenetik in Hannover. | Rechte: KiKA

Forscher planen in Zukunft die Gentechnik zu nutzen, um neue Medikamente zu finden oder Tiere leistungsfähiger zu machen. Die Versuchstiere können dadurch krank werden oder sterben. Deshalb sind solche Genversuche an Tieren sehr umstritten. Felix geht dieser Sache nach und besucht das Institut für Nutztiergenetik in Hannover.

Dr. Henning und ihre Forscherkollegen suchen nach Genen, die der Wissenschaft und den Tieren in Zukunft nützlich sein könnten. Im Laufe der Jahre wurden die Euter der Milchkühe durch Züchtung immer größer. Frau Dr. Henning erklärt Felix, wie durch jahrelange Züchtungen aus Kühen leistungsstarke Milchkühe werden. | Rechte: KiKA

Dr. Henning und ihre Forscherkollegen suchen nach Genen, die der Wissenschaft und den Tieren in Zukunft nützlich sein könnten. Im Laufe der Jahre wurden die Euter der Milchkühe durch Züchtung immer größer. Frau Dr. Henning erklärt Felix, wie durch jahrelange Züchtungen aus Kühen leistungsstarke Milchkühe werden.

Felix hält eine Maus in der Hand. Auf den ersten Blick sieht die Maus ganz normal aus. Der DNA der Maus wurden Gene von Quallen eingesetzt. Dadurch erhält sie eine besondere Eigenschaft.  | Rechte: KiKA

Felix hält eine Maus in der Hand. Auf den ersten Blick sieht die Maus ganz normal aus. Der DNA der Maus wurden Gene von Quallen eingesetzt. Dadurch erhält sie eine besondere Eigenschaft.

Unter der Blaulichtlampe zeigt sich die Besonderheit der Maus. Wenn man sie unter blaues Licht hält und durch eine spezielle Brille schaut, leuchtet die Maus grün. In Amerika werden Fische mit diesen Genen verändert. Sie werden „GloFische" genannt.  | Rechte: KiKA

Unter der Blaulichtlampe zeigt sich die Besonderheit der Maus. Wenn man sie unter blaues Licht hält und durch eine spezielle Brille schaut, leuchtet die Maus grün. In Amerika werden Fische mit diesen Genen verändert. Sie werden „GloFische" genannt.

Ein wichtiger Teil der Forschung am Institut für Nutztiergentik ist die Genbank. Dort lagert die DNA verschiedener, auch alter Nutztierrassen. Die Forscher sind immer auf der Suche nach Genen. Sie suchen nach Genen, welche die Tiere in Zukunft besser schützen können. Die Tiere könnten zum Beispiel vor Krankheiten geschützt werden.

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Mücken übertragen Krankheiten | Rechte: colourbox.com

Gentechnik kann helfen!

Du hast sicherlich schon von dem ZIKA Virus gehört. Besonders Lateinamerika ist davon betroffen. Innerhalb kürzester Zeit haben sich Millionen von Menschen weltweit durch einen Mückenstich angesteckt. Durch genetisch veränderte Mücken konnte die Anzahl der Mückenlarven deutlich reduziert werden. Gentechnik hat also auch Vorteile!

Diesen Fischen wurden Gene von Seeanemonen, Korallen oder Quallen eingepflanzt. Dadurch können sie leuchten.  | Rechte: KiKA

Leuchtende Fische

Leuchtende Fische sind in den USA beliebte Haustiere. Sie werden "GloFische" genannt. Durch „eingepflanzte“ Gene aus Korallen, Quallen oder Seeanemonen leuchten diese Fische.  In Deutschland sind solche genveränderten Tiere verboten.