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FÜR ERWACHSENE

Shoppen in der Zukunft

Nächste Folge am 08.12.2019

um 20:00 Uhr

Shoppen in der Zukunft

Sonntag, 20:00 Uhr Untertitel: Für diese Sendung gibt es einen Untertitel. Mehr Infos

Shoppen ist oft anstrengend. Allein der Weg zur Einkaufsmöglichkeit scheint meist unangenehm. Ist Shoppen im Internet eventuell die Lösung von morgen, wenn Apps es erlauben, Kleidung, Möbel und sonstiges virtuell "an- und auszuprobieren"? Geht so das Einkaufen der Zukunft? Wird es dann überhaupt noch Geschäfte, Supermärkte und Einkaufszentren geben?

Malias Wunsch | Rechte: KiKA

Malias Wunsch

Kleidung soll Herkunft und Herstellung kennzeichnen!

Malia möchte beim Shoppen wissen, woher die Kleidung kommt und wie sie hergestellt wird. Dafür wünscht sie sich, dass es überall daneben steht.

Der Wettbewerb um die Klamotten

Heutzutage gibt es einen ganz großen Wettbewerb auf dem Klamottenmarkt. Jede Modemarke möchte als Erste den neusten Trend zu einem möglichst niedrigen Preis anbieten. Man spricht dann von Fast-Fashion - also von schneller Mode.

Aber woher kommt die Mode aus Fast-Fashion Massenproduktionen? Und wie kann Kleidung so preiswert sein?

Herstellung von Fast-Fashion

Überblicksfoto einer Bekleidungsfabrik                           | Rechte: GettyImages

Fast-Fashion-Unternehmen verfolgen immer die neusten und aktuellen Trends und verkaufen Kleidung zum möglichst billigsten Preis.

Ein asiatischer Arbeiter bügelt die Kleidung mit einem Eisen glatt. | Rechte: GettyImages

Damit das funktioniert, lassen sie Kleidung zum Beispiel in China oder in Bangladesch produzieren. Dort sind die Löhne deutlich niedriger als bei uns in Deutschland.

Asiatische Näherinnen und Näher fertigen Hemden und Blusen.                       | Rechte: GettyImages

Für die Näherinnen und Näher in den Fabriken sind die Arbeits- und Lebensbedingungen oft sehr schlecht. Sie arbeiten über zehn Stunden am Tag und verdienen trotzdem nur etwa 50 Euro im Monat.

Übergebliebene Kleidungsreste der Produktion werden farblich sortiert. | Rechte: GettyImages

Durch den Einsatz giftiger Stoffe, zum Beispiel zum Färben und Bearbeiten der Kleidung, wird nicht nur die Gesundheit der Arbeiter sondern auch die Umwelt belastet.

Die gefertigten Kleidungsstücke werden gefaltet und zusammengelegt. | Rechte: GettyImages

Sehr viele Kleidungsstücke, die wir in Deutschland kaufen, werden unter solchen Bedingungen hergestellt und das oftmals in sehr schlechter Qualität.

Shopping-Tipps!

Worauf kann man beim Klamotten-Shoppen achten?

1. Mach nicht jeden Trend mit: Muss es wirklich immer die neue und angesagte Klamotte sein oder ist dein Kleiderschrank eigentlich schon gut bestückt?

2. Teste alternative Läden: Dazu gehören zum Beispiel Second-Hand-Geschäfte, die gute, gebrauchte Kleidung verkaufen oder auch Fairtrade-Geschäfte, die darauf achten, dass die Kleidung nachhaltig und fair hergestellt wurde.

3. Materialien-Check: Achte beim Kauf deiner Kleidung auf die verwendeten Materialien. Bio-Baumwolle, Bio-Wolle, Soja, Bambus sind zum Beispiel sehr umweltfreundlich. Viele andere Fasern beinhalten Kunststoffpartikel, sogenannte Mikroplasten und sind schädlich für die Umwelt.

4. Used-Look vermeiden: Die Kleidung, die schon neu bewusst "gebraucht aussieht" und schwer angesagt ist, enthält ordentlich Chemikalien. Farbstoffe, Färbebeschleuniger und Bleichmittel sind nur einige davon. Und die sind leider schlecht für die Umwelt.

5. Auf Siegel achten: Siegel zeigen dir, dass offiziell überprüft wurde, ob der Anbau, die Arbeitsbedingungen und Herstellung der Kleidung nach umweltfreundlichen Regeln ablief.

6. Richtiges Waschen: Weniger Waschen und einen umweltfreundlichen Waschgang nutzen, hilft unserer Umwelt.

7. Kleidertausch: Tausche mit deinen Freundinnen und Freunden oder Geschwistern Klamotten. Was dir nicht mehr gefällt, bereitet Ihnen vielleicht eine Freude. Als Kleidertausch-Party macht das auch richtig Spaß und ist die günstigste Variante, um dein Taschengeld zu schonen.

Siegel für nachhaltig hergestellte Kleidung

Siegel von IVN Zertifiziert Best Naturtextil | Rechte: IVN

IVN Best-Label

Das IVN Best-Label ist das strengste Siegel bei Kleidung und anderen Textilien. Neben dem Lieferweg wird auch auf gute Anbaubedingungen geachtet. Sehr viele Chemikalien sind verboten und die Arbeitsbedingungen werden überprüft und überwacht.

Das GOTS Siegel steht dafür, dass in Sachen Umwelt alle Standards erfüllt werden.  | Rechte: imago images

GOTS

Das GOTS-Siegel steht dafür, dass die Kleidung sehr umweltfreundlich hergestellt wurde. Die Arbeitsbedingungen sind nach den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ok, damit aber noch nicht richtig toll.

Fairtrade Siegel | Rechte: imago images

Fairtrade Cotton

Bei dem „Fairtrade Baumwolle“ Siegel wird besonders auf die Arbeitsbedingungen für Menschen, die auf Plantagen bei der Ernte helfen oder Baumwolle weiter zu Kleidung verarbeiten, geachtet. Das Thema Umweltfreundlichkeit steht nur im Hintergrund. Deswegen wird das „Fairtrade“ Siegel auch als Sozialsiegel und nicht Umweltsiegel bezeichnet.

Oeko-Tex Standard 100 Siegel | Rechte: imago images

Oeko-Tex Standard 100

Oeko-Tex Standard 100 kennzeichnet Anziehsachen, die ohne Schadstoffe und Chemikalien hergestellt wurden. Auch auf Arbeitsbedingungen in den Betrieben wird geachtet.

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