sonntags 15.45 Uhr
In der letzten Sendung hat Juri dir die Filmstarts im Februar vorgestellt. [Ich will mehr wissen!]

Franziska achtet beim Fernsehen
genau auf Geräusche und Stimmen.Juri will herausfinden wie Blinde fernsehen. Deswegen hat er Franziska besucht. Franziska ist von Geburt an blind. Sie liebt es zu klettern, zu reiten und zu basteln. Außerdem spielt sie Keyboard, macht Judo und schaut sehr gern fern. Franziska besucht ein Internat. Hier steht der Fernseher in einem Gruppenraum. Damit Franziska weiß, was im Fernsehen kommt, gibt es ein Gerät, mit dem sie sich das Fernsehprogramm anhören kann. Sie wählt den Sender und die Zeit, und dann hört sie was im Fernsehen läuft.
Wie aus einem normalen Spielfilm ein Hörfilm wird, hat sich Juri am Beispiel des neuen Kinofilms „Paulas Geheimnis“ ganz genau angesehen. Bei der Firma Hörfilm in Berlin trifft Juri Martina Wiemers, die Leiterin der Firma. Sie erklärt Juri, dass alle Hörfilme erst einmal ganz normale Filme waren. Erst nachträglich werden sie mit der Audiodeskription versehen, also wird in gesprochenen Worten kurz erklärt, was im Film passiert.

Dazu schaut sich zuerst ein Filmbeschreiber den Film an. Die Filmbeschreiberin Sabine stoppt die Zeiten zwischenden Dialogen aus „Paulas Geheimnis“, denn nur dort ist Platz für die Bildbeschreibung. Alle wichtigen Informationen müssen in diese Lücken passen. Das ist nicht leicht, denn manchmal ist nur wenig Zeit um alle wichtigen Informationen über Orte, Personen und Handlungen unterzubringen.

Ist der Film fertig getextet, liest ihn Sabine ihrer Kollegin Evelyn vor. Evelyn ist blind. Sie testet, ob die Filmbeschreibung für Blinde eindeutig ist. Sobald sie eine Szene nicht versteht, muss der Text geändert werden. Dann werden die Texte in einem Ton-Studio von einer Schauspielerin gesprochen und aufgenommen. Schauspielerin Ulrike Stürzbecher erklärt Juri, dass sie sich beim Sprechen von Audiodeskriptionen sehr zurücknehmen muss. Sie passt ihre Stimme zwar einer spannenden oder komischen Situation an, aber eigentlich ist es am besten, wenn sich nach dem Film niemand an ihre Stimme erinnert.
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