WhatsApp

„Der heiße Shice der Kinder – und was Eltern dazu wissen müssen“

WhatsApp

WhatsApp ist auf den ersten Blick einfach nur praktisch: Schnell mit ein paar Freunden oder der Familie schreiben, ein Bild aus dem Urlaub schicken, keine Kosten. Aber was passiert mit meinen Daten?

WhatsApp ist ... nach oben

…eine App für Smartphones, mit der man Nachrichten, Fotos, Videos, Audios, Kontakte und Standorte umsonst verschicken kann. Es ist möglich zu zweit sowie in Gruppen miteinander zu kommunizieren. Außerdem bietet die App die Möglichkeit, zu zweit zu telefonieren und Sprachnachrichten zu verschicken.

Hard Facts

  • gehört zu Facebook
  • Anmeldung erfolgt über Telefonnummer
  • greift auf Adressbuch zu
  • Mindestalter laut Nutzungsbedingungen 13 Jahre
  • 35 Prozent der zehn- bis elfjährigen Kinder mit Smartphone nutzen WhatsApp*
  • bei den zwölf- bis 13-jährigen sind es schon 59 Prozent**
  • für 95 Prozent der zwölf- bis 19-jährigen ist WhatsApp eine der drei wichtigsten Apps*
  • von ihnen nutzen 89 Prozent die App täglich, 95 Prozent mindestens mehrmals pro Woche*
  • kann auch im Webbrowser über den Computer genutzt werden

*Ergebnisse der JIM-Studie 2016 - Jugend, Information, (Multi-)Media
** Ergebnisse der KIM-Studie 2014 – Kinder & Medien, Computer & Internet

Warum nutzen Kinder die App? nach oben

Tipps zum Umgang nach oben

  • keine sensiblen Daten wie Wohnadresse, Name der Schule oder freizügige Fotos verschicken
  • auf Einstellungen zur Privatsphäre achten: Profilbilder nicht für jeden sichtbar machen
  • auf Datenvolumen achten: Nur im W-LAN telefonieren und den automatischen Download von Mediadaten abschalten
  • Kind ermutigen, bei merkwürdigen Nachrichten mit Ihnen zu sprechen
  • zeigen, dass Kettenbriefe ignoriert werden können
  • Personen blockieren, die Ihrem Kind ungewollte Nachrichten schicken
  • über Cybermobbing und seine Konsequenzen sprechen
  • Kind zeigen, wie es Gruppenbenachrichtigungen ausschalten kann
  • bei Bedenken auf andere Messenger-Dienste hinweisen, die als sicherer eingestuft werde

WhatsApp hat die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt, sodass Kommunikationsinhalte vor Dritten geschützt sind. Es können also nur Sender und Empfänger den Inhalt der Nachricht lesen oder sehen. Trotzdem werden viele Informationen gespeichert, die sogenannten Metadaten: Wer kommuniziert wann mit wem, wie lange und in welchen Gruppen.

Trotz der Verschlüsselungstechnik sollten in jeder Messenger-App nur Inhalte verschickt werden, die jeder lesen oder sehen darf, denn der Empfänger kann Inhalte weiterschicken, abspeichern oder bei Verlust seines Smartphones an Dritte verlieren.

Große Diskussionen drehen sich bei WhatsApp um den Datenschutz: Ein Streitpunkt ist, dass jeder Nutzer automatisch seine auf dem Handy gespeicherten Kontakte an die App weitergibt. Da WhatsApp inzwischen zu Facebook gehört, können diese Daten weitergegeben werden.

Zusätzliche Kosten können anfallen, wenn die Nutzung über das verfügbare Datenvolumen hinausgeht. Das Versenden von Fotos, Videos, Sprachnachrichten oder das Telefonieren verbraucht besonders viel Volumen und sollte deswegen am besten im kostenfreien WLAN geschehen. Daten-Roaming und der automatische Download von Mediadaten lässt sich ausschalten.

Kritisch gesehen wird außerdem, dass man Personen bei WhatsApp nur blockieren, nicht aber melden kann, selbst wenn sie öfter negativ auffallen. Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind oder anderen Eltern nach Lösungen, wenn Ihre Kinder drohende Kettenbriefe oder merkwürdige Nachrichten erhalten. Oft können Kinder nicht einschätzen, ob die Nachrichten oder Drohungen echt sind. Nehmen Sie Ihnen die Angst und zeigen Sie, dass sie diese Nachrichten ignorieren können.

Auch Cybermobbing findet in Diensten wie WhatsApp statt. Machen Sie Ihrem Kind bewusst, dass es selbst keine Inhalte veröffentlicht, die von jemand anderem nachteilig verwendet werden könnten und besprechen Sie, dass man jenes nicht mit Bildern oder Nachrichten von anderen machen darf.

Ein paar Stunden geschlafen und schon 100 verpasste Nachrichten: Kinder bekommen teilweise sehr viele Nachrichten, gerade in Gruppenchats. Die Gruppenbenachrichtigungen lassen sich deaktivieren, sodass Ihr Kind nicht ständig abgelenkt wird. Überlegen Sie gemeinsam, wie Ihr Kind den "Kommunikationsstress" bewältigen kann, ohne sich aus der Gruppe ausgeschlossen zu fühlen.

Linkempfehlungen nach oben

Wissenswertes über WhatsApp: schau-hin.info

WhatsApp im Test: handysektor.de

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