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FÜR ERWACHSENE

Eine Zukunft für Insekten

Nächste Folge am 15.12.2018

um 20:00 Uhr

Eine Zukunft für Insekten

Folge vom 28.07.2018

Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer und viele andere Insekten sind bedroht. Wenn es sie nicht mehr gibt, geht es auch für den Menschen um Leben und Tod. So wichtig sind diese Tiere für unsere Erde!

Sie kribbeln, krabbeln, stechen, summen und surren. Ganz klar, Insekten! Kommt ein bunter Schmetterling angeflogen, freuen wir uns. Wespen und Ameisen dagegen nerven im Sommer oft. Und wenn dann noch die Mücke zusticht, schlagen wir auch gerne mal zu. Aber wer genau hinschaut, sieht: die Tiere sind faszinierend und enorm wichtig!

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Warum brauchen wir Insekten?

Ohne Insekten könnten wir nicht überleben. Insekten sind wichtig für:

  • Bestäubung: Insekten bestäuben Pflanzen. Ohne sie würde es zum Beispiel keine Kirschen, Äpfel und Kürbisse geben.
  • Nahrung: 60 Prozent aller Vögel ernähren sich von Insekten. Auch Igel, Fledermäuse, Fische und andere Tiere brauchen Insekten.
  • Müllbeseitigung: Sie bauen auch Pflanzen- und Tierreste ab. Ohne Insekten würden wir im Müll ersticken!

Insektensterben

In Deutschland gibt es 75 Prozent weniger Insekten als noch vor 30 Jahren. Biologen erforschen gerade, woran das liegt. Die Lebensräume der Insekten schrumpfen. Felder werden immer größer. Da bleibt kaum Platz für Blumenwiesen. Und auf den Feldern wächst oftmals auch nur eine Pflanzenart, wie zum Beispiel Raps. Insekten brauchen aber viele unterschiedliche Pflanzen zum Leben. Wird dann auch noch Gift versprüht, etwa Schädlingsbekämpfungsmittel, können alle Insekten daran sterben.

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Du bist dran!

Kornblumen, Wicken und andere bunte Blüten. Eine bunte Blumenwiese vor strahlend blauem Himmel.  | Rechte: picture alliance/chromorange

Blumen statt Schotter

Pflanze eine kleine Blumenwiese in eurem Garten oder auf deinem Balkon oder vor deiner Haustür an. Je vielfältiger und bunter dein Garten, desto besser. Gut geeignet sind Krokusse, Thymian und Rosmarin. So finden Bienen und andere Insekten genug Nahrung. Und es sieht auch noch schön aus!

eine große und eine kleine grüne Blattlaus auf einem grünen Blatt. | Rechte: picture alliance / blickwinkel

Keine Gifte!

Verzichtet in eurem Garten und bei euren Topfpflanzen auf Gifte. Läuse können auch mit natürlichen Mitteln wie Brennesselsud bekämpft werden. Du kannst deine Pflanzen auch mit Schwarzem Tee besprühen. Auch eine Knoblauchzehe in der Erde kann helfen.

Ein Schmetterling sitzt auf einem Feldweg. | Rechte: picture alliance / blickwinkel

Naturboden

Fast dreiviertel aller Insekten nisten im Erdboden. Ein Weg sollte daher nicht immer gepflastert werden. Auf einem holprigen Trampelpfad können Insekten wunderbar ihren Nachwuchs großziehen. Lass also eine kleine Fläche Boden frei. Diese wird nicht umgegraben, gedüngt oder zu eng bepflanzt.

Wusstest du schon?

Eine Wiese mit Klee. Eine Hummel sitzt auf einer rosafarbenen Kleeblüte. | Rechte: KiKA

Lebenswichtig

Forscher haben errechnet: Wenn alle Insekten ausgestorben sind, können wir nur noch zehn Jahre überleben! Daher werden dringend Alternativen gesucht. In China werden Obstbäume bereits von Menschen per Hand bestäubt. Es wird auch an Roboter-Bienen geforscht. Aber besser ist es natürlich, wenn die Insekten nicht aussterben.

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