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Sendung am 18. Oktober 2009

Journalistenschule

Bild: Juri mit den Journalistenschülern
Juri mit den Journailstenschülern

Im Fernsehseminar, das Juri an der „Henri-Nannen-Schule“ begleitet, müssen die Schüler in Vierergruppen unter Zeitdruck selber einen Fernsehbeitrag machen. So lernen sie an einem praktischen Beispiel alle Arbeitsschritte, die bis zum fertigen Fernsehbeitrag erledigt werden müssen.

Zuerst müssen sich die Gruppen überlegen, welches Thema ihr Fernsehbeitrag haben soll. Bild: Der berühmte "rote Faden"
Der berühmte "rote Faden"
Eine Gruppe hat sich entschlossen, einen Beitrag zu einem Kindertheaterschiff in Hamburg zu machen. Der Beitrag könnte zum Beispiel vom Theaterschiff selbst, einer konkreten Vorführung, den Schauspielern, den Kulissen oder einem Regisseur handeln. Da das zu viele Themen für einen kurzen Fernsehbeitrag sind, müssen sich die Schüler für ein Hauptthema entscheiden: den roten Faden des Beitrags. Ist das Hauptthema festgelegt, recherchieren die Studenten alles möglich zu diesem Thema: Wer könnte ein Interviewpartner sein? Welche Fragen sind besonders spannend? Was wird genau gezeigt und wann wird gedreht?

Bild: Das Treatment
Das Treatment
Ist alles Wichtige recherchiert, muss ein Treatment geschrieben werden. Das Wort „Treatment“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Behandlung oder Abhandlung. Im Treatment steht, was der Zuschauer sehen wird und welcher Text zu den Bildern gesprochen werden soll. Hier wird auch vermerkt, wer einen O-Ton geben wird. „O-Ton“ steht für Originalton. Hier wird aufgeschrieben, wer zu welchen Fragen interviewt werden soll. Während des Drehs ist das Treatment sehr hilfreich, denn so hält der Journalist einen kleinen Fahrplan für den Beitrag in den Händen und kann nichts vergessen.

Jedes Treatment wird abgenommen, bevor gedreht wird. Der verantwortliche Redakteur schaut sich an, was der Journalist recherchiert und sich überlegt hat. Dann beginnen die Dreharbeiten. An der Journalistenschule müssen die Schüler selber die Kamera führen und den Ton machen, später werden das ein Kameramann und ein Tonassistent übernehmen.

Bild: Dreharbeiten am Set
Die Dreharbeiten
Während des Drehs arbeitet man nicht immer chronologisch, so wird manchmal das Ende des Beitrages zuerst gedreht. Erst später werden dann die Bilder gemacht, die am Anfang des Fernsehbeitrages zu sehen sein sollen. Da kann man leicht durcheinander kommen, deshalb haken die Journalistenschüler während der Dreharbeiten genau ab, welche Teile des Treatments sie schon gedreht haben.

Sind die Dreharbeiten abgeschlossen, geht’s mit dem gedrehten Material in den Schnitt. Dann müssen die Studenten aus vielen Minuten Rohmaterial die schönsten Bilder und besten O-Töne auswählen und daraus einen kurzen spannenden Fernsehbeitrag machen. Dabei halten sich die Schüler wieder an das Treatment. Jetzt müssen die Schüler den Text zu ihrem Beitrag schreiben und auf die Bilder sprechen. Anschließen wird es spannend, denn jetzt wird ihr Beitrag von  der Dozentin des Fernsehseminars abgenommen. Katrin Prüfig sagt den Schülern, was ihnen gut gelungen ist und worauf sie beim nächsten Beitrag achten müssen.

Wenn ihr mehr zur Ausbildung an der „Henri-Nannen-Journalistenschule“ erfahren wollt, dann schaut doch mal auf die Internetseite der Schule: www.journalistenschule.de.

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