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Surfen, chatten, spielen: Der
Computer wird immer beliebter.Umfrage
Du kannst deinen Computer einschalten, und wieder ausschalten. Aber wieso funktioniert ein Computer eigentlich? Warum weiß er, was er machen soll? Ob wir surfen, chatten oder spielen wollen? Immer mehr Kinder und Jugendliche spielen am Computer oder müssen für die Schule am PC arbeiten.
Wir haben Schüler der 5. und 6. Klassen gefragt, welche Programme sie gerne entwickeln würden. Die Ideen reichen von Hausaufgaben-Lösungs-Programmen bis hin zu solchen, die Süßigkeiten oder Klamotten ausdrucken können. Selber programmieren kann allerdings kaum jemand. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die meisten denken, Programmieren sei zu kompliziert. Doch das stimmt gar nicht! Programmieren kannst du ganz leicht lernen.
Programmieren – was ist das?

Was ist denn eigentlich dieses „Programmieren“? Der Computer ist eine leblose Maschine, ohne Gefühle. Er macht nichts, ohne dass du es ihm sagst. Er versteht nur „an“ und „aus“, dargestellt als 1 und 0. Hier kommt der Programmierer ins Spiel. Er sagt dem Computer, wie er sich verhalten soll, mit Hilfe der Computersprache. Heißt Programmieren also, eine unendliche Kette von Nullen und Einsen zu konstruieren? Nein, das wäre viel zu kompliziert.

Seit vielen Jahren gibt es deshalb Programmiersprachen, die leichter zu erlernen sind. Hilfsprogramme übersetzen sie dann automatisch in die Maschinensprache, sie werden deshalb auch „Interpreter“ genannt. Der Computer kann nur das verstehen, was vorher vom Programmierer festgelegt wurde. Wenn hier Fehler gemacht wurden, kann das Programm nicht funktionieren. So kann eine Spielfigur zum Beispiel nicht über einen Graben hüpfen, wenn vorher der Befehl nicht per Programmiersprache verankert wurde. Es ist also höchste Konzentration gefordert. Aber keine Angst, das ist alles Übungssache.
Programmiersprachen: Tipps für Einsteiger
Es gibt Programmiersprachen, die nur von erfahrenen Profis verwendet werden, wie zum Beispiel C++ und Java. Die sind nämlich etwas komplizierter. Doch zum Glück gibt es auch einfachere Programmiersprachen, die wie Baukästen funktionieren.

Du willst wissen, welche das sind? Das verrät dir der 13-jährige Arne. Mit zwölf Jahren programmierte er sein erstes eigenes Computerspiel, und es macht ihm immer noch einen Riesenspaß! Ihm kommen immer neue Ideen in den Kopf, wie er ein spannendes PC-Spiel entwickeln könnte. Für die ersten Entwürfe braucht er nur wenige Stunden, aber bis das Spiel komplett fertig ist, dauert es mehrere Wochen bis Monate. Arnes Lieblings-Programmiersprache ist im Moment „Scratch“. Sie ist unkompliziert und wurde extra für Anfänger entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Programmiersprachen muss man hier keine ellenlangen Texte aneinanderreihen, sondern baut sein Spiel mit Blöcken auf, ähnlich wie beim Puzzeln. Seine Spielfiguren zeichnet Arne selbst, oder er verwendet eigene Fotos, die er hochlädt.
Im Internet findest du aber noch viele andere Programmiersprachen, die für Anfänger geeignet sind, zum Beispiel „Kodu“ oder „Greenfoot“. Schau einfach, welche am besten zu dir passt. Außerdem gibt es im Internet Foren, in denen du dich mit anderen Programmierern austauschen und beraten kannst. Hier findest du sicherlich immer Hilfe, falls du mit deinem Spiel nicht weiter kommst.
Tricktipp: Dein eigenes PC-Spiel
In unserem TRICKTIPP siehst du, wie einfach „Scratch“ zu bedienen ist. Mit ein paar Mausklicks kannst du erste Erfolge bewundern. Versuche doch als Übung zum Beispiel eine animierte Katze zum Miauen zu bringen.
Auch „Kodu“ ist ganz leicht zu verstehen. Hier gibt es sogar ein klasse „Tutorial“, also eine Anleitung, in der du das Programmieren Schritt für Schritt erklärt bekommst. So kannst du sicher im Nu deine Eltern zum Staunen bringen! Doch Halt! Die brauchst du auch, bevor du mit dem Programmieren beginnen kannst. Denn die beiden Programme sind zwar kostenlos, aber sie müssen aus dem Internet heruntergeladen werden und das lässt du lieber immer deine Eltern machen.
Fakt ist: Programmieren macht Spaß und ist echt cool. Denn wer hat schon selbst entwickelte Computerspiele?
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© KiKA 2012 - zuletzt geändert am 07.05.2012