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thema: Wilde Tiere in der Stadt

sendung vom 16.08.2014

"Ich mag Tiere sehr. Deshalb wünsche ich mir, dass es in Zukunft mehr Tiere in der Stadt gibt, und dass es ein größeres Nahrungsangebot und mehr Rückzugsmöglichkeiten für sie gibt. Ich wünsche mir, dass Menschen und Tiere besser zusammen leben."

Merle

Wilde Tiere in der Stadt

Wanderung der Tiere

Bild: Ein Fuchs auf den Straßen Berlins in der Nacht.

Ein Fuchs unterwegs in der Nacht auf Berlins Straßen.

Immer mehr wilde Tiere suchen sich einen neuen Lebensraum – schon längst leben Wildschweine, Füchse, Marder und Co. nicht mehr nur im Wald oder auf dem Land. Ihre neue Heimat sind Städte und Vorstadtgärten. Kein Wunder, dass sich die scheuen Tiere in ihrer gewohnten Umgebung nicht mehr wohl fühlen, denn immer mehr Wälder und Landstriche werden für Verkehrsstrecken, Industrie und Landwirtschaft zerstört. Das Nahrungsangebot wird geringer, Rückzugsmöglichkeiten verschwinden – die Tiere fühlen sich nicht mehr wohl und verlassen ihr Revier.


Tiere erobern die Städte

Bild: Felix und Wildtierbeauftragter Derk Ehlert betrachten ein von Wildschweinen durchwühltes Stück Rasen.

Derk Ehlert und Felix suchen nach Wildschweinspuren.

Das Nahrungsangebot lockt die Tiere vom Land in die Stadt. Dicht bepflanzte Gärten, Komposthaufen und volle Mülleimer sind für die Tiere ein wahres Schlaraffenland und leicht zu erbeuten. Auch wenn das Leben in der Stadt lauter und hektischer ist, finden die Tiere viel mehr Unterschlupfmöglichkeiten zum Beispiel in Parks, Wohnhäuser und kleinen Nischen. Dort gefällt es den Tieren sehr gut - denn Wissenschaftler sehen einen steigenden Zuwachs der tierischen Stadtbewohner.


Berlin - Hauptstadt für Wildtiere

Bild: Eine Rotte mit ihren Frischlingen unterwegs in den Straßen Berlins

Eine Rotte mit ihren Jungen unterwegs auf Berlins Straßen.

Berlin ist die größte Stadt Deutschlands und unsere Hauptstadt – sie ist auch zur Hauptstadt der Tiere geworden. Allein über 3000 Wildschweine haben hier ihr Zuhause gefunden. Wie Mensch und Tier in der Großstadt zusammenleben, und welche Lebensgewohnheiten die Tiere haben, das erfährt Felix bei einer Großstadtsafari in Berlin. Gemeinsam mit dem Wildtierbeauftragten der Stadt - Derk Ehlert - ist Felix unterwegs und begegnet tatsächlich Füchsen, Wildschweinen und einem Rehbock.


Stadttiere passen sich an

Stadtvögel zwitschern viel lauter als Landvögel, denn sie wollen mit ihrem Gesang den Stadtlärm übertönen. manche Vogelarten können besonders gut Geräusche imitieren. Einfache Melodien wie Klingeltöne von Mobiltelefonen sind für Amseln und Stare leicht nachzuahmen.


Schutzräume für Tiere

Bild: Der Weidenkokon ist an der Hauswand befestigt und dient Waschbären als Behausung.

In einem solchen Weidenkokon finden Waschbären Schutz.

Das Thema „Wilde Stadttiere“ hat eine Berliner Künstlerin dazu veranlasst, mit verschiedenen Installationen Schutzräume für Wildtiere zu bauen. 1. Der Fish Spa ist ein schwimmender Erholungsort für Fische in städtischen Gewässern. Eine neonrote Reklame lockt die Fische schon von weitem an. Sie soll jedoch vorbeifahrende Schiffe und Ausflugsdampfer fernhalten. 2. Ein überdimensionaler Weidenkokon wird zur Wohnung für Waschbären. Der große Weidenkorb bietet den Waschbären Schutz und ist eine Rückzugsmöglichkeit in der Großstadt. 3.Für Rabenvögel hat sie einen Vogelbaum gebaut – den sogenannten Servie-Krähen, an dessen Äste schmackhafte Saatkugeln hängen. Die Saatkugeln dienen den Vögeln als Nahrung.


Sea Tree

Ein niederländischer Architekt hat den Sea Tree entworfen - ein Zuhause nur für Tiere. Der riesige Meeresbaum soll Lebensraum für Tieren und Pflanzen in den Städten sein. Als schwimmende Insel soll der Baum in Häfen und Flüssen Stadtnähe verankert werden. Menschen dürfen die Insel nicht betreten, damit sich die wilden Tiere dort ungestört entwickeln können. Der Meeresbaum könnte sich auch positiv auf die Stadtluft auswirken, die durch die Pflanzen wie ein Filter gereinigt wird.

Was wäre, wenn Menschen und Tiere friedlich miteinander in den Städten zusammen leben würden?

Zukunftsmacher

Linus aus Berlin

Bild: Das ist Linus.

Linus ist Teil der Jugendgruppe Köpenick, die sich einmal in der Woche trifft, um verschiedene Umwelt- und Tierschutzprojekte zu machen.

Wusstest du schon?

Bild: Ein Wolf unterwegs in einem Wald, Fotoquelle: Colourbox.com Copyright: Kalin Eftimov

Vor über einhundert Jahren waren Wölfe in deutschen Wäldern zu Hause. Die Menschen haben sie aus Angst gejagt und ausgerottet. Vor einigen Jahren wurde wieder ein Rudel in der Oberlausitz gesehen. Wölfe sind für unser Ökosystem enorm wichtig. Die Raubtiere halten das Gleichgewicht in den Wäldern aufrecht, indem sie schwaches und krankes Wild wie Rehe und Hirsche jagen. Trotzdem haben viele Menschen Angst vor ihnen, weil der Wolf in Märchen und Mythen immer die Rolle des „bösen Wolfs“ spielen muss. Die Angst ist völlig unbegründet, denn Wölfe sind sehr vorsichtig und meiden die Menschen.

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