Fernsehen bietet den Kindern Unterhaltung, Abwechslung, Spannung und Abenteuer. Kinder können sich mit einem Tastendruck die Welt, ob Wirklichkeit oder Phantasie, in ihr Zimmer holen und von einem Ereignis zum nächsten „springen“. Außerdem suchen Kinder häufig Vorbilder, wollen informiert werden oder schauen fern, wenn sie nichts Besseres zu tun wissen.
In Deutschland lebende Kinder verbringen etwa 91 min täglich vor dem Fernseher. Oft läuft der Fernseher nur nebenbei. Eltern sollten versuchen, den Kindern einen bewussten Fernsehkonsum zu vermitteln, d.h. Sendungen zu schauen, die altersgerecht und interessant und wichtig sind. Mit der Farblegende können Sie selbst einschätzen, ob diese Sendung zu Ihrem Kind passt:
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gelb | Für Kinder ab 3 Jahre, die ihre Welt mit Spiel und Spaß entdecken |
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blau | Für Kinder ab 6 Jahre, die Lust haben auf Wissen, Abenteuer und eine Menge Spaß |
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lila | Für Kinder ab 10 Jahre, die es wissen wollen und nach Antworten auf ihre Fragen suchen |
Ein Kind verbringt meist dann zu viel Zeit vor dem Fernseher, wenn es dafür mehr Zeit aufbringt als für andere Aktivitäten wie zum Beispiel Schule, Spielen, Freunde. Problematisch ist der Fernsehkonsum dann, wenn Kinder zu viel allein und unreflektiert fernsehen.
Kleine Kinder sehen am liebsten Sendungen, bei denen sie etwas lernen können sowie märchenhafte und abenteuerliche Zeichentrickfilme. Ab etwa sechs Jahren beginnen sich Jungs eher für Actionfilme und Mädchen für Serien, in denen die Familie und Tiere eine wichtige Rolle spielen, zu interessieren.
Fernsehen kann für Kinder entspannend und lustig sein, aber auch bewirken, dass Kinder aufgekratzt oder ängstlich sind. Negative Wirkungen machen sich meist dann bemerkbar, wenn Kinder ausschließlich eine Sendungsart schauen und neben dem Fernsehen zu wenig Ausgleich durch andere Beschäftigungen haben.
Kinder schauen sich, so wie viele andere Verhaltensweisen, auch den Fernsehkonsum von ihren Eltern ab. Sehen Eltern sehr oft fern, werden die Kinder dies mit größter Wahrscheinlichkeit ihnen gleich tun. Das Beispiel der Eltern ist also besonders wichtig für das Fernsehverhalten der Kinder. Außerdem sollten Eltern, wie Kinder, sich Sendungen nicht wahllos anschauen, sondern sich auch kritisch über das Gesehene unterhalten.
Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest Postadresse: Südwestrundfunk Medienforschung Hans-Bredow-Straße 76530 Baden-Baden
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