KiKA-Startseite
Gleich im TV:

19:50 Uhr - logo! Die Welt und ich.[mehr]

samstags
20:00 Uhr

thema: Sauberes Wasser für alle

sendung vom 27.09.2014

"Ich will, dass alle Menschen sauberes Trinkwasser haben."

Maike

Sauberes Wasser für alle

Trinkwasser ist knapp

Bild: Tropfen Wasser

Wasser ist Leben.

Mehr als zwei Drittel der Erde sind mit Wasser bedeckt. Das meiste ist Salzwasser in den Ozeanen. Einiges Wasser kommt als Eis in den Gletschern an Nord- und Südpol vor. Oder als Feuchtigkeit in der Luft. Aber all das können wir nicht trinken. Nur ein Prozent des Wassers auf der Erde bleibt für Trinkwasser: Seen, Flüsse und das Grundwasser im Boden.


Ungleich verteilt

Bild: Wasser trinkender Junge, Quelle: Colourbox.com

In Deutschland gibt es keinen Trinkwassermangel.

In Deutschland gibt es keinen Trinkwassermangel. Wir drehen einfach den Hahn auf und schon fließt es. Jeder verbraucht etwa 123 Liter am Tag. Aber in trockenen Gebieten, wo es wenig regnet, ist Wasser knapp. Zum Beispiel in Jordanien auf der arabischen Halbinsel. Es gibt dort nicht einmal drei Liter für jeden. Dabei braucht ein Mensch mindestens drei Liter Wasser am Tag, um zu überleben.


Millionen Menschen sind betroffen

Bild: Frau im Sudan holt Wasser in einem Brunnen, Quelle: UNICEF

Für wenige Liter Wasser müssen sudanesische Frauen weit gehen.

Jeder neunte Mensch auf der Welt hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Jeder dritte Mensch hat keine richtige Toilette. Viele der betroffenen Länder in Afrika und Asien sind so arm, dass es nicht überall Wasserleitungen gibt. Mädchen und Frauen laufen jeden Tag kilometerweit bis zum nächsten Brunnen oder Fluss, um ein paar Eimer Wasser zu holen. Oft ist das Wasser, das sie dort finden, dreckig.


Verschmutztes Wasser

Dreckiges Wasser verursacht Krankheiten. So zum Beispiel in Jordanien, einem der trockensten Länder der Welt. Dort gibt es kaum Kläranlagen. Es wäre viel zu teuer sie zu bauen. So fließt das dreckige Wasser in Gruben, die meist viel zu klein sind. Das Abwasser läuft über und verseucht alles. Es verschmutzt die Trinkwasservorräte unter der Erde. Viele Menschen, vor allem Kinder, bekommen davon gefährliche Durchfallkrankheiten.


Kläranlagen aus Pflanzen

Bild: Dr. van Afferden und Felix im Labor

Im Helmholtz-Zentrum begutachtet Felix die Mini-Pflanzenkläranlage.

Felix besucht das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. Dort testen Wissenschaftler Kläranlagen aus Pflanzen. Dr. van Afferden zeigt Felix, wie das funktioniert. Abwasser versickert zwischen Pflanzen in einer Schicht aus Sand und Kies. Dadurch wird es gefiltert. Den Rest erledigen Mikroorganismen, kleine Tierchen, die im Wasser leben. Sie befreien das Wasser von Keimen und Schadstoffen. Eine Pflanzenkläranlage ist einfach zu bedienen, billig und braucht wenig Energie. Ideal für trockene Länder wie Jordanien.


Die Forscher vom Helmholtz-Zentrum haben schon mehrere große Anlagen in Jordanien gebaut. Zusammen reinigen diese das Abwasser von mehr als 1.000 Menschen. So wird Abwasser wieder brauchbar. Trinken kann man es nicht, aber die Menschen können mit dem gereinigten Wasser zum Beispiel die Pflanzen gießen. Dadurch sparen sie Trinkwasser.


Wassernetze in der Wüste

Bild: Atacamawüste in Chile, Quelle: Colourbox.com

Die Atacamawüste in Chile

Eine andere Lösung für den Wassermangel ist eine Erfindung in der Atacama-Wüste in Chile. Dort regnet es so gut wie nie. Aber jeden Morgen ist die Wüste komplett mit Nebel bedeckt. So kam jemand auf die Idee, Netze zu spannen, um die Feuchtigkeit der Nebel aufzufangen. Die Nebeltropfen sammeln sich in den Öffnungen und werden direkt aus der Luft gefischt. Pro Netz kommen am Tag bis zu 80 Liter Wasser zusammen.

Was wäre, wenn?

Zukunftsmacher

Anne aus Nordrhein-Westfalen

Bild: Das ist Anne.

Anne verkauft selbst genähte Lavendelkissen und unterstützt mit dem Erlös Wasserprojekt in Afrika. Anne ist mit ihrem Projekt und ihrem Engagement für die Menschen in Afrika zur Zukunftsmacherin des Jahres gewählt worden.

Wusstest du schon?

Bild: Wasseraufbereitung in Bolivien, Quelle: Sodis

Es gibt eine ganz einfache Methode, um Wasser wieder aufzubereiten. Alles was man dafür braucht, sind Flaschen und Sonnenlicht. Verkeimtes Wasser wird in durchsichtige Plastikflaschen gefüllt und sechs Stunden lang in die Sonne gelegt. Die UV-Strahlen der Sonne töten Krankheitskeime ab und das Trinkwasser ist wieder sauber. Diese Methode wird vor allem in den wasserarmen Ländern Afrikas und Südamerikas eingesetzt. So können Krankheiten verhindert werden, die durch verschmutztes Trinkwasser entstehen.

Startseite | Fernsehen | Spiel und Spaß | Der KiKA | KiKA+
Übersicht | Impressum | Datenschutz | Eltern | mein!KiKA | KiKANiNCHEN

© KiKA 2014 - zuletzt geändert am 30.09.2014