sonntags 15.45 Uhr
In der letzten Sendung hat Juri dir die Filmstarts im Februar vorgestellt. [Ich will mehr wissen!]

Beim Radio wird der Jingle
eingesprochen.Überall in den Medien gibt es unendlich viele Möglichkeiten, Sprache einzusetzen: Es gibt Jingles im Radio, Synchronsprecher in Filmen, Nachrichtensprecher wie bei der Tagesschau, Schauspieler im Theater und im Film. Sprecher ist also ein Beruf - und den kann man durch Sprechtechniken und viel Übung lernen.
Die TRICKBOXX hat eine Hörspielautorin besucht und die Hörspielgruppe, die sich darauf vorbereitet.
Wie übt man Sprechen? Wie bereitet sich ein Tagesschausprecher wie Jan Hofer auf eine Sendung vor? Und wie kannst du die Tipps der Profis auch für dine Referate übernehmen?

Paula Fünfeck schreibt Hörspiele. Das ist anders als ein Theaterstück oder ein Drehbuch zu schreiben, denn sie muss immer daran denken, dass die sprechenden Schauspieler nur zu hören sind. Die Charaktere werden darüber bestimmt, wie der Schauspieler spricht und was er sagt. In Paula Fünfecks Hörspiel „Faunenflöte“ sprechen alle Charaktere in Reimform. Das ist etwas Besonderes. Die Kinder, die das Hörspiel sprechen werden, gehen dazu in den Sprechunterricht von Conny Wolter. Hier üben sie sich im Sprechen und lernen, ihre Sprache einzusetzen. Bei fünf Übungen seid ihr mit dabei. Probiert das auch mal aus!

Die Schauspielgruppe von Conny Wolther im Unterricht. Bei den Aufnahmen im Studio hilft den Kindern dann noch der Regisseur des Stückes. Ja, auch bei der Aufnahme eines Hörspiels muss jemand Regie führen. So achtet der Regisseur zum Beispiel darauf, ob die Sprache zum Charakter der Rolle passt, ob zu schnell, zu fröhlich oder zu laut gesprochen wird.
Jan Hofer ist Tagesschausprecher. Ihm schauen und hören jeden Abend Millionen Menschen zu. Er führt 15 Minuten lang durch die Tagesschau der ARD - dabei ist er aber nicht die ganze Zeit zu sehen. Manchmal spricht er einen ganz aktuellen Film auch im „Off“. Das ist der Fachbegriff im Fernsehen, wenn du den Sprecher nur hörst. Siehst du Jan Hofer, spricht er im „On“. Die Filme in der Tagesschau werden aber häufig von „Off-Sprechern“ gesprochen wie Peter Kazantzakis. Diese Filme heißen auch: „ NiFs“. „NiF“ ist die Abkürzung für „Nachricht im Film“. Er spricht die „NiFs“ live für jede Sendung. Dabei muss er sich sehr konzentrieren. Denn wenn er zu spät einsetzt, sich verspricht oder nuschelt, kann das nicht korrigiert werden und es hören Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. Natürlich passiert solchen Vollprofis wie Jan Hofer auch mal ein Patzer. Dafür hat er einen Rat: nicht über den Patzer nachdenken, sondern gleich weiter machen, als wäre gar nichts passiert.
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Richtiges Sprechen kann im Alltag sehr hilfreich sein - wie zum Beispiel bei Referaten für die Schule. Wer hier sicher und locker sprechen kann, überzeugt Lehrer und Mithörer. Dafür brauchst du aber keinen professionellen Sprechunterricht. Freies Sprechen kannst du auch zu Hause üben. Da Referate frei gesprochen werden, kannst du dir zur Unterstützung Karteikarten anfertigen. Hier kannst du stichpunktartig oder in kurzen, einfachen Sätzen Notizen aufschreiben. Mit einem Korken im Mund kannst du deine Zunge trainieren. Während du dein Referat hältst, solltest du unbedingt aufrecht Stehen. Achte auf eine saubere Aussprache und rede ruhig und nicht zu schnell. Fleißiges Üben hilft dabei sehr. Zur besseren Vorbereitung kannst du dein Referat vor deiner Familie oder Freunden halten.
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