sonntags 15.45 Uhr
In der letzten Sendung hat Juri dir die Filmstarts im Februar vorgestellt. [Ich will mehr wissen!]

Im Fernsehseminar, das Juri an der „Henri-Nannen-Schule“ begleitet, müssen die Schüler in Vierergruppen unter Zeitdruck selber einen Fernsehbeitrag machen. So lernen sie an einem praktischen Beispiel alle Arbeitsschritte, die bis zum fertigen Fernsehbeitrag erledigt werden müssen.
Zuerst müssen sich die Gruppen überlegen, welches Thema ihr Fernsehbeitrag
haben soll. 
Der berühmte "rote Faden"Eine Gruppe hat sich entschlossen,
einen Beitrag zu einem Kindertheaterschiff in Hamburg zu machen. Der
Beitrag könnte zum Beispiel
vom Theaterschiff selbst, einer konkreten Vorführung, den Schauspielern,
den Kulissen oder einem Regisseur handeln. Da das zu viele Themen für
einen kurzen Fernsehbeitrag sind, müssen sich die Schüler für
ein Hauptthema entscheiden: den roten Faden des Beitrags. Ist das
Hauptthema festgelegt, recherchieren die Studenten alles möglich zu
diesem Thema: Wer könnte
ein Interviewpartner sein? Welche Fragen sind besonders spannend? Was
wird genau gezeigt und wann wird gedreht?

Das TreatmentIst alles Wichtige recherchiert,
muss ein Treatment geschrieben werden. Das Wort „Treatment“ kommt
aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Behandlung oder Abhandlung.
Im Treatment steht, was der Zuschauer sehen wird und welcher Text zu
den Bildern gesprochen werden soll. Hier wird auch vermerkt, wer einen
O-Ton geben wird. „O-Ton“ steht
für
Originalton. Hier wird aufgeschrieben, wer zu welchen Fragen interviewt
werden soll. Während
des Drehs ist das Treatment sehr hilfreich, denn so hält der Journalist
einen kleinen Fahrplan für den Beitrag in den Händen und kann nichts
vergessen.
Jedes Treatment
wird abgenommen, bevor gedreht wird. Der verantwortliche Redakteur schaut sich
an, was der Journalist recherchiert und sich überlegt hat. Dann beginnen
die Dreharbeiten. An der Journalistenschule müssen die Schüler selber
die Kamera führen und den Ton machen, später werden das ein Kameramann
und ein Tonassistent übernehmen.

Die DreharbeitenWährend des Drehs arbeitet man nicht immer chronologisch, so wird manchmal
das Ende des Beitrages zuerst gedreht. Erst später werden dann die Bilder
gemacht, die am Anfang des Fernsehbeitrages zu sehen sein sollen. Da kann
man leicht durcheinander kommen, deshalb haken die Journalistenschüler
während der Dreharbeiten genau ab, welche Teile des Treatments sie schon
gedreht haben.
Sind die Dreharbeiten abgeschlossen, geht’s mit dem gedrehten Material in den Schnitt. Dann müssen die Studenten aus vielen Minuten Rohmaterial die schönsten Bilder und besten O-Töne auswählen und daraus einen kurzen spannenden Fernsehbeitrag machen. Dabei halten sich die Schüler wieder an das Treatment. Jetzt müssen die Schüler den Text zu ihrem Beitrag schreiben und auf die Bilder sprechen. Anschließen wird es spannend, denn jetzt wird ihr Beitrag von der Dozentin des Fernsehseminars abgenommen. Katrin Prüfig sagt den Schülern, was ihnen gut gelungen ist und worauf sie beim nächsten Beitrag achten müssen.
Wenn ihr mehr zur Ausbildung an der „Henri-Nannen-Journalistenschule“ erfahren wollt, dann schaut doch mal auf die Internetseite der Schule: www.journalistenschule.de.
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