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FÜR ERWACHSENE

Plastikfreie Zukunft

Nächste Folge am 17.11.2018

um 20:00 Uhr

Video noch 5 Tage online

Plastikfreie Zukunft

Folge vom 20.10.2018

Wattestäbchen, Strohhalme oder Mitnehmverpackungen für Fastfood verwenden wir fast täglich. Doch was passiert danach? Wir Deutschen verbrauchen mit rund 12 Millionen Tonnen so viel Plastik wie kein anderes Land in Europa und das landet dann in unseren Meeren. Wo wird der ganze Kunststoff eingesetzt?

Besonders bei Verpackungen wird an Kunststoff nicht gespart. Und weltweit werden allein eine Million Plastiktüten pro Minute verbraucht. Aber auch für den Bau und für die Fahrzeugindustrie werden Kunststoffe eingesetzt. In Europa und den USA verbraucht jeder Bürger rund 100 Kilo Plastik pro Jahr.

Die Gefahr Plastik

Sehr kleine Plastikteile bezeichnet man als Mikroplastik. Mikroplastik befindet sich in vielen Kosmetika und Peelings. Wir spülen sie so in Flüsse, Seen und die Meere. Sogar in der Tiefsee oder der Arktis haben Forscher schon Mikroplastik gefunden. Nicht nur, dass es selbst giftige Weichmacher und Flammschutzmittel enthält, auch andere Schadstoffe bleiben daran haften. Das Ganze landet dann am Ende über die Nahrungskette sehr wahrscheinlich auf unserem Teller.
Doch was kannst du tun? Es gibt einen Einkaufsführer, indem Hygiene-Produkte aufgelistet sind, die Mikroplastik enthalten. Diese solltest du beim nächsten Einkauf vermeiden.

Eine Hand zeigt einen losen Mikrofaden auf einer lila Fleecejacke. | Rechte: KiKA
Mikrofasern Mikrofasern sind sehr feine Fasern. Sie stecken vor allem in synthetischen Stoffen, wie zum Beipsiel Fleecejacken.

Du bist dran! - Tipps von den Zukunftsmacherinnen Leonie und Aurelie
Mikrofasern im Abfluss kannst du ganz einfach vermeiden und zwar so:

  • Bevorzuge Kleidungsstücke aus Naturfasern, denn sie sind schnell biologisch abbaubar
  • Überlege bevor du einkaufst, ob du das Kleidungsstück wirklich trägst
  • Wenn du synthetische Textilien kaufst, bevorzuge feine Stoffe, weil sie beim Waschen wenig Mikrofasern verlieren
  • Verwende bei der Wäsche Flüssigwaschmittel


Weitere Ideen im Kampf gegen Plastik:

Der erste Meeresstaubsauger funktioniert wie eine Art Sieb. Mit seiner U-Form an der Oberfläche und langen Fangarmen, die tief ins Meer reichen, sammelt er den treibenden Müll auf. Für die Meeresbewohner stellt diese Erfindung übrigens kein Problem dar: Sie können einfach unter dem Sieb durchschwimmen. Nach einer Testphase wird der „The Ocean Cleanup“ nun im Pazifischen Ozean eingesetzt. Denn dort befindet sich der größte Müllstrudel der Welt.

In Deutschland gibt es über 130 Millionen Kredit- und Girokarten aus Kunststoff. Doch nur eine einzige Bank verwendet nachwachsende Rohstoffe. Reiht man alle Karten aneinander, entsteht eine Strecke, die 287-mal um die Erde reicht. Das entspricht über elf Millionen Kilometer.

Wissenschaftler in Halle forschen an der Idee, Jacken, Stühle und Verpackungsmaterialien aus Pilzen herzustellen. Die Pilze werden in einer Mischung aus Getreide, Wasser und Kaffee gezüchtet. Diese Mischung wird dann zusammen mit einer kleinen Pilzkultur in Konservengläser gegeben. Ein Loch im Glas sorgt dafür, dass alles atmen kann. Aus Pilzplatten entstehen dann Verpackungen, die für den Transport von Gläsern oder Vasen genutzt werden können. Der Vorteil: Pilzverpackungen können einfach kompostiert werden und brauchen keine zusätzliche Energie für ihre Produktion. Der Nachteil: Die Herstellung von Pilzen dauert länger.

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Wusstest du schon?

Plastikfalschen, Becher, Holz und anderer Müll liegen angeschwemmt an einem steinigen Strand. | Rechte: colourbox.com

Schweres Problem

Der Leiter des UNO-Umweltprogramms Erik Solheim warnt: „Machen wir so weiter wie bisher, wiegt der Plastikmüll im Meer im Jahr 2050 genauso viel wie alle Fische zusammen.“

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