sonntags 10.30 Uhr
Diesmal hat dir TRICKBOXX-Reporter Juri wieder neue Kinofilme vorgestellt. [Ich will mehr wissen!]
„Im Zoo“ [Ich will mir den Film ansehen.]

Juri trifft Aaron am Filmset.Im vergangen Jahr war die Verfilmung des packenden Jugendbuchbestsellers „Vorstadtkrokodile“ in den Kinos zu sehen. Die Geschichte handelt von einer echt coolen Jugendbande – den Vorstadtkrokodilen eben. Kai, ein Junge, der im Rollstuhl sitzt, will gerne aufgenommen werden. Nur weil er einen Einbruch beobachtet, bekommt er die Chance mitzumachen.
Juri war am Set der Vorstadtkrokodile, als Rollstuhl-Stuntszenen gedreht wurden. Dabei hat er den 16-jährigen Rollstuhl-Stuntman Aaron Fotheringham beobachtet, 
Aaron probt einen Stunt.der den Darsteller Fabian Halbig in einigen Szenen doubelt. Aaron ist extra aus den USA für diesen Kinofilmdreh angereist. Sein Spezialgebiet ist das von ihm entwickelte „Hardcore Sitting“. Unter „Hardcore Sitting“ versteht Aaron das Fahren von extremen Stunts mit dem Rollstuhl. Die Ideen für seine Tricks schaut sich Aaron von BMX Fahrern und Skatern ab. Einer der extremsten Stunts, den Aaron mit seinem Rolli fährt, ist der Salto Rückwärts in der Halfpipe. Das ist ganz schön gefährlich. Auch für die Vorstadtkrokodile ist Aaron in der Halfpipe gefahren. Normalerweise trägt er dazu Schutzkleidung. Da er innerhalb des Filmes aber dem Kai-Darsteller Fabian möglichst ähnlich sehen muss, wird darauf verzichtet. Mit Hilfe von Maske und Kostüm wird Aaron Fabian möglichst ähnlich gemacht und trotzdem muss er beim Stuntfahren darauf achten, dass er sein Gesicht nicht der Kamera zuwendet. Ganze zwei Stunden dauert es, bis der Stunt endgültig im Kasten ist. Da braucht Aaron ganz schön viel Kondition und trotz des ganzen 
Hier fährt Aaron in der Halfpipe.Aufwandes kann es dann noch sein, dass man sich im Schnitt gegen die Szene entscheidet. Genau so ist es bei den „Vorstadtkrokodilen“ geschehen, aber Aarons herausragendes Können kann man noch in genügend anderen Szenen bewundern. So jagt er zum Beispiel in seinem Rolli durch eine Fußgängerzone und macht dabei nicht vor Treppen, Einkaufsständen oder nahenden Autos halt.
Nicht nur Rollstuhlstunts müssen gründlich vorbereitet werden, sondern auch Autostunts, damit beim Dreh dann auch wirklich nichts schief geht. Zuständig dafür ist ein Stunt-Koordinator wie Wolfgang Lindner, genannt Linde. Bevor sich Linde an die Vorbereitungen eines Stunts macht, liest er das Drehbuch. Dann bespricht er mit dem Regisseur, wie der sich die Szene genau vorstellt. 
Zur Sicherheit trägt Aaron
bei den Proben einen Helm.Anschließend überlegt er sich, wie die Vorgaben des Regisseurs am besten umgesetzt werden können. Wenn er dann eine Idee hat, plant Linde einen Autostunt mit kleinen Spielzeugautos durch und erklärt seinen Stuntmen, wie die Szene aussehen soll. Erst dann geht es mit den richtigen Autos zum Training auf die Teststrecke. Die Teststrecke befindet sich in einem Feld, so dass, auch wenn die Autos von der Straße abkommen, kaum etwas passieren kann. Zur Sicherheit werden aber auch die Autos präpariert und die Stuntmen tragen spezielle Schutzkleidungen. Jeder Stunt wird vor dem Dreh probiert, damit bei den Dreharbeiten auch alles 100%ig klappt.
Hast du jetzt Lust selbst mal als Stuntman aktiv zu werden? Es gibt Stuntschulen für Kinder! Dort steht Action auf dem Stundeplan und du kannst Autostunts, Schlägereien und Feuerstunts selbst einüben. Schlägerrein zum Beispiel werden wie Ballettchoreografien einstudiert. Jeder Schlag, jeder Tritt wird vorab genau abgesprochen. Es kommt darauf an, dass man den Partner nicht trifft, der aber 
Juri interviewt Aaron zu
seinen Stunts.passend zum Angriff reagiert und auch die entsprechenden Gesichtsausdrücke schauspielert. Für eine andere Stuntart muss auch die Bekleidung gut vorbereitet werden. Gemeint ist der Feuerlauf, bei dem eine brennende Person umherläuft. Dafür werden über zwei Schichten in Wasser getränkte Kleidung feuerfeste Stofflappen gelegt. Über die Stofflappen kommt eine weitere Lage nasser Kleidung, an der dann spezielle Stoffbänder befestigt werden. Nur diese Stoffbänder werden für den Feuerlauf angezündet. Der Stuntman merkt die Flammen so kaum, muss aber natürlich trotzdem schreien und panisch reagieren. Stuntman sein, heißt eben immer auch Schauspieler sein und Training und gute Vorbereitung sind unerlässlich, um die Gefahren so gering wie möglich zu halten.
Auf jeden Fall ungefährlich ist es, wenn du Stunts oder Actionszenen mit dem mobilen Animationsstudio TRICKBOXX animierst! Das Ergebnis ist dann vielleicht schon bald in der TRICKBOXX zu sehen. So wie dieses Mal der Film „Im Zoo“ von den Schülern der Stephen-Hawking-Schule in Walldorf.
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© KI.KA 2010 - zuletzt geändert am 07.09.2010