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Sendung am 29. November 2009

Digitalfotografie

Bild: Prozessor in der Kamera
Der Prozessor in der Kamera.
Unvorteilhafte Fotos - den Ärger kennt doch jeder! Aber mit einer Digitalkamera muss das gar nicht sein. Denn auf dem Display kannst du sofort überprüfen, ob du auf dem Foto gut getroffen bist.

Digitale Fotos sind nicht, wie bei einer analogen Kamera, auf einem Film, sondern auf einer Speicherkarte: Der Gegenstand, der fotografiert wird, reflektiert Licht durch das Objektiv auf einen lichtempfindlichen Chip. Der Chip digitalisiert diese Lichtwerte und schickt sie weiter an den Prozessor, der daraus Daten errechnet - wie bei einem Computer. Diese Daten werden dann auf der Speicherkarte gespeichert. Von der Speicherkarte aus, kannst du dir das Bild direkt auf dem Display der Kamera ansehen und dann direkt entscheiden, ob du das Bild behalten oder löschen möchtest.

Bild: Menü der Digitalkamera
Das Menü von Juris Digitalkamera
Auf so eine Speicherkarte passen viel mehr Bilder als auf einen Film: Auf eine Speicherkarte können mehrere hundert digitale Fotos passen. Und wenn du bei einer analogen Kamera einen 36er Farbfilm eingelegt hast, dann werden aus den 36 Bildern natürlich auch 36 Farbfotos. Bei einer digitalen Kamera kannst du über das Menü für jedes Foto neu entscheiden, ob es zum Beispiel schwarz-weiß werden soll, so bräunlich aussehen soll wie Fotos vor einhundert Jahren oder ganz einfach bunt sein soll. Die verschieden Digitalkameras bieten ganz verschiedene Möglichkeiten.

Weil die digitalen Kameras so viele Möglichkeiten bieten und man jede Menge Fotos machen kann, fällt es einem aber auch schwer, sich schließlich für ein Foto zu entscheiden. Deshalb hat sich Juri angesehen, wie ein Profifotograf dabei vorgeht. Bild: Motiv wird per Hand schon mal ausgesucht.
Roland wählt das Motiv aus.
Der Fotograf Roland Horn soll ein Foto vom Berliner Dom machen, das später auf einer Postkarte zu sehen sein soll. Schon bevor er das erste Mal auf den Auslöser des Fotoapparats drück, überlegt er sich genau, wie das Foto aussehen soll. Er stellt die Kamera so auf, dass er einen schönen Bildausschnitt auf das Foto bekommt, keine störenden Schatten im Bild hat und die Sonne das Motiv wunderbar ausleuchtet.

Bild: Einzelfotos werden zusammengesetzt.
Die Einzelfotos werden am
Rechner zusammengesetzt.
Für das Foto wählt Roland ein Normalobjektiv, das entspricht ungefähr dem Blickwinkel unseres Auges. Da Roland das Gebäude aber ziemlich groß und trotzdem komplett sehen will, entscheidet er sich für ein Panoramafoto. Dafür muss man die Kamera nach jedem Auslösen ein Stückchen drehen und das nächste Bild machen. Das wird von einem Stativ aus gemacht, damit später die Anschnitte des Bildes immer die gleiche Höhe haben. So entstehen einzelne Fotos, aus denen Roland nachher am Computer ein einziges Bild macht.

Bild: Foto von Juri bearbeitet und unbearbeitet
Juris Werk
Sind die Fotos erst einmal geschossen, kannst du die Kamera mit einem USB-Kabel an den Computer anschließen, um die Fotos weiterzubearbeiten. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm können die Farben, der Kontras, die Helligkeit und auch die Schärfe eines Bildes verändert werden. Dann kannst du die Fotos gleich am Computer ausdrucken oder aber auch per E-Mail verschicken. Und hier seht ihr Juris unbearbeitetes und das bearbeitete Foto. Toll, oder?

Ob ein Profi bei der Nachbearbeitung auch so vorgeht wie Juri? Auch Roland zieht sich die verschiedenen Fotos erst einmal in seinen Computer. Dort legt er die Fotos aneinander und lässt sie von einem speziellen Programm zusammenfügen. Kleine Ungenauigkeiten korrigiert er dann selbst. Da sich eine Stadt auf einer Postkarte ja immer von der schönsten Seite zeigen will, macht er den Himmel noch etwas blauer und retuschiert Baukräne weg, die im Motiv standen.

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