Schluss mit Schulstress!

KUMMERKASTEN

Schluss mit Schulstress!

Kein Blackout, sondern cool bleiben - wie können Eltern ihre Kinder bei Schulstress unterstützen? Psychologe Leon Windscheid und Sabine Marx geben Ihnen hilfreiche Tipps.

Wie zeigt sich Stress bei Kindern? nach oben

Sabine Marx: Stress bei Kindern kann sich auf vielfältige Weise zeigen. Manchmal ändert sich das Verhalten. Das Kind wird stiller, zieht sich zurück und wirkt lustlos.

Auch körperliche Symptome können ein Hinweis auf Schulstress sein. Nehmen Sie Kopf- oder Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen als Warnsignale für zu viel Stress ernst.

Es gibt vielfältige Auslöser für Schulstress:

  • das Gefühl, viel zu wenig Zeit zum Lernen zu haben
  • keine Zeit mehr für andere Aktivitäten zu haben
  • Überforderungsgefühle
  • Unterrichtsstoff wird nicht (sofort) verstanden
  • Angst vor schlechten Noten und vor den Reaktionen der Lehrer, Klassenkameraden und Eltern

Leon Windscheid: Was können Eltern tun? nach oben

Der Psychologe Leon Windscheid hat bei der TV-Show „Wer wird Millionär“ bis zur letzten Frage die Nerven behalten. Es ging um die Frage, aus wie vielen Steinen ein Zauberwürfel besteht. Wie kann man sich konzentrieren, wenn es um so viel geht und so viele Leute dabei zuschauen? Was für Tipps hat Leon Windscheid für Eltern, die merken, dass ihre Kinder gestresst sind?

Sabine Marx: Die 8 Tipps im Umgang mit Kindern nach oben

1. Sprechen Sie mit Ihrem Kind.

Was beschäftigt es? Über was macht es sich Gedanken? Wovor hat es Angst?

2. Verstärken Sie nicht den Stress Ihres Kindes, weil Sie mit seinen schulischen Leistungen unzufrieden sind.

Strafen bei schlechten Noten bringen nichts. Sie erhöhen nur den Druck auf Ihr Kind. Lassen Sie Ihr Kind spüren, dass Ihre Zuneigung nicht von guten Noten abhängt und Sie zuversichtlich sind, dass es seinen Weg gehen wird, auch wenn es zurzeit schwierig in der Schule ist. Zeigen Sie Verständnis, spenden Sie Trost und bieten Sie Unterstützung an.

3. Fördern Sie Ihr Kind, aber überfordern Sie es nicht.

Zu viele Freizeitaktivitäten können auch Stress auslösen. Kinder brauchen Zeit, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen, sich mit Freunden zu treffen oder sich zu langweilen.

4. Wie gehen Sie selbst mit Stress um?

Wie managen Sie Ihre Aufgaben? Was hilft Ihnen, stressige Phasen auszuhalten und zu überstehen? Erzählen Sie kindgerecht, was Ihnen manchmal schwer fällt und was Ihnen dabei hilft, damit klar zu kommen. Ihr Kind orientiert sich unterbewusst an Ihrem Verhalten und lernt von Ihnen als Vorbild.

5. Stress kann auch beflügeln und motivieren, eine Aufgabe anzupacken.

In welchen Situationen und bei welchen Tätigkeiten spürt Ihr Kind Spaß und Freude, auch wenn sie anstrengend sind und viel Arbeit bedeuten? Ein Austausch darüber kann Ihrem Kind helfen zu erkennen, dass Stress nicht nur negativ erlebt werden muss.

6. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, regelmäßig für die Schule zu arbeiten.

Kinder müssen lernen, dass man nicht erst kurz vor Arbeiten mit dem Lernen und Wiederholen des Stoffes beginnen sollte.

7. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausgeglichen ist.

Um sich im Alltag ausgeglichen zu fühlen, ist es wichtig, dass wir alle uns ausreichend genug bewegen, gesund ernähren und genügend schlafen.

8. Tauschen Sie sich mit anderen Eltern, Lehrern oder auch Schulpsychologen über deren Erfahrungen aus.

Für die fachliche Betreuung der Probleme und Fragen, die über den Kummerkasten eingesendet werden, ist die Beraterin der Diakonie Sabine Marx zuständig. | Rechte: KiKA/Carlo Bansini

Die Expertin

Sabine Marx

Sabine Marx ist die Beraterin des KUMMERKASTEN-Teams und gibt auf den Erwachsenenseiten regelmäßig Tipps zu den Themen.

Sie haben Fragen zum Thema? Dann schreiben Sie uns!

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