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Diesmal hat dir TRICKBOXX-Reporter Juri wieder neue Kinofilme vorgestellt. [Ich will mehr wissen!]

Sendung am 14. Februar 2010

(Wiederholung vom 16. November 2008)

Kinder-Casting zum Film "Blöde Mütze!"

Bild: Juri mit Anne Heubner
Juri mit Anne Heubner

Juri war beim Casting für den Kinofilm „Blöde Mütze!“ zu Gast und hat sich angeschaut, was bei der Besetzung für eine Rolle wichtig ist.

Für die Besetzung der in „Blöde Mütze!“ war Anne Heubner verantwortlich. Bevor sich Anne auf die Suche nach Schauspielern für den Film machen kann, liest sie das Drehbuch des Films, um zu wissen, welche Figuren besetzt werden müssen. Bei „Blöde Mütze!“ gibt es drei Hauptpersonen: Martin, der neu in die Stadt gezogen ist und sich dort in Silke verliebt, die aber bereits einen Freund hat, nämlich Oliver.

Wichtig ist, wie die Figuren aussehen sollen. Das steht ebenfalls im Drehbuch. Martin zum Beispiel ist 12 Jahre alt und für sein Alter noch etwas klein. Sein auffälligstes Merkmal ist, dass er immer eine Schildmütze trägt, was ihm auch den Spitznamen „Blöde Mütze“ einbringt. Oliver hingegen ist groß und kräftig.

Gut, welche Rollen besetzt werden müssen steht fest, aber wie findet man die entsprechenden Schauspieler? Anne hat eine Kartei mit Kindern verschiedenen Alters, die schon früher einmal an einem Casting teilgenommen, aber keine Rolle bekommen haben. Wenn in dieser Kartei niemand zu finden ist, der auf die Rolle passt, wird ein Streetcasting gemacht. Anne geht dann in verschiedene Schulen und schaut sich dort in Theatergruppen nach Kindern um, die geeignet sein können. Dazu müssen die Kinder zum Beispiel einen bestimmten Satz mehrmals in unterschiedlichen Gemütslagen vortragen. Anne will dadurch sehen, ob die Kinder spielen können.

Eine weitere Möglichkeit, geeignete Kinder für die Rollen in „Blöde Mütze!“ zu finden ist ein offenes Casting. Dabei wird ein Aufruf in der Zeitung veröffentlicht, in dem Kinder in dem entsprechenden Alter auffordert werden, sich bei der Kinderfilm GmbH vorzustellen. Das Streetcasting und das offene Casting sind sogenannte Vorcastings.

Bild: Juri mit den Hauptdarstellern
Juri mit den Hauptdarstellern

Die besten Teilnehmer aus den Vorcastings werden dann zu einem Rollencasting eingeladen. Dort müssen sie zum ersten Mal eine Szene aus dem Film „Blöde Mütze!“ vorspielen. Dabei will Anne sehen, wie die Kinder ihre Rolle individuell gestalten und ob sie Regieanweisungen umsetzen können. Die Szenen werden mit einer Videokamera aufgenommen und später ausgewertet. Zusätzlich notiert Anne ihre Eindrücke über die Kinder auf einem Castingbogen. Die aufgenommenen Szenen werden anschließend an einem Schnittplatz zusammen geschnitten und das Band an den Regisseur geschickt. Der entscheidet dann, wer zum Regiecasting eingeladen wird, bei dem dann der Regisseur mit den Kindern arbeit. Aber oftmals reicht ein Regiecasting nicht aus, um zu entscheiden, wer die Rolle nun endgültig bekommen soll. Auch bei der Besetzung der Rollen zu „Blöde Mütze!“ waren mehrere Regiecastings notwendig, um eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Schließlich hat sich der Regisseur für Johann Hillmann als Martin, Lea Eisleb als Silke und Konrad Baumann in der Rolle des Oliver entschieden. Die drei haben während des Castings gar nicht damit gerechnet, eine Hauptrolle zu bekommen und können nur jedem raten, der auch einmal vor der Kamera stehen will, sich nicht geschlagen zu geben, wenn es beim ersten Vorsprechen nicht klappt.

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© KI.KA 2010 - zuletzt geändert am 07.09.2010