KiKA ist seit jeher bestrebt, ein Angebot zu schaffen, das über verschiedene Lebenswelten informiert. Der Sender bildet Individualitäten ab oder zeigt Wege für einen natürlichen Umgang mit Andersartigkeit auf.

2013 nimmt KiKA sich nicht nur vor, die Inhalte dieser Programmaktivitäten zu verstärken. Der Sender bemüht sich, auch die technischen und programmlichen Voraussetzungen zu erweitern, um Barrieren für die unterschiedlichen Zuschauer abzubauen:
Durch Hörfilme oder durch die Untertitelung von Filmen zum Beispiel wird Kindern mit Seh- oder Hörschädigung der Zugang zum Fernsehen ermöglicht. Nach und nach können davon auch KiKA-Zuschauer profitieren und an den Programminhalten des KiKA teilhaben. Sendungen, die mit einem entsprechenden Service ausgestattet sind, werden gekennzeichnet:

Ab April 2013 ist der KiKA technisch in der Lage, Filme mit Audiodeskription zu übertragen, einer akustischen Orientierungshilfe. Im Moment verfügen noch wenige TV-Sendungen im KiKA über diese Servicefunktion für Sehbehinderte. Denn dafür ist ein höherer Produktionsaufwand nötig. Eine zusätzliche Hörfassung muss entwickelt und nachproduziert werden: In den Dialogpausen der Darsteller erklärt ein zusätzlicher Sprecher, was in der Szene gerade passiert. Wichtige Elemente aus Handlung, Schauplätzen, Gestik oder Mimik werden beschrieben. Auf diese Weise wird ein besseres Verständnis für den Film gefördert. Zusätzlich ermöglicht es einem sehbehinderten Kind, später an Gesprächen über die Sendung teilzunehmen.
Diese Filme werden im Zweikanalton-Verfahren verbreitet. Über den ersten Kanal ist der Originalton zu empfangen und über den zweiten die Mischung von Filmton und Bildbeschreibung. Um die unterschiedlichen Tonspuren auswählen zu können, ist ein digitaler Receiver nötig. Audiodeskription muss mit der Fernbedienung aktiviert werden.
Der KiKA sendet Hörfilme in:

KiKA überträgt seit seinem Sendestart 1997 im Videotext (Seite 150) die Untertitel für hörgeschädigte Kinder. Dort werden die Dialoge und Kommentare als Text hinterlegt. Allerdings ist auch hier der Anteil an Fernsehsendungen, die für Kinder von 3 bis 13 Jahren mit Untertiteln produziert werden, gering. Denn im Vergleich zu Erwachsenen sind Lesekompetenz und später Lesegeschwindigkeit der jungen Zielgruppe noch eingeschränkt. Außerdem ist die Aufnahmekapazität von Wörtern, die gelesen werden, geringer als die des gesprochenen Wortes.
Deshalb müssen ganze Dialoge für Untertitel neu bearbeitet und gekürzt werden. Dabei müssen die Redakteure darauf achten, dass keine Verfremdung entsteht oder der Sinnzusammenhang verloren geht. In den Texten müssen außerdem akustische Effekte, Geräusche oder Musik erklärt werden. Nur so kann das Zuschauerkind hineingenommen werden in die Dramaturgie des Geschehens.
ARD und ZDF werden auch ihre Angebote für Kinder demnächst barrierefreier gestalten. Von KiKA produzierte Sendungen werden nach und nach mit Untertiteln ergänzt.
Bei eingeschaltetem Videotext werden am unteren Bildschirmrand ein- oder zweizeilig Textinformationen übertragen. Dabei wird nicht die ganze Videotextseite genutzt, sondern nur ein oder zwei Zeilen.
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© KiKA 2013 - zuletzt geändert am 03.05.2013