sonntags 15.45 Uhr
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Der Prozessor in der Kamera. Unvorteilhafte Fotos - den Ärger
kennt doch jeder! Aber mit einer Digitalkamera muss das gar nicht sein. Denn
auf dem Display kannst du sofort überprüfen, ob du auf dem Foto gut
getroffen bist.
Digitale Fotos sind nicht, wie bei einer analogen Kamera, auf einem Film, sondern auf einer Speicherkarte: Der Gegenstand, der fotografiert wird, reflektiert Licht durch das Objektiv auf einen lichtempfindlichen Chip. Der Chip digitalisiert diese Lichtwerte und schickt sie weiter an den Prozessor, der daraus Daten errechnet - wie bei einem Computer. Diese Daten werden dann auf der Speicherkarte gespeichert. Von der Speicherkarte aus, kannst du dir das Bild direkt auf dem Display der Kamera ansehen und dann direkt entscheiden, ob du das Bild behalten oder löschen möchtest.

Das Menü von Juris Digitalkamera Auf so eine Speicherkarte passen
viel mehr Bilder als auf einen Film: Auf eine Speicherkarte können mehrere
hundert digitale Fotos passen. Und wenn du bei einer analogen Kamera
einen 36er Farbfilm eingelegt hast, dann werden aus den 36 Bildern natürlich
auch 36 Farbfotos. Bei einer digitalen Kamera kannst du über das Menü für
jedes Foto neu entscheiden, ob es zum Beispiel schwarz-weiß werden
soll, so bräunlich aussehen soll wie Fotos vor einhundert Jahren oder
ganz einfach bunt sein soll. Die verschieden Digitalkameras bieten ganz verschiedene
Möglichkeiten.
Weil die digitalen Kameras so viele Möglichkeiten bieten und man jede Menge
Fotos machen kann, fällt es einem aber auch schwer, sich schließlich
für ein Foto zu entscheiden. Deshalb hat sich Juri angesehen, wie ein
Profifotograf dabei vorgeht. 
Roland wählt das Motiv aus.Der Fotograf Roland Horn soll ein
Foto vom Berliner Dom machen, das später auf einer Postkarte zu sehen sein
soll. Schon bevor er das erste Mal auf den Auslöser des Fotoapparats drück, überlegt
er sich genau, wie das Foto aussehen soll. Er stellt die Kamera so auf, dass
er einen schönen Bildausschnitt auf das Foto bekommt, keine störenden
Schatten im Bild hat und die Sonne das Motiv wunderbar ausleuchtet.

Die Einzelfotos werden am
Rechner zusammengesetzt. Für
das Foto wählt Roland ein Normalobjektiv, das entspricht ungefähr
dem Blickwinkel unseres Auges. Da Roland das Gebäude aber ziemlich groß und
trotzdem komplett sehen will, entscheidet er sich für ein Panoramafoto.
Dafür muss man die Kamera nach jedem Auslösen ein Stückchen
drehen und das nächste Bild machen. Das wird von einem Stativ aus gemacht,
damit später die Anschnitte des Bildes immer die gleiche Höhe haben.
So entstehen einzelne Fotos, aus denen Roland nachher am Computer ein einziges
Bild macht.

Juris WerkSind die Fotos erst einmal geschossen,
kannst du die Kamera mit einem USB-Kabel an den Computer anschließen,
um die Fotos weiterzubearbeiten. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm
können
die Farben, der Kontras, die Helligkeit und auch die Schärfe eines Bildes
verändert werden. Dann kannst du die Fotos gleich am Computer ausdrucken
oder aber auch per E-Mail verschicken. Und hier seht ihr Juris unbearbeitetes
und das bearbeitete Foto. Toll, oder?
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