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FÜR ERWACHSENE

Bis der letzte Fisch gegessen ist!

Nächste Folge am 15.12.2018

um 20:00 Uhr

Bis der letzte Fisch gegessen ist!

Folge vom 15.09.2018

Die Weltmeere sind der größte Lebensraum unseres Planeten. Doch durch Überfischung gehen Fischbestände rapide zurück, viele Arten sind vom Aussterben bedroht.

Der Kinderwunsch

Aktuelle Situation der Meere

Die Meere gibt es seit Millionen von Jahren auf unserem Planeten. Sie bedecken mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche. Sie bieten Nahrung, Energie und Rohstoffe. Die faszinierende Vielfalt der Ozeane ist jedoch stark gefährdet. Die Fischbestände gehen zurück.

Überfischung

Jährlich werden über 100 Millionen Tonnen Fisch aus den Meeren gefangen. Rund zwei Drittel der Fischbestände sind überfischt. Die Fischindustrie benutzt riesige Fischtrawler. Das sind Fischfangschiffe, die mit gewaltigen Netzen Fische fangen, sofort verarbeiten und für den Verkauf an Land einfrosten.

Eine häufige Fischfangart ist die Schleppnetzfischerei. Dabei werden riesige Netze benutzt. Diese können so groß sein, wie vier Fußballfelder. Bei einem guten Fang gehen so bis zu 500 Tonnen Fisch ins Netz. Bei dieser Fangmethode werden leider auch Meeresbewohner gefangen, die für die Fischer unbrauchbar sind. Diese Fische nennt man Beifang. Dieser Beifang kann bis zu 80 Prozent ausmachen. Also um 20 Prozent des gewünschten Fisches zu bekommen, werden 80 Prozent unerwünschter mitgefangen. Diese Tiere werden einfach über Bord geworfen. Aber fast alle sind dann bereits tot, wenn sie wieder im Meer landen.

Kann die Überfischung gestoppt werden?

Es gibt Versuche, mit Hilfe von Gesetzen und Regelungen in der weltweiten Fischerei die Überfischung zu stoppen. Aber das ist kompliziert, da weltweit viele Länder daran beteiligt werden müssen. Ein Weg, den Fisch zu schützen, sind sogenannte Fangquoten. Diese legen genau fest, wieviel Fisch von welcher Sorte jedes Jahr gefangen werden darf. Ist diese Menge erreicht, darf dieser Fisch nicht mehr gefischt werden.

Außerdem wird versucht, den Beifang klein zu halten, durch bessere Netze mit größeren Maschen, bei denen kleinere Fische eine Chance haben durch die Maschen zu schlüpfen. Ein weiterer Weg sind Meeresschutzgebiete, in denen nicht gefischt werden darf, um Fischbestände und zerstörte Lebensräume zu schützen.

Alternativen zur herkömmlichen Fischerei

Die Zukunft könnte der Aquaponik gehören. Aquaponik nennt man die Kombination aus Fisch- und Pflanzenzucht. Vereinfacht gesagt, wird das Wasser aus einem Fischtank (Aquakultur) auf die per Hydrokultur (Wasserkultur) betriebenen Pflanzenbeete gepumpt. Das Wasser enthält die Ausscheidungen der Fische. In der Hydrokultur lebende Bakterien säubern das Fischwasser. Die umgewandelten Nährstoffe sind danach für das Wachstum der Pflanzen nützlich. Das Wasser fließt vom Pflanzenbeet wieder zurück in den Fischtank, wo der Kreislauf von vorne beginnt.

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Wusstest du schon?

Auf der Verpackung von gekauftem Fisch kannst du anhand der aufgedruckten Siegel erkennen, wo der Fisch gefangen wurde und ob er aus nachhaltiger Fischzucht stammt. | Rechte: KiKA

Finde den Fisch!

Wenn du das nächste Mal mit deinen Eltern im Supermarkt einkaufen gehst, kannst du selbst zum Fischforscher werden. In der Tiefkühltruhe findest du viele verschiedene Verpackungen, die alle unterschiedlichen Fisch enthalten. Auf manchen Verpackungen ist ein Code aufgedruckt. Mithilfe dieses Codes kannst du im Internet Informationen über den Fisch finden. So erfährst du nicht nur, was es für ein Fisch war, sondern auch wo und wann er gefangen wurde. Auch über bekannte Fischsiegel kann man sicherstellen, dass man nachhaltig gefangenen Fisch erwirbt.

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