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FÜR ERWACHSENE

Kinderarmut in Deutschland, Teil 1

Nächste Folge am 22.09.2018

um 20:00 Uhr

Kinderarmut in Deutschland, Teil 1

Folge vom 24.02.2018

„Wenn alle gleich viel hätten!“ – Wäre es eine Lösung, allen Menschen gleich viel Geld zu geben? Felix fragt Zukunftsforscherin Josefa Kny, was sie davon hält.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Einige Länder fordern das bedingungslose Grundeinkommen. Das bedeutet, dass jeder Bürger jeden Monat einen gesetzlich festgelegten Betrag vom Staat bekommt. Über dieses Grundeinkommen wird noch gestritten. Denn es gibt keine Entscheidung darüber, woher das Geld kommen soll. Was hat es für Folgen für die Wirtschaft? Was wäre, wenn dann nur noch wenige Menschen arbeiten gehen? Wird es einigen langweilig? Oder werden die Menschen richtig kreativ und machen Dinge, für die sie dann endlich Zeit haben?

Felix' Interview

Felix sprach mit Josefa Kny über Mematis Wunsch. Josefa ist Zukunftsforscherin von „futurzwei". Das ist eine Stiftung, die sich für eine zukunftsfähige Welt einsetzt.

Josefa: Um Armut zu verhindern, müsste der Staat jedem wenigstens so viel Geld geben, dass es für das Nötigste reicht: für Kleidung, Essen, ein Dach über dem Kopf, um mal ins Theater zu gehen oder zum Arzt. Natürlich sind dann nicht alle superreich, aber es würde den Menschen ermöglichen, ein gutes Leben zu führen. 

Josefa: Natürlich kann man - wenn man automatisch Geld bekommt - auch einfach nichts tun. Aber ich glaube, jeder weiß, wie langweilig Nichtstun oder fernsehen nach einer Weile wird. Wenn das Geld für die wichtigen Dinge, wie Essen, Kleidung, Wohnung und medizinische Versorgung gesichert ist, hat man mehr Zeit für die schönen Dinge. Dann kann man sich für die Gesellschaft und für die Umwelt einsetzen. Der Lohn, den man bekommt, wenn man der alten Dame einmal in der Woche beim Einkaufen hilft, ist ein ganz anderer, da bekommt man ein Dankeschön. Oder wenn man eine Wiese vom Müll befreit und danach sehen kann, wie grün und saftig sie eigentlich ist. Das ist eigentlich viel mehr wert, als Geld.

Josefa: Ich glaub schon, weil man einfach mehr Zeit hat, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, mit den Leuten, die in der Nähe wohnen, sieht wem’s nicht so gut geht, wem man helfen könnte. Ich glaube, dass würde auf jeden Fall was ausmachen.

Josefa: Es wäre auf jeden Fall teuer, aber so ein Staat wie Deutschland könnte das schaffen. Dazu gibt es verschiedene Berechnungen. Das heißt, es wäre natürlich nicht jeder superreich, aber es könnten alle ein gutes Leben führen und müssten nicht notleiden.

Josefa: Wenn du ein schönes großes Haus haben möchtest und es dafür in der Zukunft noch genügend Rohstoffe gibt, dann musst du halt mehr arbeiten. Die Möglichkeit gibt es ja weiterhin.

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