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Pilze

Nächste Ausstrahlung am 21.10.2017

um 20:00 Uhr

Erde an Zukunft

Pilze

Sie stehen im Wald, wir essen sie auf Pizza, im Salat oder mit Jägerschnitzel. Sie lassen Teig zu duftendem Brot aufgehen. Sie können Leben retten, aber auch krank machen, denn sie bilden Schimmel auf Lebensmitteln. Gemeint sind – Pilze!

Pilze – weder Tier noch Pflanze

Pilze sind keine Pflanzen – aber auch keine Tiere.  Sie sind eine eigene Art von Lebewesen.  Es gibt mehr als 1,5 Millionen Arten in allen Teilen der Erde - viele können in extremer Hitze, Kälte oder auch Dunkelheit überleben.

Ein Pilz ist wie ein Eisberg

Bei einem Eisberg ist der über dem Wasser sichtbare Teil nur ein kleines Teil des riesigen Eisblocks. Genauso ist es auch bei Pilzen.  Die Hütchen, die wir aus dem Wald kennen, sind die sogenannten Fruchtkörper. Im Boden unter der Erde bildet der Pilz ein feines Netz aus dünnen Fäden, das sogenannte Myzel. 

Pilze fressen Öl und Plastik?

In der Natur ernähren Pilze sich von organischen Abfällen, wie heruntergefallenen Blättern, toten Tieren oder auch alten, morschen Baumstämmen. Pilze können sogar in giftiger Erde überleben. Bei ihrem Wachstum zersetzen sie beispielsweise Öl. Wissenschaftler verteilen Holzspäne mit Pilzgeflecht auf verseuchter Erde und so den Boden zu reinigen. In Ecuador wurde eine Pilzart („Pestalotiopsis microspora“) gefunden, die sogar bestimmte Kunststoffarten zersetzen kann.

Pilze als Alternative zu Plastik

An der Kunsthochschule Burg Giebichenstein  in Halle wird daran geforscht umweltfreundlichen Alternativen zu Plastik geforscht.
Prof. Aart van Bezzooijen zeigt Felix wie das geht. Gemeinsam stellen sie einen Blumentopf aus Pilzsporen, Kaffeesatz, Stroh, Wasser und Haferflocken her.

Das Material ist feuerfest und wenn man es nicht mehr braucht, zersetzt es sich innerhalb von zwei Monaten auf dem Komposthaufen. Sogar feuerfeste Kleidung – zum Beispiel für Feuerwehrleute - kann man mit Hilfe der Pilzsporen herstellen.  Es wäre doch toll, wenn dieses Pilzmaterial in Zukunft Plastik vollständig ersetzen könnte, oder?

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