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FÜR ERWACHSENE

Superstark als Maschinen-Mensch

Nächste Folge am 20.10.2018

um 20:00 Uhr

Superstark als Maschinen-Mensch

Folge vom 13.10.2018

Wer wünscht sich nicht einmal, total stark zu sein? Maschinelle Körperteile und roboterartige Anzüge könnten uns Superkraft verleihen. Diesen sogenannten Exoskeletten gehört die Zukunft.

Der Zukunftswunsch

Exoskelette sind im Prinzip wie außenliegende Stützen. Sie werden bereits in vielen Bereichen eingesetzt. Zum Beispiel bei der Feuerwehr oder in der Industrie, um schwere Dinge zu bewegen. Die Idee dazu kommt aus der Natur. Viele Tiere wie Insekten oder Muscheln besitzen Exoskelette.

Exoskelette im Tierreich

Eine Heuschrecke sitzt neben ihrer alten Haut auf einem Holzgeländer. | Rechte: Getty Images/Rena Kuster/EyeEm

Sie sind in ihrem meist grünen oder braunen Exoskelett perfekt getarnt und so vor ihren Fressfeinden geschützt. Grashüpfer wechseln beim Größerwerden mehrmals das „Outfit“. Das heißt, sie legen fünf- bis zehnmal ihr Exoskelett ab. Das wird sonst zu klein und behindert das Wachstum. Klar, wenn Kleider zu klein werden, müssen Neue her. So geht es allen Insekten. Der Grashüpfer „fährt dafür aus der Haut“ und hängt sich kopfüber hin, um die natürliche Schwerkraft zu nutzen.

Ein grellgrün leuchtender Skorpion | Rechte: Getty Images/DavidOrr

Licht an und Showtime! Der Skorpion ist gefährlich, aber auch unglaublich cool. Denn er leuchtet im Mondlicht. Genauer gesagt, sein Exoskelett. Trifft UV-Licht oder Schwarzlicht auf die Skorpione, werden bestimmte Stoffe im Exoskelett angeregt und strahlen sichtbares Licht ab. Ob dies den Spinnentieren nutzt oder schadet? Vielleicht ist es auch einfach Zufall? Wissenschaftler suchen noch nach einem Grund für das strahlende Exoskelett.

Außen hart, innen zart. Die Muschel gehört zu den Weichtieren. Ihr „weicher Kern“ wird von zwei harten Muschelhälften umgeben und geschützt. Eine Art gepanzertes Exoskelett. Ein sogenanntes „Schlossband“ hält die beiden Muschelhälften zusammen. So können sie nicht verrutschen. Die Muschelschalen bestehen aus Calciumcarbonat, also aus Kalk.<br/> | Rechte: imago/blickwinkel

Außen hart, innen zart. Die Muschel gehört zu den Weichtieren. Ihr „weicher Kern“ wird von zwei harten Muschelhälften umgeben und geschützt. Eine Art gepanzertes Exoskelett. Ein sogenanntes „Schlossband“ hält die beiden Muschelhälften zusammen. So können sie nicht verrutschen. Die Muschelschalen bestehen aus Calciumcarbonat, also aus Kalk.

Wie alle Insekten, besitzen auch Tausendfüßler ein Außenskelett aus Chitin, das den Körper in Form hält. Chitin ist ein Kohlenhydrat, das sehr robust und fest, aber auch biegsam ist. Damit dieses Chitin-Kostüm den Insekten nicht den Atem abschnürt, hat es kleine Löcher. So kann der Körper mit Sauerstoff versorgt werden. | Rechte: Getty Images/George Grall

Wie alle Insekten, besitzen auch Tausendfüßler ein Außenskelett aus Chitin, das den Körper in Form hält. Chitin ist ein Kohlenhydrat, das sehr robust und fest, aber auch biegsam ist. Damit dieses Chitin-Kostüm den Insekten nicht den Atem abschnürt, hat es kleine Löcher. So kann der Körper mit Sauerstoff versorgt werden.

Um den winzigen, weichen Körper zu schützen, dient auch ihnen ein Exoskelett. Die Hülle ist am Bauch am dicksten, weil hier wichtige Organe zur Verdauung und Eiablage liegen. Das Außenskelett ist an dieser Stelle in zehn Ringe unterteilt, die wie eine Rüstung ineinandergreifen. An den Flügeln ist das Exoskelett am dünnsten. Die Flügel des Schmetterlings bestehen aus winzigen Schuppen, die von einer sogenannten Chitinschicht umgeben werden. Dieser Aufbau macht die Flügel leicht. So kann der Schmetterling abheben. | Rechte: Getty Images/shene

Um den winzigen, weichen Körper zu schützen, dient auch ihnen ein Exoskelett. Die Hülle ist am Bauch am dicksten, weil hier wichtige Organe zur Verdauung und Eiablage liegen. Das Außenskelett ist an dieser Stelle in zehn Ringe unterteilt, die wie eine Rüstung ineinandergreifen. An den Flügeln ist das Exoskelett am dünnsten. Die Flügel des Schmetterlings bestehen aus winzigen Schuppen, die von einer sogenannten Chitinschicht umgeben werden. Dieser Aufbau macht die Flügel leicht. So kann der Schmetterling abheben.

Exoskelette können sehr nützlich sein. Beispielsweise für Querschnittsgelähmte wie Nicole. Sie sitzt im Rollstuhl. Aber dank eines Exoskeletts kann sie aufstehen und laufen. In dem schwarzen Anzug ist ein Computer, der ihre Bewegungen steuert. Was für eine tolle Sache!

Exoskelette sind super nützlich. Uns Menschen helfen sie bei schweren Arbeiten oder bei Behinderungen. Wir dürfen gespannt sein, was wir mit Exoskeletten in Zukunft noch erreichen können.

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