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sonntags 15.45 Uhr

In der letzten Sendung:

Juri hat dir erklärt, wie man Schauspieler werden kann. [Ich will mehr wissen!]

Sendung am 20. November 2011

(Wiederholung vom 17. Juli 2011)

Tricks bei Schloss Einstein

In „Schloss Einstein“ geht es um Freunde, Ängste und Sogen, kurz um alles, was den Alltag auf einer Internatschule ausmacht.

Trotzdem wird in der Serie manchmal auch getrickst. Zum Beispiel, wenn Coco, Tamas und Sándor unfreiwillig in die Steinzeit reisen. Bei so einer Szene muss nicht nur ein Steinzeitkostüm aus Fellen her, sondern auch in der Maske wird in die Trickkiste gegriffen. Steinzeitmenschen waren nicht so sauber, wie wir es heute sind, darum werden die Schauspieler ordentlich schmutzig gemacht. Auch zerzauste Perücken bekommen sie aufgesetzt. Einigen werden sogar die Zähne so geschminkt, dass sie richtig faulig aussehen. Kostüm und Maske helfen den Schauspielern, sich in die Situation der Szene hineinzufühlen.

Klicke auf eines der Bilder, um es zu vergrößern.

Bild: Edzard, Luisa und Lennart vor der Verwandlung in Steinzeitmenschen.
Bild: Arme und Beine werden mit Heilerde schmutzig gemacht.
Bild: Sogar die Zähne werden für den Steinzeitlook bemalt.
Bild: Edzard, Luisa und Lennart nach Maske und Kostüm als Steinzeitmenschen.

Die Filmtricks in der Steinzeitszene

Tamas und Sándor geraten wegen einer defekten Zeitmaschine in die Steinzeit und dort in eine Prügelei. Während des Drehs so einer Szene kommt man nicht ohne Tricks aus.

Damit die Kampfszene mit den Urzeitmenschen spektakulär aussieht, sich aber niemand verletzt, wird sie mit einem Kampfchoreographen eingeübt. Der legt genau fest, welcher Schlag auf welchen folgt, so dass sich die Schauspieler gut darauf einstellen können. Bei den Schlägen wird möglichst nicht auf den Kopf gezielt. Es wird zwar zum Schlag ausgeholt, aber immer abgestoppt, bevor der Schlag tatsächlich trifft.

Schließlich können Tamas und Sándor in der Steinzeitszene nur noch mit Hilfe der Zeitmaschine vor den Urmenschen fliehen. Hierfür wird mit einem Stopptrick gearbeitet: Der Regisseur gibt allen ein Zeichen, auf das  die Schauspieler ganz still stehen müssen. Niemand darf sich bewegen. Tamas und Sándor gehen aus dem Bild, bevor die Szene weiter gespielt wird. Die Bilder mit und ohne Tamas und Sándor werden dann im Schnitt direkt hintereinander gesetzt. So sieht es aus, als ob sie wie von Zauberhand verschwinden.

Die Tricks bei einem Stunt

In Folge 664 von „Schloss Einstein“ liefern sich Sándor und Elias ein Parcour-Rennen in einem Abrisshaus. Es gibt einen spektakulären Stunt, bei dem Sándor durch eine Decke bricht. Für den Stunt wird gleich mit mehreren Tricks gearbeitet.

Klicke auf eines der Bilder, um es zu vergrößern.

Bild: Nahaufnahme eines Schauspielers
Bild: Totale Einstellung von Stuntmen
Bild: Spezialkamera am Gürtel des Stuntman
Bild: Sándors Kameraperspektive

Zuerst werden von den Schauspielern Naheinstellungen gedreht. Man sieht ihre Gesichter und ihre Angst und Anspannung, obwohl eigentlich noch gar nichts passiert. Lennert König, der den Sándor spielt, steht auf festem Boden und ist nicht eingebrochen.

Wenn die Decke tatsächlich einstürzt, kommt der zweite Trick zum Einsatz: Es wird mit gut ausgebildeten Stuntmen gearbeitet. Die Stuntmen sind mit Gurten abgesichert. Die Kamera filmt sie so, dass man später nicht erkennt, dass nicht die echten Schauspieler im Einsatz waren. Der Boden ist mit Brettern präpariert und kann kontrolliert zum Einsturz gebracht werden. Trotzdem gibt es nur einen Versuch und alle müssen sich sehr konzentrieren.

Um die Szene noch spektakulärer werden zu lassen, wird mit noch einem Trick gearbeitet: Am Gürtel eines Stuntman wird eine Spezialkamera befestigt. Die Kamera zeigt, was Sándor sieht, während er über dem Abgrund hängt. Man nennt solche Kameraeinstellungen Subjektive. Für den Zuschauer wird Sándors Situation so noch nachfühlbarer.

Stopptrick: Personen verschwinden aus dem Bild

Auch in deinem eigenen Film kannst du mit einfachen Tricks Personen verschwinden lassen. Hierfür musst du drei Aufnahmen machen. Zuerst filmst du die Szene, ohne dass jemand verschwindet. Dann filmst du den Hintergrund noch einmal ohne Person. Der Verschwinde-Zauber wirkt mit Effekten noch besser. Leuchte dazu mit einer Taschenlampe direkt in die Kamera. Achte darauf, dass von deiner Hand nichts zu sehen ist. Filme nur den Lichtstrahl. Wenn du dann noch ein paar Geräusche aufnimmst, die du im Schnitt unter das Verschwinden legst, ist dein Trick perfekt.

Klicke auf eines der Bilder, um es zu vergrößern.

Bild: Kamerabild vom Stopptrick
Bild: Kamerabild vom Stopptrick
Bild: Taschenlampe leuchtet in eine Kamera.
Bild: Kinder erzeugen Geräusche mit Küchenger&aumlten

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