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Die Sioux-Indianer

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letzte Ausstrahlung am 06.12.2017

Yakari

Die Sioux-Indianer

Yakari ist ein neugieriger Indianerjunge vom Stamm der Sioux. Hier erfährst du, wer die Sioux sind, wie sie früher gelebt haben, und was es mit dem Spurenlesen auf sich hat.

Wer waren die Sioux-Indianer?

Vielleicht fragst du dich, wie man das überhaupt ausspricht: S-I-O-U-X? In der deutschen Aussprache hört es sich an wie „Sie“ und „Jux“ zusammen. Im Englischen sagt man „SU“ mit einem scharfen „S“ wie im Wort „Song“ und langem „U“ wie in Uhr.

Zu den Sioux gehörten verschiedene Indianergruppen, die in den Steppenlandschaften im Nordosten Amerikas lebten. Im Westen begrenzten die Rocky Mountains und im Osten der Mississippi ihren Lebensraum.

Die Sioux werden auch als Prärieindianer bezeichnet. Sie waren bekannt für ihre große Tapferkeit.

Indianer und Tiere nach oben

Im Leben der Sioux-Indianer haben Tiere eine ganz besondere Rolle gespielt. Du weißt sicher, dass Yakari mit allen möglichen Tieren sprechen kann und Großer Adler sein Totemtier ist. Welche Bedeutung Totemtiere, Pferde und Bisons für die Indianer hatten, erfährst du hier.

Die Sioux betrachteten Tiere als Gefährten mit einer Seele. Einigen Tieren, zum Beispiel Bären und Adlern, wurden ganz besondere Kräfte zugeschrieben. Diese Tiere wurden auch als Krafttiere oder Totemtiere bezeichnet. Die Sioux glaubten, dass die besonderen Kräfte der Tiere auf den Menschen übergehen würden. Der Mensch musste sich aber vorher als Freund der Tiere erweisen.

Yakaris Totemtier ist Großer Adler. Adler stehen nach den Vorstellungen der Indianer für Weisheit und Mut. Jeder Indianer musste in seiner Jugend herausfinden, welches Totemtier ihn sein Leben lang begleiten und beschützen würde.

Die europäischen Eroberer brachten Pferde im 15. Jahrhundert nach Amerika. Davor waren sie auf dem Kontinent ausgestorben.

Nachdem sich Pferde in Amerika wieder verbreiteten, fingen die Indianer an verwilderte Pferde zu zähmen und zu züchten. Vor allem für die Sioux waren Pferde sehr wichtig. Sie machten es ihnen möglich, Bisonherden über große Entfernungen zu folgen.

Die Sioux nutzten die Pferde auch, um auf speziellen Schlitten Alte und Kranke, Proviant und große Tipis zu transportieren.


Bisons ziehen in Herden von etwa 50 Tieren durch die Prärie. Sie werden auch „Indianerbüffel“ genannt, weil sie so wichtig waren für das Leben der Indianer. Das Fleisch konnten die Indianer essen. Aus der Haut und dem Fell nähten sie Kleidung und Decken. Aus den Knochen fertigten sie Werkzeuge und aus den Hörnern Gefäße.

Die Bisons streiften durch die Steppe auf der Suche nach Nahrung. Deswegen mussten auch die Sioux ständig umherziehen. Sie folgten den Bisons mit all ihrem Hab und Gut und blieben nicht lange an einem Ort.

So lebten die Sioux nach oben

Du fragst dich, wie der Alltag der Sioux-Indianer ausgesehen hat? Willst du wissen, was es eigentlich mit dem Spurenlesen auf sich hat? Hier erfährst du mehr.

Die Jungen übten früh Bogenschießen und den Umgang mit Waffen. Sie mussten Spurenlesen, Reiten und Schwimmen können, um mit ihren Vätern Jagen zu gehen. Ein Indianerjunge musste seinen Mut und seine Geschicklichkeit beweisen.

Die Mädchen bereiteten das Essen zu, bauten die Tipis auf und kümmerten sich um die kleineren Kinder.

Die Zelte der Indianer heißen Tipis. Die Sioux lebten in diesen Zelten aus Bisonleder.

Die Tipis schützten die Sioux vor großer Hitze, Regen und Kälte. Für den Auf- und Abbau waren die Frauen zuständig. Es dauerte höchstens eine Stunde, ein Tipi aufzubauen. Das war praktisch, denn die Sioux blieben selten lange an einem Ort.

Die Hüllen des Zelts bestanden aus zusammengenähten Bisonhäuten. Als Gerüst dienten stabile Äste oder leichte Baumstämme mit einer Länge von vier bis acht Metern, die am oberen Ende zusammengebunden wurden. An den unteren Enden beschwerten die Frauen die Bisonhäute mit Steinen. Tipis hatten außerdem noch eine Luke, die als Rauchabzug diente.

Meist wurden die Tipis so aufgebaut, dass sich der Einstieg auf der Ostseite befand. Dadurch waren die Menschen im Inneren vor dem starken Westwind geschützt und wurden am Morgen von der Sonne geweckt. In einem Tipi konnte eine ganze Indianerfamilie zusammenleben.


Um ein erfolgreicher Jäger und ein guter Krieger zu sein, musste ein Sioux-Indianer Spurenlesen können.

An den Fährten konnte er erkennen, ob ein Mensch oder ein Tier vorbeigekommen war. Außerdem war es einem geübten Spurenleser möglich aus einer Fährte zu schließen, wann ein Tier vorbeigelaufen war, ob es sich schnell bewegt hatte oder ob es verletzt war. Ein Indianer konnte anhand der Spuren auch Tiere unterscheiden.

Federn und Zeichen nach oben

Wusstest du, dass die Sioux-Indianer im Laufe ihres Lebens mehrfach ihren Namen wechselten? Und welche Bedeutung hatte der Federschmuck? Finde es hier heraus.

Nicht alle Indianer trugen einen Federschmuck auf dem Kopf. Die Sioux-Indianer mussten sich das Tragen von Adlerfedern durch besonderen Mut erst verdienen. Den auffälligsten Kopfschmuck trugen meist die Häuptlinge oder die besten Krieger. So zeigten die Indianer durch ihren Kopfschmuck, wer besonders weise war, oder welcher Krieger bereits viele Heldentaten vollbracht hatte.

Auch Yakari darf sich die Feder von Großer Adler erst anstecken, als es ihm gelingt, Kleiner Donner zu zähmen und Regenbogen vor einem Puma zu retten. Als Yakari damit seinen Mut und sein Geschick bewiesen hat, überreicht ihm sein Vater vor dem ganzen Stamm die Feder.

Genau wie wir, bekamen kleine Indianer ihren Namen direkt nach der Geburt. Sie wurden entweder nach einem besonderen Ereignis oder einem Verwandten benannt. Babys wurden besonders gern nach einem Verwandten benannt, wenn dieser eine große Heldentat vollbracht hatte.

Erwachsene Männer wechselten ihre Namen mehrfach im Laufe ihres Lebens, zum Beispiel nachdem sie mutige Taten vollbracht hatten. Manchmal sollte durch den Namen auch eine besondere Eigenschaft betont werden.

Es gab vermutlich über 300 verschiedene Indianersprachen. Mit Zeichensprache konnten sich auch Mitglieder verschiedener Stämme untereinander verständigen. Auch auf der Jagd war es praktisch, wenn sich die Indianer ohne Worte unterhalten konnten.

Die indianische Zeichensprache bestand aus über 100 verschiedenen Gesten. Wenn ein Indianer die Arme vor der Brust verschränkte, war das zum Beispiel das Zeichen für Kälte, Winter oder Frieren.

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