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thema: Aus Alt mach Neu - wie steht's um unser Papier?

sendung vom 23.08.2014

"Ich wünsche mir, dass weniger Papier verbraucht wird, damit nicht so viele Bäume gefällt werden müssen."

Daria

Aus Alt mach Neu - wie steht's um unser Papier?

Bild: Junge blickt zwischen zwei Papierstapeln durch, Quelle: Colourbox.com

Wir verbrauchen zu viel Papier!

Wir verbrauchen in Deutschland so viel Papier wie alle Länder in Südamerika und Afrika zusammen. Rund 250 Kilogramm Papier braucht jede Person pro Jahr. Das ist jeden Tag etwa die Papiermenge eines ganzen Harry-Potter-Bandes. Obwohl wir Computer, Handys und Tablet-PCs haben, steigt der Verbrauch immer weiter. Denn wir drucken sehr viel und wir bestellen immer mehr im Internet. Alles wird aufwendig in Pappe, also Papier, verpackt. Wenn wir so weitermachen, wird der Rohstoff Holz knapp.


Bäume fällen für Papier

Bild: Blick auf einen Wald in Kanada, Quelle: Colourbox.com

Papier wird aus Holz hergestellt.

Papier wird aus Wasser und Holzfasern gemacht. Dafür werden Bäume gefällt. Alle sieben Sekunden wird eine Waldfläche in der Größe eines Fußballfeldes gerodet. Aber Bäume wachsen nur sehr langsam nach. Teilweise sind Bäume 500 Jahre lang gewachsen und landen dann in Form von Zeitschriften schon nach ein paar Tagen wieder im Papierkorb. Hygienepapiere belasten die Umwelt ganz besonders: Toilettenpapier, Küchenrolle und Taschentücher. Pro Familie kommen jedes Jahr zwei ganze Bäume zusammen, die einfach ins Klo gespült werden oder im Müll landen.


Recyclingpapier

Bild: Eine riesige Rolle Papier, Quelle: Colourbox.com

Papier ist wertvoll.

Gerade bei Hygienepapier ist es sinnvoll, recyceltes Altpapier zu verwenden. Dazu wird das gesammelte Papier eingeweicht und zu einer Art Papierbrei verarbeitet. Daraus entstehen in einer Maschine große Papierbahnen, die wieder zu neuen Blättern, Tüchern oder Toilettenpapier zurechtgeschnitten werden. Alle Papiere, die das Zeichen „Der Blaue Engel“ tragen, werden komplett aus Altpapier hergestellt. Dafür müssen keine neuen Bäume gefällt werden und es wird weniger Energie und Wasser verbraucht.


Bild: Altpapierpakete, Quelle: Colourbox.com

Recyclingpapier wird aus Altpapier hergestellt.

Früher galt: Je grauer das Papier, desto umweltfreundlicher ist es. Inzwischen gibt es Recyclingpapier auch in richtigem Weiß – kaum noch zu unterscheiden von Frischfaserpapier. Dafür werden entweder bei der Herstellung nur helle Altpapiere verwendet oder der Papierbrei wird extra gespült, so dass Farbreste und Druckerschwärze entfernt werden. Leider lässt sich Papier nicht endlos neu recyceln. Die Holzfasern werden immer kürzer und es müssen irgendwann neue Frischfasern aus Holz hinzugefügt werden.


Tipps zum Papiersparen

Bild: Felix auf einem Stapel Papier liegend, Quelle: KiKA

Felix ist einen Tag lang ohne Papier ausgekommen.

Wir könnten in Zukunft viel Wald retten, wenn wir Recyclingpapier verwenden und insgesamt weniger Papier benutzen. Felix macht den Selbstversuch: Wie kommt man einen Tag lang ohne Papier aus? Dabei sind zum Beispiel technische Geräte sehr hilfreich. Aber auch wer kein teures Smartphone hat, kann viel tun. Hier gibt es alle Tipps im Überblick.

* Schon morgens beim Frühstück lässt sich Papier sparen. Anstatt am Kiosk eine Zeitung zu kaufen, kann man Nachrichten auch auf dem Computer oder Tablet-PC lesen.

* Beim Bäcker bekommst du Brötchen in einer Papiertüte und heiße Getränke im Pappbecher. Bring stattdessen deine eigene Brotdose und einen Becher mit.

* Hatschi! Wer sich mit einem guten alten Stofftaschentuch die Nase putzt, der spart etwa 300 Papiertaschentücher im Jahr.

* Fahrscheine für Busse und Bahnen kann man sich aufs Handy bestellen, anstatt am Automaten ein Papier-Ticket zu drucken.

* Im Supermarkt könnte man auf den Kassenzettel verzichten, wenn man stattdessen einfach das Display an der Kasse abfotografiert.

* Auf Toilettenpapier will keiner verzichten. Aber man kann welches aus recyceltem Altpapier kaufen. Beim anschließenden Händeabtrocknen lässt sich sparen: Jedes Jahr schmeißen wir in Deutschland 1,2 Millionen Tonnen Papiertücher weg. Stattdessen kannst du ein Handtuch, den automatischen Trockner oder einfach die Jeans benutzen.

* Eintrittskarten für Konzerte kann man sich mit einer App aufs Handy laden. So spart man das übliche Papierticket.

* In jeden deutschen Briefkasten landet etwa 30 Kilogramm Werbung pro Jahr. Dagegen hilft ein Aufkleber „Bitte keine Werbung einwerfen!“ Noch ein Tipp für deine Eltern: Rechnungen können sie sich per E-Mail schicken lassen, auch das entlastet den Briefkasten.

* Für Arbeit, Studium und Schule geht zu Hause das meiste Papier drauf. Hier kannst du sparen, wenn du möglichst wenig ausdruckst, immer beide Seiten eines Blattes nutzt und unbenutzte Restseiten aus alten Schulheften und Blöcken weiterverwendest.


Elefanten-Dung-Papier

Bild: Elefantendung in einem Korb, Quelle: Colourbox.com

Aus Elefantendung kann man Papier herstellen.

Eine Firma in Sri Lanka stellt Papier aus Elefanten-Dung her. Die Fladen werden gesammelt, in der Sonne getrocknet und dann durchgespült. Übrig bleiben unverdaute Fasern von Pflanzen, die die Elefanten gefressen haben. Daraus wird dann neues Papier hergestellt. Aus einem einzigen Elefantenfladen können so zum Beispiel 25 kleine Notizbücher werden. Je nachdem, was der Elefant gegessen hat, hat das Papier eine ganz eigene Färbung und Struktur. Aber zum Glück riecht man nicht mehr, wo es herkommt.

Was wäre, wenn für die Herstellung von Papier keine Bäume mehr gefällt werden müssten?

Zukunftsmacher

Louisa aus Bielefeld

Bild: Das ist Louisa, Quelle: KiKA

Louisa und ihre Projektgruppe möchten, dass an ihrer Schule nur noch Recyclingpapier verwendet wird. Dafür haben sie sich einiges einfallen lassen.

Wusstest du schon?

Bild: Ein Stapel Papier, Quelle: Colourbox.com

Die Brüsseler Philharmoniker verzichten auf klassische Notenblätter aus Papier und nutzen stattdessen jeweils einen Tablet-Computer. Eine spezielle Software sorgt dafür, dass der Dirigent die Noten seiner Musiker digital mit zusätzlichen Informationen versehen kann und Veränderungen jederzeit auf das jeweilige Tablet übertragen kann. Insgesamt möchten die Brüsseler Philharmoniker mit den digitalen Notenblättern Tonnen von Papier und 25.000 Euro pro Jahr einsparen.

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