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thema: Rosen aus Kenia – Nachhaltige Blumenzucht schützt Kinderrechte

sendung vom 20.09.2014

"Ich wünsche mir, dass die Rosen aus Kenia anderen Menschen Glück und Freude bringen. Für unser Leben ist der Rosenanbau wichtig. Durch ihn geht es mir wirklich gut. Aber ich wünsche mir, dass auch andere Kinder in die Schule gehen können, spielen können und nicht arbeiten müssen."

William

Rosen aus Kenia – Nachhaltige Blumenzucht schützt Kinderrechte

Bild: Rote Rosen

Diese Rosen wurden nachhaltig produziert und werden zu fairen Preisen verkauft.

Letztes Jahr sind in Deutschland rund 300 Millionen Fairtrade-Rosen verkauft worden: Das sind rund ein Fünftel aller verkauften Rosen. Fast alle verkauften Fairtrade-Rosen kommen aus Kenia. Die mit Flugzeugen importierten Rosen benötigen etwa vier Mal weniger Energie als Blumen, die in beheizten europäischen Gewächshäusern wachsen. Über den Erlös der Rosen werden in Kenia viele Projekte finanziert, die zum Schutz von Kinderrechten beitragen. Es werden Kindertagesstätten oder Kantinen gebaut, Schulen und Krankenhäuser unterstützt und die medizinische Versorgung verbessert.


Bild: Arbeiter verpacken die nachhaltig angebauten Rosen

Arbeiterinnen verpacken die nachhaltig produzierten Rosen.

Die Arbeiter auf den Farmen genießen Arbeitssicherheit und sie erhalten Mindestlöhne. Dadurch werden die Kinder der Familien vor Ausbeutung geschützt. Viele Kinder in Kenia können nicht zur Schule gehen, weil sie mit zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und auch arbeiten müssen. Die Jobs in der Blumenindustrie sichern den Menschen ein geregeltes Einkommen, sodass Kinderarbeit nicht mehr nötig ist.


Blumen aus fairem Handel

Beim Blumenkaufen findet Felix heraus, dass die FairTrade-Rosen aus Kenia stammen. „FairTrade“ ist englisch und bedeutet „Fairer und kontrollierter Handel“. Damit ist gemeint, dass den Erzeugern der Produkte ein festgelegter Mindestpreis gezahlt wird, um den Produzenten ein besseres Einkommen zu ermöglichen und somit den Lebensstandard zu erhöhen. Der Verkauf der Blumen in Deutschland und anderen Ländern soll helfen, das Leben der Arbeiter und ihrer Kinder in Kenia zu verbessern. Felix macht sich auf den Weg nach Ostafrika, um mehr darüber zu erfahren.


Felix besucht eine Rosenfarm in Kenia

Bild: Straßenkinder in Naivasha

Kinderrechte kennen diese Straßenkinder nicht.

In der Stadt Naivasha sieht Felix zunächst nur verwahrloste Straßenkinder, diese Kinder scheinen keine Rechte zu haben. Auf einer Rosenfarm trifft Felix Catherine. Sie arbeitet hier und nimmt ihn mit in eines der Gewächshäuser. Felix erfährt, warum Kenia einer der besten Orte der Welt ist, um Rosen anzubauen und wie die Menschen von der Rosenzucht profitieren.


Bild: William mit seiner Familie

Bei Williams Familie zu Hause

Catherine lädt Felix zum Abendessen in ihr Zuhause ein. Dort lernt er ihre ganze Familie kennen. Der älteste Sohn William erzählt, wie die Familie früher gelebt hat. Sie hatten keine Toilette, kein fließendes Wasser, keinen Strom und nie genug zu Essen. Seitdem Catherine auf der Rosenfarm arbeitet, geht es der ganzen Familie gut.


Bild: William und Felix im Gespräch vor Williams Schule

William genießt es, in die Schule zu gehen.

Am nächsten Tag fahren William und Felix in Williams Schule, die von den Rosenfarmen unterstützt wird. Nach der Schule spielt er mit seinen Freunden oft Fußball auf dem Fußballfeld. Nach dem Spiel hat William einen Impftermin in der Klinik der Rosenfarm. Früher konnte sich seine Familie keinen Arztbesuch leisten. Jahrelang hat William keine Impfungen bekommen - so wie viele andere Kinder in Kenia.


Das Projekt „Shelter“

Bild: Straßenszene in einer Kenianischen Stadt.

In vielen Orten gibt es keine Abwasserversorgung. Die Armut ist groß.

In einer Reparaturwerkstatt für Fahrräder lernt Felix Simon kennen. Er ist 14 Jahre alt und Vollwaiser, das bedeutet, dass. er keine Eltern und keine Verwandten mehr hat. Trotz seines jungen Alters muss er jeden Tag arbeiten. Kinder wie Simon haben keine Kinderrechte! Sie können keine Schule besuchen, bekommen keine regelmäßigen Mahlzeiten, haben kaum Freizeit und keine Zeit zum Spielen. Vielen Straßenkindern, die ohne Rechte, ohne Unterkunft und ohne Familien leben, ergeht es noch schlechter. In vielen Teilen Kenias ist das ein großes Problem. Deshalb haben sich die Rosenfarmen zusammengeschlossen und das sogenannte „Shelter“-Projekt gestartet. Dank dieses Projektes haben viele Kinder wieder Hoffnung gefunden und können in eine lebenswerte Zukunft schauen. Sie haben einen sicheren Schlafplatz, bekommen täglich genug zu Essen, gehen zur Schule und können endlich wieder spielen.

Wusstest du schon?

Bild: Schulkinder auf dem Schulhof in Kenia

In Kenia müssen die Eltern für den Schulbesuch ihrer Kinder Geld bezahlen. Viele Kinder können deshalb nicht in die Schule gehen, weil ihre Eltern nicht genug Geld haben. Außerdem ist in vielen Teilen der Erde Kinderarbeit noch immer weit verbreitet! In solchen Ländern ist es ganz normal, dass Kinder arbeiten und zum Lebensunterhalt der ganzen Familie beitragen müssen.

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